Christiane Rühmann Christiane Rühmann

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Liebe Leser, seit meiner "irritierten Gesundheit" male ich gerne und schreibe lustige Kurzgeschichten und Gedichte. Ich freue mich über Euren Besuch und wünsche viel Spaß beim stöbern.

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Die Predigerin - die Frau, die Leben lehren wollte
Sie war bekannt, wurde umlagert, gefeiert und allgemein sehr geschätzt. Ich hielt nichts von ihrer einfältigen Moralität. Ich wünschte, sie sei nicht dort gewesen, nicht so gegenwärtig. Sie inspirierte mich, aber sie irritierte mich – vorrübergehend nur! Ich fand wieder zu mir selbst. Merkte ich doch, dass sie in relevanten Dingen recht unsicher war. Ihre Augen schauten stets in verschiedene Richtungen. Merkwürdig, ich habe Resistenz und Kompetenz anders kennen gelernt! Was war mit ihr? Diese Frau machte mich neugierig. Auch schien sie verbalen Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Sie wirkte unsicher. Ich stellte Fragen, die sie verunsicherten. Antworten wurden umschrieben. Das ist etwas, was ich absolut nicht akzeptieren kann! Ich brauche klare Konfrontation! Ich suchte also ihren persönlichen Kontakt. Nach ihrer Veranstaltung gab ich vor, mich für ihr Dasein, ihr Leben und ihre Vision zu interessieren. Ich stand ihr jetzt gegenüber und schaute ihr tief in die Augen – nur vorübergehend, denn sie wich meinen Blicken aus. Als ich sie gezielt auf ihre Verhaltensweise ansprach, errötete sie deutlich und versuchte, meinen persönlichen Fragen auszuweichen. „Frau K…., warum weichen Sie mir aus“, wollte ich wissen. Sie drehte sich um, schien recht irritiert und verließ das Foyer, in dem sie ihr Buch signieren und sich den Fragen und Antworten der Interessierten stellen wollte und sollte. Das schaffte sie nicht mehr. Sie flüchtete. Warum? Unsicherheit? Unehrlichkeit? Unflexibilität? Betrug? Scharlanatanität? Konfrontation mit einer/einem Gleichgesinnten? Was war das denn für eine erbärmliche Vorstellung, bitte? Große Worte und nichts dahinter? Was hatte sie so verstört, verunsichert oder vertrieben? War ich es etwa, der sie durch meine Fragen und Konfrontationen so verunsichert hatte? Bin ich es gewesen, dem sie nicht mehr begegnen wollte, weil meine fragenden Kompromissionen für sie zu viel waren? Sie war offensichtlich sehr verstört und befand sich in einer stressartigen Situation, der sie nicht gewachsen war. Meine verbale Stärke hatte gesiegt! Aber wie sah es mit der Moral aus? Wie stand es um ihre Seele? Kareen K. war verschwunden! Sie verschwand aus meinem Leben, meiner virtuellen und visuellen Welt. Sie hat mich im wahrsten Sinne des Wortes ‚blockiert‘. Schade, ich hätte ihr gerne etwas übermittelt! Nämlich: „Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Jeder hat sein Schicksal in der Hand. Jeder hat unter seiner Unfähigkeit zu leiden. Jeder ist jedoch fähig…! © Christiane Rühmann

Die Predigerin - die Frau, die Leben lehren wollte
Sie war bekannt, wurde umlagert, gefeiert und allgemein sehr geschätzt. Ich hielt nichts von ihrer einfältigen Moralität. Ich wünschte, sie sei nicht dort gewesen, nicht so gegenwärtig. Sie inspirierte mich, aber sie irritierte mich – vorrübergehend nur! Ich fand wieder zu mir selbst. Merkte ich doch, dass sie in relevanten Dingen recht unsicher war. Ihre Augen schauten stets in verschiedene Richtungen. Merkwürdig, ich habe Resistenz und Kompetenz anders kennen gelernt! Was war mit ihr? Diese Frau machte mich neugierig. Auch schien sie verbalen Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Sie wirkte unsicher. Ich stellte Fragen, die sie verunsicherten. Antworten wurden umschrieben. Das ist etwas, was ich absolut nicht akzeptieren kann! Ich brauche klare Konfrontation! Ich suchte also ihren persönlichen Kontakt. Nach ihrer Veranstaltung gab ich vor, mich für ihr Dasein, ihr Leben und ihre Vision zu interessieren. Ich stand ihr jetzt gegenüber und schaute ihr tief in die Augen – nur vorübergehend, denn sie wich meinen Blicken aus. Als ich sie gezielt auf ihre Verhaltensweise ansprach, errötete sie deutlich und versuchte, meinen persönlichen Fragen auszuweichen. „Frau K…., warum weichen Sie mir aus“, wollte ich wissen. Sie drehte sich um, schien recht irritiert und verließ das Foyer, in dem sie ihr Buch signieren und sich den Fragen und Antworten der Interessierten stellen wollte und sollte. Das schaffte sie nicht mehr. Sie flüchtete. Warum? Unsicherheit? Unehrlichkeit? Unflexibilität? Betrug? Scharlanatanität? Konfrontation mit einer/einem Gleichgesinnten? Was war das denn für eine erbärmliche Vorstellung, bitte? Große Worte und nichts dahinter? Was hatte sie so verstört, verunsichert oder vertrieben? War ich es etwa, der sie durch meine Fragen und Konfrontationen so verunsichert hatte? Bin ich es gewesen, dem sie nicht mehr begegnen wollte, weil meine fragenden Kompromissionen für sie zu viel waren? Sie war offensichtlich sehr verstört und befand sich in einer stressartigen Situation, der sie nicht gewachsen war. Meine verbale Stärke hatte gesiegt! Aber wie sah es mit der Moral aus? Wie stand es um ihre Seele? Kareen K. war verschwunden! Sie verschwand aus meinem Leben, meiner virtuellen und visuellen Welt. Sie hat mich im wahrsten Sinne des Wortes ‚blockiert‘. Schade, ich hätte ihr gerne etwas übermittelt! Nämlich: „Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Jeder hat sein Schicksal in der Hand. Jeder hat unter seiner Unfähigkeit zu leiden. Jeder ist jedoch fähig…! © Christiane Rühmann

DANKSAGUNG
Burscheid im März 2014 Liebe Familie, Freunde, Bekannte, die Ihr mir die Feier zu meinem 60. Geburtstag durch Eure Anwesenheit bereichert habt, ich möchte mich recht herzlich bei Euch bedanken. Ohne Euch wäre dieses Event nicht das gewesen, was es für mich ist – nämlich „unvergeßlich“. Lieben Dank auch für die Zuwendungen, dank derer ich mir den einen oder anderen Wunsch erfüllen kann. Besonders möchte ich die Mitwirkenden des hervorragenden Programms, das wir erleben durften, hervorheben. Eure Beiträge in musikalischer und verbaler Form waren der Hit. Dank an die Fotografen für die zahlreichen Impressionen, die Ihr im Bild eingefangen habt. Eure Bilder werden ein -für mich- ganz besonderes Album füllen. Ebenfalls bedanke ich mich bei allen, die dabei geholfen haben, für das leibliche Wohl meiner Gäste zu sorgen. Kurz und knapp : D A N K E ! Eure Chris

DANKSAGUNG
Burscheid im März 2014 Liebe Familie, Freunde, Bekannte, die Ihr mir die Feier zu meinem 60. Geburtstag durch Eure Anwesenheit bereichert habt, ich möchte mich recht herzlich bei Euch bedanken. Ohne Euch wäre dieses Event nicht das gewesen, was es für mich ist – nämlich „unvergeßlich“. Lieben Dank auch für die Zuwendungen, dank derer ich mir den einen oder anderen Wunsch erfüllen kann. Besonders möchte ich die Mitwirkenden des hervorragenden Programms, das wir erleben durften, hervorheben. Eure Beiträge in musikalischer und verbaler Form waren der Hit. Dank an die Fotografen für die zahlreichen Impressionen, die Ihr im Bild eingefangen habt. Eure Bilder werden ein -für mich- ganz besonderes Album füllen. Ebenfalls bedanke ich mich bei allen, die dabei geholfen haben, für das leibliche Wohl meiner Gäste zu sorgen. Kurz und knapp : D A N K E ! Eure Chris

DANKSAGUNG
Burscheid im März 2014 Liebe Familie, Freunde, Bekannte, die Ihr mir die Feier zu meinem 60. Geburtstag durch Eure Anwesenheit bereichert habt, ich möchte mich recht herzlich bei Euch bedanken. Ohne Euch wäre dieses Event nicht das gewesen, was es für mich ist – nämlich „unvergeßlich“. Lieben Dank auch für die Zuwendungen, dank derer ich mir den einen oder anderen Wunsch erfüllen kann. Besonders möchte ich die Mitwirkenden des hervorragenden Programms, das wir erleben durften, hervorheben. Eure Beiträge in musikalischer und verbaler Form waren der Hit. Dank an die Fotografen für die zahlreichen Impressionen, die Ihr im Bild eingefangen habt. Eure Bilder werden ein -für mich- ganz besonderes Album füllen. Ebenfalls bedanke ich mich bei allen, die dabei geholfen haben, für das leibliche Wohl meiner Gäste zu sorgen. Kurz und knapp : D A N K E ! Eure Chris

Stern

Ich beobachte an klarem Himmel einen Stern.
Ich beobachte ihn sehr gern.

Sein Flimmern macht mir bewusst,
was ich schon Ewigkeiten gewusst,
dass unendlich fern er ist,
doch diesen Blick hätte ich vermisst,
wenn ich nicht zu ihm aufgesehen.
Das kann uns jeden Tag geschehen,
wenn wir nur öffnen unsere Sinne,
aufsaugen, halten inne…

Das Wunder unserer Welt
unsere Sinne erhellt,
wenn wir nur trauen unseren Sinnen -
sie verinnerlichen – ganz innen.
Sinne sind Schubladen,
die wir können beladen,
mit schönen oder schlechten Sachen,
doch um Glückseligkeit zu entfachen,
benötigen sie den rechten Sinn:
Wo leg´ ich das Schlechte hin?

Ganz einfach: In das unterste Fach,
das niemand gerne öffnen mag,
weil dabei der Rücken schmerzt,
niemand da ist, der mit einem scherzt,
doch in der Lade – ganz oben,
wo die schönen Dinge wohnen,
zu denen man sich nicht bücken muss,
ohne Schmerz oder Verdruss,
lass Deine Vielfalt sich enthüllen,
- musst nur diese Lade füllen.

Lass Deine schöne Lade oben auf,
gib Deinem Leben frohen Lauf,
genieß den Stern, der für Dich zwinkert,
er ewig für Dich blinkert…

© Christiane Rühmann ( Februar 2014)


Stern

Ich beobachte an klarem Himmel einen Stern.
Ich beobachte ihn sehr gern.

Sein Flimmern macht mir bewusst,
was ich schon Ewigkeiten gewusst,
dass unendlich fern er ist,
doch diesen Blick hätte ich vermisst,
wenn ich nicht zu ihm aufgesehen.
Das kann uns jeden Tag geschehen,
wenn wir nur öffnen unsere Sinne,
aufsaugen, halten inne…

Das Wunder unserer Welt
unsere Sinne erhellt,
wenn wir nur trauen unseren Sinnen -
sie verinnerlichen – ganz innen.
Sinne sind Schubladen,
die wir können beladen,
mit schönen oder schlechten Sachen,
doch um Glückseligkeit zu entfachen,
benötigen sie den rechten Sinn:
Wo leg´ ich das Schlechte hin?

Ganz einfach: In das unterste Fach,
das niemand gerne öffnen mag,
weil dabei der Rücken schmerzt,
niemand da ist, der mit einem scherzt,
doch in der Lade – ganz oben,
wo die schönen Dinge wohnen,
zu denen man sich nicht bücken muss,
ohne Schmerz oder Verdruss,
lass Deine Vielfalt sich enthüllen,
- musst nur diese Lade füllen.

Lass Deine schöne Lade oben auf,
gib Deinem Leben frohen Lauf,
genieß den Stern, der für Dich zwinkert,
er ewig für Dich blinkert…

© Christiane Rühmann ( Februar 2014)


Stern

Ich beobachte an klarem Himmel einen Stern.
Ich beobachte ihn sehr gern.

Sein Flimmern macht mir bewusst,
was ich schon Ewigkeiten gewusst,
dass unendlich fern er ist,
doch diesen Blick hätte ich vermisst,
wenn ich nicht zu ihm aufgesehen.
Das kann uns jeden Tag geschehen,
wenn wir nur öffnen unsere Sinne,
aufsaugen, halten inne…

Das Wunder unserer Welt
unsere Sinne erhellt,
wenn wir nur trauen unseren Sinnen -
sie verinnerlichen – ganz innen.
Sinne sind Schubladen,
die wir können beladen,
mit schönen oder schlechten Sachen,
doch um Glückseligkeit zu entfachen,
benötigen sie den rechten Sinn:
Wo leg´ ich das Schlechte hin?

Ganz einfach: In das unterste Fach,
das niemand gerne öffnen mag,
weil dabei der Rücken schmerzt,
niemand da ist, der mit einem scherzt,
doch in der Lade – ganz oben,
wo die schönen Dinge wohnen,
zu denen man sich nicht bücken muss,
ohne Schmerz oder Verdruss,
lass Deine Vielfalt sich enthüllen,
- musst nur diese Lade füllen.

Lass Deine schöne Lade oben auf,
gib Deinem Leben frohen Lauf,
genieß den Stern, der für Dich zwinkert,
er ewig für Dich blinkert…

© Christiane Rühmann ( Februar 2014)


Nicht Können beim Müssen



Wie´s süße Leben manchmal ist,
man zu viel Schokolade isst.
Sowie Frau Sybille Sorgenicht.

Beim Verzehr derselben merkt sie nicht,
was sich da im Körper tat.
Die braunen geschmolzenen Massen,
sie heute nicht zur Toilette lassen.

Nun ja, denkt sie, sicher nicht von Dauer,
bleibt allerdings auf Toiletten-Lauer,
in der Hoffnung, dass sie endlich mal muss,
doch erkennt sie mit Verdruss,
dass das nicht so einfach flitschte,
wie sie es sich nach Tagen wünschte.
Praller wurde ihr Oberbauch,
der untere übrigens langsam auch,
trank nach drei Tagen ein Likörchen,
um zu öffnen ihres Hintern Törchen,
stellt dabei jedoch mit Entsetzen fest,
dass sie auch das nicht …. machen lässt.

Langsam, sie ließ sich fast schon kullern
und ihr Körper sie nicht mehr als ‚strullern‘,
war beim Stuhlgang einfach nicht mehr drin!
Als sie fast schon resignierte,
auf den Bauchumfang nun stierte,
kam ihr der Gedanke an eine Apotheke,
zu der sie sich schleunigst bewegte,
kaufte irgendwas mit mmm….lax
und begab sich eilends auf den Weg nach Hause,
doch der wurde ihr zum Grause,
weil die Gute sofort von der erlösenden Pille
sofort schon eine nahm,
als sie aus der Apotheke kam.

Deshalb, weil die Medikamente heute so gut,
fasst sie total neuen Mut.
Doch bevor sie erreicht das begehrte Klo,
…mmm…lax sofort an zu wirken beginnt,
was ihr das Völlegefühl nimmt,
hier, jetzt und an diesem Ort!!!
Dieses Medikament hielt wirklich Wort.

Entsetzt nimmt dies Sybille wahr,
dass sie gerade dabei war,
ihren Darm just zu entleeren,
was zwar durchaus ihr Begehren,
ihr Körper nun entsetzlich schwitzt.
nur doch nicht jetzt,
bevor sie sich auf der Brille sitzt!!!

Sybille konnte sich nicht länger wehren,
verlässt nach vollbrachtem Begehren
ihr Fahrzeug.

Das war‘ Ritter‘ – um nicht zu sagen ‚bitter‘…
Beschmutzt und doch erleichtert,
ihre Wäsche ‚voll‘  bereichert,
erreicht sie ihr heiß ersehntes Klo
und ist jetzt endlich froh!

Denn, auch wenn scheinbar falsch gelaufen,
wird sie sich wieder Schokolade kaufen,
jedoch nimmt sie sich – mit Bedacht -
vor deren Verzehr jetzt sehr in Acht…

© Christiane Rühmann (Jan. 2014)


Nicht Können beim Müssen



Wie´s süße Leben manchmal ist,
man zu viel Schokolade isst.
Sowie Frau Sybille Sorgenicht.

Beim Verzehr derselben merkt sie nicht,
was sich da im Körper tat.
Die braunen geschmolzenen Massen,
sie heute nicht zur Toilette lassen.

Nun ja, denkt sie, sicher nicht von Dauer,
bleibt allerdings auf Toiletten-Lauer,
in der Hoffnung, dass sie endlich mal muss,
doch erkennt sie mit Verdruss,
dass das nicht so einfach flitschte,
wie sie es sich nach Tagen wünschte.
Praller wurde ihr Oberbauch,
der untere übrigens langsam auch,
trank nach drei Tagen ein Likörchen,
um zu öffnen ihres Hintern Törchen,
stellt dabei jedoch mit Entsetzen fest,
dass sie auch das nicht …. machen lässt.

Langsam, sie ließ sich fast schon kullern
und ihr Körper sie nicht mehr als ‚strullern‘,
war beim Stuhlgang einfach nicht mehr drin!
Als sie fast schon resignierte,
auf den Bauchumfang nun stierte,
kam ihr der Gedanke an eine Apotheke,
zu der sie sich schleunigst bewegte,
kaufte irgendwas mit mmm….lax
und begab sich eilends auf den Weg nach Hause,
doch der wurde ihr zum Grause,
weil die Gute sofort von der erlösenden Pille
sofort schon eine nahm,
als sie aus der Apotheke kam.

Deshalb, weil die Medikamente heute so gut,
fasst sie total neuen Mut.
Doch bevor sie erreicht das begehrte Klo,
…mmm…lax sofort an zu wirken beginnt,
was ihr das Völlegefühl nimmt,
hier, jetzt und an diesem Ort!!!
Dieses Medikament hielt wirklich Wort.

Entsetzt nimmt dies Sybille wahr,
dass sie gerade dabei war,
ihren Darm just zu entleeren,
was zwar durchaus ihr Begehren,
ihr Körper nun entsetzlich schwitzt.
nur doch nicht jetzt,
bevor sie sich auf der Brille sitzt!!!

Sybille konnte sich nicht länger wehren,
verlässt nach vollbrachtem Begehren
ihr Fahrzeug.

Das war‘ Ritter‘ – um nicht zu sagen ‚bitter‘…
Beschmutzt und doch erleichtert,
ihre Wäsche ‚voll‘  bereichert,
erreicht sie ihr heiß ersehntes Klo
und ist jetzt endlich froh!

Denn, auch wenn scheinbar falsch gelaufen,
wird sie sich wieder Schokolade kaufen,
jedoch nimmt sie sich – mit Bedacht -
vor deren Verzehr jetzt sehr in Acht…

© Christiane Rühmann (Jan. 2014)


Nicht Können beim Müssen



Wie´s süße Leben manchmal ist,
man zu viel Schokolade isst.
Sowie Frau Sybille Sorgenicht.

Beim Verzehr derselben merkt sie nicht,
was sich da im Körper tat.
Die braunen geschmolzenen Massen,
sie heute nicht zur Toilette lassen.

Nun ja, denkt sie, sicher nicht von Dauer,
bleibt allerdings auf Toiletten-Lauer,
in der Hoffnung, dass sie endlich mal muss,
doch erkennt sie mit Verdruss,
dass das nicht so einfach flitschte,
wie sie es sich nach Tagen wünschte.
Praller wurde ihr Oberbauch,
der untere übrigens langsam auch,
trank nach drei Tagen ein Likörchen,
um zu öffnen ihres Hintern Törchen,
stellt dabei jedoch mit Entsetzen fest,
dass sie auch das nicht …. machen lässt.

Langsam, sie ließ sich fast schon kullern
und ihr Körper sie nicht mehr als ‚strullern‘,
war beim Stuhlgang einfach nicht mehr drin!
Als sie fast schon resignierte,
auf den Bauchumfang nun stierte,
kam ihr der Gedanke an eine Apotheke,
zu der sie sich schleunigst bewegte,
kaufte irgendwas mit mmm….lax
und begab sich eilends auf den Weg nach Hause,
doch der wurde ihr zum Grause,
weil die Gute sofort von der erlösenden Pille
sofort schon eine nahm,
als sie aus der Apotheke kam.

Deshalb, weil die Medikamente heute so gut,
fasst sie total neuen Mut.
Doch bevor sie erreicht das begehrte Klo,
…mmm…lax sofort an zu wirken beginnt,
was ihr das Völlegefühl nimmt,
hier, jetzt und an diesem Ort!!!
Dieses Medikament hielt wirklich Wort.

Entsetzt nimmt dies Sybille wahr,
dass sie gerade dabei war,
ihren Darm just zu entleeren,
was zwar durchaus ihr Begehren,
ihr Körper nun entsetzlich schwitzt.
nur doch nicht jetzt,
bevor sie sich auf der Brille sitzt!!!

Sybille konnte sich nicht länger wehren,
verlässt nach vollbrachtem Begehren
ihr Fahrzeug.

Das war‘ Ritter‘ – um nicht zu sagen ‚bitter‘…
Beschmutzt und doch erleichtert,
ihre Wäsche ‚voll‘  bereichert,
erreicht sie ihr heiß ersehntes Klo
und ist jetzt endlich froh!

Denn, auch wenn scheinbar falsch gelaufen,
wird sie sich wieder Schokolade kaufen,
jedoch nimmt sie sich – mit Bedacht -
vor deren Verzehr jetzt sehr in Acht…

© Christiane Rühmann (Jan. 2014)


Atze bei Facebook


Atze bei Facebook„So, dat will ich jetzt auch“, denkt Atze und legt sich ein Profil bei Facebook an in der Hoffnung, dass er sich mit Gleichgesinnten austauschen kann.

Als er es nach Stunden endlich geschafft hatte, sich zu profilieren, bekam er auch gleich schon einige Freundschaftsanfragen von Vereinsmitgliedern seines geliebten Fußballvereins aus dem hohen Norden. Er konnte nun mal nichts dagegen tun, aber sein Herz schlug für den HSV – und das als Ruhrpottler! Nicht nur von ihnen, sondern auch andere warben um seine Freundschaft. Jeder von ihnen ‚teilte‘  selbstverständlich seine Vereinszugehörigkeit mit, postete Fußballwappen, Trikots oder Erfolge seiner Mannschaft, zu der er sich hingezogen fühlte.

Warum nicht, dachte Atze und bunkerte einen nach dem anderen in seiner Freundschaftsliste.
Noch ahnte er nicht, was er sich damit antat.

Es war Freitag, und ein neues Bundesliga-Wochenende begann. Atze war gespannt auf die Spielergebnisse und die Kommentare seiner vermeintlichen „Freunde“. Er hatte sich ein kleines Bierken geöffnet und saß gespannt vor seinem Computer. 

„Wat is dat denn für´n Spasti? Will der mich verdummpiepeln? Da sendet der Vollpfosten mir doch tatsächlich so´nen Smily, bloß weil HSV gerade ma en Tor eingesteckt hat? Na warte…“

Atze spürte, wie ihm das Blut in den Kopf schoss und seine Halsschlagadern zu schwellen begannen. Er begann in die Tasten zu hauen und bekam währenddessen einen neuen Post:
„Na Atze, wärsse ma bei unseren Blau-weissen… .“ 

Höhnisch folgte noch ein „Glück auf“!!! Das war zu viel.

Ein kreisrundes Emblem mit einem weissen „S“ auf blauem Hintergrund und einer „04“ darunter, tat sich vor seinen Augen in einer PN auf. „Oleee oleeeoleee oleee, wir sind die Champions oleeee….“

‚Boah, sach ma, wat geht denn jetz ab? ‚`denkt Atze und will gerade was texten, als ihm ein Fan von den Rot-blau-weißen aus dem tiefen Süden, eine Message sendet: „Toooor in BAYERN!!!“ …“wir sind die Champions, oleeeee!“

Gerade will er wieder loslegen, da kommt ein neuer Report von einem gelb-schwarzen Fan: „BVB olee oleee oleee oleeeee……“

‚Oh nee, gez auch noch von de grün-schwarzen, dat halt ich ja nich aus…‘

Das hatte sich Atze anders vorgestellt. Da war ja nur Intrige und Missgunst, Hetzerei und Frötzelei! Nää, dat wollte er nicht mehr und wollte sich ganz diskret aus der globalen Fangemeinde von Facebook zurückziehen.
Er begann, verschiedene Freundschaften zu löschen, weil er deren Stress nicht mehr gewachsen war. So schnell konnte ja kein Mensch tippen,  wie er auf alle Nachrichten antworten sollte. Das war ja schon extremer Stress! Dat muss ein Atze nich haben!

Er löschte und löschte und löschte. Nur sein Account blieb bestehen. Woher sollte Atze auch wissen, dass er auch diesen löschen musste? Jemand vonne Kneipe hatte es ihm erzählt. Atze setzte sich in der Nacht noch an seinen Rechner und rief sein Profil auf. Er suchte vergeblich nach einem „LÖSCHEN“-Button, oder „Profil entfernen“. Stattdessen hatte er weitere Freundschaftsanfragen, so etwa 25, von anderen Fußballnarren, blau-weiss, gelb-schwarz, schwarz-grün, rot-weiss, weiss-rot usw. .

Atze beschloss, fb einfach nicht mehr aufzurufen, stattdessen inne Kneipe umme Ecke sein Bierken zu trinken, wenn sein Verein spielte, ganz leise „Juhuuuuuu“  zu schreien, wenn der HSV mal ein Tor schoss und war doch zu neugierig. Nach Ende der Saison wollte er nochmal nachschauen, was denn in der Zwischenzeit so alles ‚abgegangen‘ war. Er staunte nicht schlecht, dass er mittlerweile 1876 Nachrichten hatte. Neugierig überflog er sie alle und entdeckte eine von „Mirko Slomka“. 

Wirklich!!! Mirko Slomka hatte ihm geschrieben: „ Hee, Du treulose Tomate! Hättest Du mal bei fb mehr für uns gevotet, wären wir Meister geworden!!!“

 Das Ganze natürlich nur mit einer negativen Fraze.
‚Wie jetzt‘, denkt Atze ,‘ dat allet kann facebook?‘

Er schaute verstohlen um sich und aktivierte alles, was ihm auf den Bildschirm kam. Mit gefangen – mit gehangen, dachte er und nahm ab sofort die tückischen Nebensächlichkeiten der Plattform in Kauf. Hauptsache, er verpasste keine PN´s mehr.

Offenbar war er der einzige HSV-ler im Ruhrpott und die Nachricht ‚Slomkas‘ ein Fake……????

Atze verbringt seither jede freie Minute vor seinem Rechner und bei Facebook.

© Christiane Rühmann (Februar 2014)



Atze bei Facebook


Atze bei Facebook„So, dat will ich jetzt auch“, denkt Atze und legt sich ein Profil bei Facebook an in der Hoffnung, dass er sich mit Gleichgesinnten austauschen kann.

Als er es nach Stunden endlich geschafft hatte, sich zu profilieren, bekam er auch gleich schon einige Freundschaftsanfragen von Vereinsmitgliedern seines geliebten Fußballvereins aus dem hohen Norden. Er konnte nun mal nichts dagegen tun, aber sein Herz schlug für den HSV – und das als Ruhrpottler! Nicht nur von ihnen, sondern auch andere warben um seine Freundschaft. Jeder von ihnen ‚teilte‘  selbstverständlich seine Vereinszugehörigkeit mit, postete Fußballwappen, Trikots oder Erfolge seiner Mannschaft, zu der er sich hingezogen fühlte.

Warum nicht, dachte Atze und bunkerte einen nach dem anderen in seiner Freundschaftsliste.
Noch ahnte er nicht, was er sich damit antat.

Es war Freitag, und ein neues Bundesliga-Wochenende begann. Atze war gespannt auf die Spielergebnisse und die Kommentare seiner vermeintlichen „Freunde“. Er hatte sich ein kleines Bierken geöffnet und saß gespannt vor seinem Computer. 

„Wat is dat denn für´n Spasti? Will der mich verdummpiepeln? Da sendet der Vollpfosten mir doch tatsächlich so´nen Smily, bloß weil HSV gerade ma en Tor eingesteckt hat? Na warte…“

Atze spürte, wie ihm das Blut in den Kopf schoss und seine Halsschlagadern zu schwellen begannen. Er begann in die Tasten zu hauen und bekam währenddessen einen neuen Post:
„Na Atze, wärsse ma bei unseren Blau-weissen… .“ 

Höhnisch folgte noch ein „Glück auf“!!! Das war zu viel.

Ein kreisrundes Emblem mit einem weissen „S“ auf blauem Hintergrund und einer „04“ darunter, tat sich vor seinen Augen in einer PN auf. „Oleee oleeeoleee oleee, wir sind die Champions oleeee….“

‚Boah, sach ma, wat geht denn jetz ab? ‚`denkt Atze und will gerade was texten, als ihm ein Fan von den Rot-blau-weißen aus dem tiefen Süden, eine Message sendet: „Toooor in BAYERN!!!“ …“wir sind die Champions, oleeeee!“

Gerade will er wieder loslegen, da kommt ein neuer Report von einem gelb-schwarzen Fan: „BVB olee oleee oleee oleeeee……“

‚Oh nee, gez auch noch von de grün-schwarzen, dat halt ich ja nich aus…‘

Das hatte sich Atze anders vorgestellt. Da war ja nur Intrige und Missgunst, Hetzerei und Frötzelei! Nää, dat wollte er nicht mehr und wollte sich ganz diskret aus der globalen Fangemeinde von Facebook zurückziehen.
Er begann, verschiedene Freundschaften zu löschen, weil er deren Stress nicht mehr gewachsen war. So schnell konnte ja kein Mensch tippen,  wie er auf alle Nachrichten antworten sollte. Das war ja schon extremer Stress! Dat muss ein Atze nich haben!

Er löschte und löschte und löschte. Nur sein Account blieb bestehen. Woher sollte Atze auch wissen, dass er auch diesen löschen musste? Jemand vonne Kneipe hatte es ihm erzählt. Atze setzte sich in der Nacht noch an seinen Rechner und rief sein Profil auf. Er suchte vergeblich nach einem „LÖSCHEN“-Button, oder „Profil entfernen“. Stattdessen hatte er weitere Freundschaftsanfragen, so etwa 25, von anderen Fußballnarren, blau-weiss, gelb-schwarz, schwarz-grün, rot-weiss, weiss-rot usw. .

Atze beschloss, fb einfach nicht mehr aufzurufen, stattdessen inne Kneipe umme Ecke sein Bierken zu trinken, wenn sein Verein spielte, ganz leise „Juhuuuuuu“  zu schreien, wenn der HSV mal ein Tor schoss und war doch zu neugierig. Nach Ende der Saison wollte er nochmal nachschauen, was denn in der Zwischenzeit so alles ‚abgegangen‘ war. Er staunte nicht schlecht, dass er mittlerweile 1876 Nachrichten hatte. Neugierig überflog er sie alle und entdeckte eine von „Mirko Slomka“. 

Wirklich!!! Mirko Slomka hatte ihm geschrieben: „ Hee, Du treulose Tomate! Hättest Du mal bei fb mehr für uns gevotet, wären wir Meister geworden!!!“

 Das Ganze natürlich nur mit einer negativen Fraze.
‚Wie jetzt‘, denkt Atze ,‘ dat allet kann facebook?‘

Er schaute verstohlen um sich und aktivierte alles, was ihm auf den Bildschirm kam. Mit gefangen – mit gehangen, dachte er und nahm ab sofort die tückischen Nebensächlichkeiten der Plattform in Kauf. Hauptsache, er verpasste keine PN´s mehr.

Offenbar war er der einzige HSV-ler im Ruhrpott und die Nachricht ‚Slomkas‘ ein Fake……????

Atze verbringt seither jede freie Minute vor seinem Rechner und bei Facebook.

© Christiane Rühmann (Februar 2014)



Atze bei Facebook


Atze bei Facebook„So, dat will ich jetzt auch“, denkt Atze und legt sich ein Profil bei Facebook an in der Hoffnung, dass er sich mit Gleichgesinnten austauschen kann.

Als er es nach Stunden endlich geschafft hatte, sich zu profilieren, bekam er auch gleich schon einige Freundschaftsanfragen von Vereinsmitgliedern seines geliebten Fußballvereins aus dem hohen Norden. Er konnte nun mal nichts dagegen tun, aber sein Herz schlug für den HSV – und das als Ruhrpottler! Nicht nur von ihnen, sondern auch andere warben um seine Freundschaft. Jeder von ihnen ‚teilte‘  selbstverständlich seine Vereinszugehörigkeit mit, postete Fußballwappen, Trikots oder Erfolge seiner Mannschaft, zu der er sich hingezogen fühlte.

Warum nicht, dachte Atze und bunkerte einen nach dem anderen in seiner Freundschaftsliste.
Noch ahnte er nicht, was er sich damit antat.

Es war Freitag, und ein neues Bundesliga-Wochenende begann. Atze war gespannt auf die Spielergebnisse und die Kommentare seiner vermeintlichen „Freunde“. Er hatte sich ein kleines Bierken geöffnet und saß gespannt vor seinem Computer. 

„Wat is dat denn für´n Spasti? Will der mich verdummpiepeln? Da sendet der Vollpfosten mir doch tatsächlich so´nen Smily, bloß weil HSV gerade ma en Tor eingesteckt hat? Na warte…“

Atze spürte, wie ihm das Blut in den Kopf schoss und seine Halsschlagadern zu schwellen begannen. Er begann in die Tasten zu hauen und bekam währenddessen einen neuen Post:
„Na Atze, wärsse ma bei unseren Blau-weissen… .“ 

Höhnisch folgte noch ein „Glück auf“!!! Das war zu viel.

Ein kreisrundes Emblem mit einem weissen „S“ auf blauem Hintergrund und einer „04“ darunter, tat sich vor seinen Augen in einer PN auf. „Oleee oleeeoleee oleee, wir sind die Champions oleeee….“

‚Boah, sach ma, wat geht denn jetz ab? ‚`denkt Atze und will gerade was texten, als ihm ein Fan von den Rot-blau-weißen aus dem tiefen Süden, eine Message sendet: „Toooor in BAYERN!!!“ …“wir sind die Champions, oleeeee!“

Gerade will er wieder loslegen, da kommt ein neuer Report von einem gelb-schwarzen Fan: „BVB olee oleee oleee oleeeee……“

‚Oh nee, gez auch noch von de grün-schwarzen, dat halt ich ja nich aus…‘

Das hatte sich Atze anders vorgestellt. Da war ja nur Intrige und Missgunst, Hetzerei und Frötzelei! Nää, dat wollte er nicht mehr und wollte sich ganz diskret aus der globalen Fangemeinde von Facebook zurückziehen.
Er begann, verschiedene Freundschaften zu löschen, weil er deren Stress nicht mehr gewachsen war. So schnell konnte ja kein Mensch tippen,  wie er auf alle Nachrichten antworten sollte. Das war ja schon extremer Stress! Dat muss ein Atze nich haben!

Er löschte und löschte und löschte. Nur sein Account blieb bestehen. Woher sollte Atze auch wissen, dass er auch diesen löschen musste? Jemand vonne Kneipe hatte es ihm erzählt. Atze setzte sich in der Nacht noch an seinen Rechner und rief sein Profil auf. Er suchte vergeblich nach einem „LÖSCHEN“-Button, oder „Profil entfernen“. Stattdessen hatte er weitere Freundschaftsanfragen, so etwa 25, von anderen Fußballnarren, blau-weiss, gelb-schwarz, schwarz-grün, rot-weiss, weiss-rot usw. .

Atze beschloss, fb einfach nicht mehr aufzurufen, stattdessen inne Kneipe umme Ecke sein Bierken zu trinken, wenn sein Verein spielte, ganz leise „Juhuuuuuu“  zu schreien, wenn der HSV mal ein Tor schoss und war doch zu neugierig. Nach Ende der Saison wollte er nochmal nachschauen, was denn in der Zwischenzeit so alles ‚abgegangen‘ war. Er staunte nicht schlecht, dass er mittlerweile 1876 Nachrichten hatte. Neugierig überflog er sie alle und entdeckte eine von „Mirko Slomka“. 

Wirklich!!! Mirko Slomka hatte ihm geschrieben: „ Hee, Du treulose Tomate! Hättest Du mal bei fb mehr für uns gevotet, wären wir Meister geworden!!!“

 Das Ganze natürlich nur mit einer negativen Fraze.
‚Wie jetzt‘, denkt Atze ,‘ dat allet kann facebook?‘

Er schaute verstohlen um sich und aktivierte alles, was ihm auf den Bildschirm kam. Mit gefangen – mit gehangen, dachte er und nahm ab sofort die tückischen Nebensächlichkeiten der Plattform in Kauf. Hauptsache, er verpasste keine PN´s mehr.

Offenbar war er der einzige HSV-ler im Ruhrpott und die Nachricht ‚Slomkas‘ ein Fake……????

Atze verbringt seither jede freie Minute vor seinem Rechner und bei Facebook.

© Christiane Rühmann (Februar 2014)



Atze bei Facebook


Atze bei Facebook„So, dat will ich jetzt auch“, denkt Atze und legt sich ein Profil bei Facebook an in der Hoffnung, dass er sich mit Gleichgesinnten austauschen kann.

Als er es nach Stunden endlich geschafft hatte, sich zu profilieren, bekam er auch gleich schon einige Freundschaftsanfragen von Vereinsmitgliedern seines geliebten Fußballvereins aus dem hohen Norden. Er konnte nun mal nichts dagegen tun, aber sein Herz schlug für den HSV – und das als Ruhrpottler! Nicht nur von ihnen, sondern auch andere warben um seine Freundschaft. Jeder von ihnen ‚teilte‘  selbstverständlich seine Vereinszugehörigkeit mit, postete Fußballwappen, Trikots oder Erfolge seiner Mannschaft, zu der er sich hingezogen fühlte.

Warum nicht, dachte Atze und bunkerte einen nach dem anderen in seiner Freundschaftsliste.
Noch ahnte er nicht, was er sich damit antat.

Es war Freitag, und ein neues Bundesliga-Wochenende begann. Atze war gespannt auf die Spielergebnisse und die Kommentare seiner vermeintlichen „Freunde“. Er hatte sich ein kleines Bierken geöffnet und saß gespannt vor seinem Computer. 

„Wat is dat denn für´n Spasti? Will der mich verdummpiepeln? Da sendet der Vollpfosten mir doch tatsächlich so´nen Smily, bloß weil HSV gerade ma en Tor eingesteckt hat? Na warte…“

Atze spürte, wie ihm das Blut in den Kopf schoss und seine Halsschlagadern zu schwellen begannen. Er begann in die Tasten zu hauen und bekam währenddessen einen neuen Post:
„Na Atze, wärsse ma bei unseren Blau-weissen… .“ 

Höhnisch folgte noch ein „Glück auf“!!! Das war zu viel.

Ein kreisrundes Emblem mit einem weissen „S“ auf blauem Hintergrund und einer „04“ darunter, tat sich vor seinen Augen in einer PN auf. „Oleee oleeeoleee oleee, wir sind die Champions oleeee….“

‚Boah, sach ma, wat geht denn jetz ab? ‚`denkt Atze und will gerade was texten, als ihm ein Fan von den Rot-blau-weißen aus dem tiefen Süden, eine Message sendet: „Toooor in BAYERN!!!“ …“wir sind die Champions, oleeeee!“

Gerade will er wieder loslegen, da kommt ein neuer Report von einem gelb-schwarzen Fan: „BVB olee oleee oleee oleeeee……“

‚Oh nee, gez auch noch von de grün-schwarzen, dat halt ich ja nich aus…‘

Das hatte sich Atze anders vorgestellt. Da war ja nur Intrige und Missgunst, Hetzerei und Frötzelei! Nää, dat wollte er nicht mehr und wollte sich ganz diskret aus der globalen Fangemeinde von Facebook zurückziehen.
Er begann, verschiedene Freundschaften zu löschen, weil er deren Stress nicht mehr gewachsen war. So schnell konnte ja kein Mensch tippen,  wie er auf alle Nachrichten antworten sollte. Das war ja schon extremer Stress! Dat muss ein Atze nich haben!

Er löschte und löschte und löschte. Nur sein Account blieb bestehen. Woher sollte Atze auch wissen, dass er auch diesen löschen musste? Jemand vonne Kneipe hatte es ihm erzählt. Atze setzte sich in der Nacht noch an seinen Rechner und rief sein Profil auf. Er suchte vergeblich nach einem „LÖSCHEN“-Button, oder „Profil entfernen“. Stattdessen hatte er weitere Freundschaftsanfragen, so etwa 25, von anderen Fußballnarren, blau-weiss, gelb-schwarz, schwarz-grün, rot-weiss, weiss-rot usw. .

Atze beschloss, fb einfach nicht mehr aufzurufen, stattdessen inne Kneipe umme Ecke sein Bierken zu trinken, wenn sein Verein spielte, ganz leise „Juhuuuuuu“  zu schreien, wenn der HSV mal ein Tor schoss und war doch zu neugierig. Nach Ende der Saison wollte er nochmal nachschauen, was denn in der Zwischenzeit so alles ‚abgegangen‘ war. Er staunte nicht schlecht, dass er mittlerweile 1876 Nachrichten hatte. Neugierig überflog er sie alle und entdeckte eine von „Mirko Slomka“. 

Wirklich!!! Mirko Slomka hatte ihm geschrieben: „ Hee, Du treulose Tomate! Hättest Du mal bei fb mehr für uns gevotet, wären wir Meister geworden!!!“

 Das Ganze natürlich nur mit einer negativen Fraze.
‚Wie jetzt‘, denkt Atze ,‘ dat allet kann facebook?‘

Er schaute verstohlen um sich und aktivierte alles, was ihm auf den Bildschirm kam. Mit gefangen – mit gehangen, dachte er und nahm ab sofort die tückischen Nebensächlichkeiten der Plattform in Kauf. Hauptsache, er verpasste keine PN´s mehr.

Offenbar war er der einzige HSV-ler im Ruhrpott und die Nachricht ‚Slomkas‘ ein Fake……????

Atze verbringt seither jede freie Minute vor seinem Rechner und bei Facebook.

© Christiane Rühmann (Februar 2014)



Lustiger Irrtum


Als Weihnachtsgeschenk bekamen die Geschäftsleute von ihren bereits erwachsenen Kindern Karten für ein Musical geschenkt. Das Ehepaar freute sich schon jetzt sehr auf dieses Event.

Dieses Musical wurde seit dem Start als so glorreich durch die Medien angepriesen, das es daher bereits Monate zuvor ausverkauft war, und somit keine Chance mehr bestand, für ebenfalls interessierte Freunde, sich an diesem Abend dem Ehepaar anzuschliessen.

Als der Konzertabend nahte, richtete sich das Ehepaar auf einen wunderbaren Abend ein. Es plante vorher ein Candlelight-Dinner und hatte hierzu in der Grossstadt in einem Nobelrestaurant  einen Tisch reserviert. Es sollte ein alles übertreffender, unvergesslicher Abend werden. Und so kam es auch.......

Die Eheleute warfen sich in Robe und starteten rechtzeitig, um relaxt den Abend geniessen zu können, ohne die aus dem Alltag bekannte, zeitweise Hetze. Sie wurden von auffallend elegant gekleidetem Personal empfangen, zu ihrer Niesche begleitet und von vorne bis hinten betüddelt. Dass sie selbst das Essbesteck halten und zum Mund führen mussten, war alles. Der prunkvoll hergerichtete Tisch mit seinen liebevollen Accessoires, hinterliess grossen Eindruck bei der erfahrenen Geschäftsfrau, die selbst auch in ihrem Bekanntenkreis dafür bekannt war, sich als hervorragende Gastgeberin immer etwas Neues einfallen zu lassen und durch ihre gestalterischen Ideen stets den positivsten Eindruck hinterliess.

Auch die Speisen verdienten ausgesprochenes Lob, mehr ging einfach nicht....

Gut gelaunt und frohen Mutes liessen sie sich von einem Taxi zur Musicalhalle fahren. Der Herr beteuerte, dass er ohne Platzanweiser die reservierten Plätze finden würde, schliesslich sei dies ja nicht ihr erster Konzertbesuch. Der Eintrittsabschnitt wurde also von den Platzordnern abgetrennt. Nun dann - auf gings.

Sie verglichen die Zahlen auf den Karten, Block, Sitzreihe und Platz. Als sie ihre Sitzplätze erreichten, waren diese bereits besetzt. Wie konnte das sein...? Sie forderten die Besetzer auf, sich einen anderen Platz zu suchen, dies seien ihre Stühle, die man bereits lange zuvor reserviert habe. Leider wollten diese das nicht einsehen und meinten, ebenfalls reserviert zu haben. Daher verglichen sie mit den fremden Leuten ihre Reservierungsnachweise und stellten fest, dass .... es darf doch nicht wahr sein, .....ihr Termin bereits GESTERN war! Unglaublich, alles stimmte überein - nur das Datum nicht. Mensch, war das peinlich!

Sie fühlten sich von weiterem Publikum, das die kleine Auseinandersetzung mitbekommen hatte, sowie von den Platzhaltern ausgelacht, drehten sich um und verliessen ein wenig verärgert, eiligst den Showroom.

Draussen vor der Halle mussten sie sich erstmal erholen, bis sie dann allerdings über ihr eigenes Missgeschick so fürchterlich lachen mussten, dass sie beschlossen, wo sie doch bereits schon einmal hier waren, noch das Nachtleben in der Stadt zu geniessen.

So wurde es also doch noch ein unvergesslicher Abend......

Es wird heute noch darüber gesprochen - und natürlich gelästert. Es ist eben so: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.....

(c) Christiane Rühmann


Lustiger Irrtum


Als Weihnachtsgeschenk bekamen die Geschäftsleute von ihren bereits erwachsenen Kindern Karten für ein Musical geschenkt. Das Ehepaar freute sich schon jetzt sehr auf dieses Event.

Dieses Musical wurde seit dem Start als so glorreich durch die Medien angepriesen, das es daher bereits Monate zuvor ausverkauft war, und somit keine Chance mehr bestand, für ebenfalls interessierte Freunde, sich an diesem Abend dem Ehepaar anzuschliessen.

Als der Konzertabend nahte, richtete sich das Ehepaar auf einen wunderbaren Abend ein. Es plante vorher ein Candlelight-Dinner und hatte hierzu in der Grossstadt in einem Nobelrestaurant  einen Tisch reserviert. Es sollte ein alles übertreffender, unvergesslicher Abend werden. Und so kam es auch.......

Die Eheleute warfen sich in Robe und starteten rechtzeitig, um relaxt den Abend geniessen zu können, ohne die aus dem Alltag bekannte, zeitweise Hetze. Sie wurden von auffallend elegant gekleidetem Personal empfangen, zu ihrer Niesche begleitet und von vorne bis hinten betüddelt. Dass sie selbst das Essbesteck halten und zum Mund führen mussten, war alles. Der prunkvoll hergerichtete Tisch mit seinen liebevollen Accessoires, hinterliess grossen Eindruck bei der erfahrenen Geschäftsfrau, die selbst auch in ihrem Bekanntenkreis dafür bekannt war, sich als hervorragende Gastgeberin immer etwas Neues einfallen zu lassen und durch ihre gestalterischen Ideen stets den positivsten Eindruck hinterliess.

Auch die Speisen verdienten ausgesprochenes Lob, mehr ging einfach nicht....

Gut gelaunt und frohen Mutes liessen sie sich von einem Taxi zur Musicalhalle fahren. Der Herr beteuerte, dass er ohne Platzanweiser die reservierten Plätze finden würde, schliesslich sei dies ja nicht ihr erster Konzertbesuch. Der Eintrittsabschnitt wurde also von den Platzordnern abgetrennt. Nun dann - auf gings.

Sie verglichen die Zahlen auf den Karten, Block, Sitzreihe und Platz. Als sie ihre Sitzplätze erreichten, waren diese bereits besetzt. Wie konnte das sein...? Sie forderten die Besetzer auf, sich einen anderen Platz zu suchen, dies seien ihre Stühle, die man bereits lange zuvor reserviert habe. Leider wollten diese das nicht einsehen und meinten, ebenfalls reserviert zu haben. Daher verglichen sie mit den fremden Leuten ihre Reservierungsnachweise und stellten fest, dass .... es darf doch nicht wahr sein, .....ihr Termin bereits GESTERN war! Unglaublich, alles stimmte überein - nur das Datum nicht. Mensch, war das peinlich!

Sie fühlten sich von weiterem Publikum, das die kleine Auseinandersetzung mitbekommen hatte, sowie von den Platzhaltern ausgelacht, drehten sich um und verliessen ein wenig verärgert, eiligst den Showroom.

Draussen vor der Halle mussten sie sich erstmal erholen, bis sie dann allerdings über ihr eigenes Missgeschick so fürchterlich lachen mussten, dass sie beschlossen, wo sie doch bereits schon einmal hier waren, noch das Nachtleben in der Stadt zu geniessen.

So wurde es also doch noch ein unvergesslicher Abend......

Es wird heute noch darüber gesprochen - und natürlich gelästert. Es ist eben so: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.....

(c) Christiane Rühmann


Lustiger Irrtum


Als Weihnachtsgeschenk bekamen die Geschäftsleute von ihren bereits erwachsenen Kindern Karten für ein Musical geschenkt. Das Ehepaar freute sich schon jetzt sehr auf dieses Event.

Dieses Musical wurde seit dem Start als so glorreich durch die Medien angepriesen, das es daher bereits Monate zuvor ausverkauft war, und somit keine Chance mehr bestand, für ebenfalls interessierte Freunde, sich an diesem Abend dem Ehepaar anzuschliessen.

Als der Konzertabend nahte, richtete sich das Ehepaar auf einen wunderbaren Abend ein. Es plante vorher ein Candlelight-Dinner und hatte hierzu in der Grossstadt in einem Nobelrestaurant  einen Tisch reserviert. Es sollte ein alles übertreffender, unvergesslicher Abend werden. Und so kam es auch.......

Die Eheleute warfen sich in Robe und starteten rechtzeitig, um relaxt den Abend geniessen zu können, ohne die aus dem Alltag bekannte, zeitweise Hetze. Sie wurden von auffallend elegant gekleidetem Personal empfangen, zu ihrer Niesche begleitet und von vorne bis hinten betüddelt. Dass sie selbst das Essbesteck halten und zum Mund führen mussten, war alles. Der prunkvoll hergerichtete Tisch mit seinen liebevollen Accessoires, hinterliess grossen Eindruck bei der erfahrenen Geschäftsfrau, die selbst auch in ihrem Bekanntenkreis dafür bekannt war, sich als hervorragende Gastgeberin immer etwas Neues einfallen zu lassen und durch ihre gestalterischen Ideen stets den positivsten Eindruck hinterliess.

Auch die Speisen verdienten ausgesprochenes Lob, mehr ging einfach nicht....

Gut gelaunt und frohen Mutes liessen sie sich von einem Taxi zur Musicalhalle fahren. Der Herr beteuerte, dass er ohne Platzanweiser die reservierten Plätze finden würde, schliesslich sei dies ja nicht ihr erster Konzertbesuch. Der Eintrittsabschnitt wurde also von den Platzordnern abgetrennt. Nun dann - auf gings.

Sie verglichen die Zahlen auf den Karten, Block, Sitzreihe und Platz. Als sie ihre Sitzplätze erreichten, waren diese bereits besetzt. Wie konnte das sein...? Sie forderten die Besetzer auf, sich einen anderen Platz zu suchen, dies seien ihre Stühle, die man bereits lange zuvor reserviert habe. Leider wollten diese das nicht einsehen und meinten, ebenfalls reserviert zu haben. Daher verglichen sie mit den fremden Leuten ihre Reservierungsnachweise und stellten fest, dass .... es darf doch nicht wahr sein, .....ihr Termin bereits GESTERN war! Unglaublich, alles stimmte überein - nur das Datum nicht. Mensch, war das peinlich!

Sie fühlten sich von weiterem Publikum, das die kleine Auseinandersetzung mitbekommen hatte, sowie von den Platzhaltern ausgelacht, drehten sich um und verliessen ein wenig verärgert, eiligst den Showroom.

Draussen vor der Halle mussten sie sich erstmal erholen, bis sie dann allerdings über ihr eigenes Missgeschick so fürchterlich lachen mussten, dass sie beschlossen, wo sie doch bereits schon einmal hier waren, noch das Nachtleben in der Stadt zu geniessen.

So wurde es also doch noch ein unvergesslicher Abend......

Es wird heute noch darüber gesprochen - und natürlich gelästert. Es ist eben so: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.....

(c) Christiane Rühmann


Lustiger Irrtum


Als Weihnachtsgeschenk bekamen die Geschäftsleute von ihren bereits erwachsenen Kindern Karten für ein Musical geschenkt. Das Ehepaar freute sich schon jetzt sehr auf dieses Event.

Dieses Musical wurde seit dem Start als so glorreich durch die Medien angepriesen, das es daher bereits Monate zuvor ausverkauft war, und somit keine Chance mehr bestand, für ebenfalls interessierte Freunde, sich an diesem Abend dem Ehepaar anzuschliessen.

Als der Konzertabend nahte, richtete sich das Ehepaar auf einen wunderbaren Abend ein. Es plante vorher ein Candlelight-Dinner und hatte hierzu in der Grossstadt in einem Nobelrestaurant  einen Tisch reserviert. Es sollte ein alles übertreffender, unvergesslicher Abend werden. Und so kam es auch.......

Die Eheleute warfen sich in Robe und starteten rechtzeitig, um relaxt den Abend geniessen zu können, ohne die aus dem Alltag bekannte, zeitweise Hetze. Sie wurden von auffallend elegant gekleidetem Personal empfangen, zu ihrer Niesche begleitet und von vorne bis hinten betüddelt. Dass sie selbst das Essbesteck halten und zum Mund führen mussten, war alles. Der prunkvoll hergerichtete Tisch mit seinen liebevollen Accessoires, hinterliess grossen Eindruck bei der erfahrenen Geschäftsfrau, die selbst auch in ihrem Bekanntenkreis dafür bekannt war, sich als hervorragende Gastgeberin immer etwas Neues einfallen zu lassen und durch ihre gestalterischen Ideen stets den positivsten Eindruck hinterliess.

Auch die Speisen verdienten ausgesprochenes Lob, mehr ging einfach nicht....

Gut gelaunt und frohen Mutes liessen sie sich von einem Taxi zur Musicalhalle fahren. Der Herr beteuerte, dass er ohne Platzanweiser die reservierten Plätze finden würde, schliesslich sei dies ja nicht ihr erster Konzertbesuch. Der Eintrittsabschnitt wurde also von den Platzordnern abgetrennt. Nun dann - auf gings.

Sie verglichen die Zahlen auf den Karten, Block, Sitzreihe und Platz. Als sie ihre Sitzplätze erreichten, waren diese bereits besetzt. Wie konnte das sein...? Sie forderten die Besetzer auf, sich einen anderen Platz zu suchen, dies seien ihre Stühle, die man bereits lange zuvor reserviert habe. Leider wollten diese das nicht einsehen und meinten, ebenfalls reserviert zu haben. Daher verglichen sie mit den fremden Leuten ihre Reservierungsnachweise und stellten fest, dass .... es darf doch nicht wahr sein, .....ihr Termin bereits GESTERN war! Unglaublich, alles stimmte überein - nur das Datum nicht. Mensch, war das peinlich!

Sie fühlten sich von weiterem Publikum, das die kleine Auseinandersetzung mitbekommen hatte, sowie von den Platzhaltern ausgelacht, drehten sich um und verliessen ein wenig verärgert, eiligst den Showroom.

Draussen vor der Halle mussten sie sich erstmal erholen, bis sie dann allerdings über ihr eigenes Missgeschick so fürchterlich lachen mussten, dass sie beschlossen, wo sie doch bereits schon einmal hier waren, noch das Nachtleben in der Stadt zu geniessen.

So wurde es also doch noch ein unvergesslicher Abend......

Es wird heute noch darüber gesprochen - und natürlich gelästert. Es ist eben so: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.....

(c) Christiane Rühmann


Nein



Nein, ich bin nicht einsam,
ich habe Freunde.

Nein, ich bin nicht ängstlich,
ich habe Vertrauen.

Nein, ich bin nicht arm,
ich habe jeden Tag zu essen.

Nein, ich bin nicht traurig,
jeder neue Tag ist lustig.

Nein, ich fühle mich nicht schlecht,
ich lass es mir gut gehen.

Nein, ich muss nicht immer „ja“ sagen,
ich bin schon groß.

Nein, ich füge mich nicht Allem,
ich habe das Recht dazu.

Nein, ich habe keinen Grund zur Klage,
vermutlich, weil ich es wage,
auszubrechen aus der Norm!
genau darum bleib e ich in Form!

© Christiane Rühmann (Feb. 2014)


Nein



Nein, ich bin nicht einsam,
ich habe Freunde.

Nein, ich bin nicht ängstlich,
ich habe Vertrauen.

Nein, ich bin nicht arm,
ich habe jeden Tag zu essen.

Nein, ich bin nicht traurig,
jeder neue Tag ist lustig.

Nein, ich fühle mich nicht schlecht,
ich lass es mir gut gehen.

Nein, ich muss nicht immer „ja“ sagen,
ich bin schon groß.

Nein, ich füge mich nicht Allem,
ich habe das Recht dazu.

Nein, ich habe keinen Grund zur Klage,
vermutlich, weil ich es wage,
auszubrechen aus der Norm!
genau darum bleib e ich in Form!

© Christiane Rühmann (Feb. 2014)


Nein



Nein, ich bin nicht einsam,
ich habe Freunde.

Nein, ich bin nicht ängstlich,
ich habe Vertrauen.

Nein, ich bin nicht arm,
ich habe jeden Tag zu essen.

Nein, ich bin nicht traurig,
jeder neue Tag ist lustig.

Nein, ich fühle mich nicht schlecht,
ich lass es mir gut gehen.

Nein, ich muss nicht immer „ja“ sagen,
ich bin schon groß.

Nein, ich füge mich nicht Allem,
ich habe das Recht dazu.

Nein, ich habe keinen Grund zur Klage,
vermutlich, weil ich es wage,
auszubrechen aus der Norm!
genau darum bleib e ich in Form!

© Christiane Rühmann (Feb. 2014)


Nein



Nein, ich bin nicht einsam,
ich habe Freunde.

Nein, ich bin nicht ängstlich,
ich habe Vertrauen.

Nein, ich bin nicht arm,
ich habe jeden Tag zu essen.

Nein, ich bin nicht traurig,
jeder neue Tag ist lustig.

Nein, ich fühle mich nicht schlecht,
ich lass es mir gut gehen.

Nein, ich muss nicht immer „ja“ sagen,
ich bin schon groß.

Nein, ich füge mich nicht Allem,
ich habe das Recht dazu.

Nein, ich habe keinen Grund zur Klage,
vermutlich, weil ich es wage,
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© Christiane Rühmann (Feb. 2014)


Leben

Leben heißt nicht hinnehmen,
sondern gestalten…


© Christiane Rühmann


Leben

Leben heißt nicht hinnehmen,
sondern gestalten…


© Christiane Rühmann


Leben

Leben heißt nicht hinnehmen,
sondern gestalten…


© Christiane Rühmann


Leben

Leben heißt nicht hinnehmen,
sondern gestalten…


© Christiane Rühmann


Einladung zu meinem 60. Geburtstag
Ich lade zu meinem 60. Geburtstag ein. Dies ist keine öffentliche  facebook-Veranstaltung, sondern nur eine Einladung für Freunde der Literatur und Freunden, die gerne Spaß haben und sich an Gitarren- und Saxophon-Tönen erfreuen können.
Wenn Ihr zu diesen gehört und beabsichtigt, dabei zu sein, dann seid Ihr herzlich willkommen.

Gefeiert wird zum 'Brunch' um 11.00 Uhr in der "Villa Rhodius", Bergische Landstr. 82 A, 51375 Leverkusen-Schlebusch am Samstag, den 15. Februar 2014.

Wenn Ihr teilnehmen möchtet, gebt mir bitte bis zum 31.01.2014 Eure Teilnahme bekannt unter 0151-149 62 457, 02174-625 19 oder via email unter christiane-ruehmann@t-online.de.






Ich freue mich auf Euch !!!

Laßt die Sonne stets auf und nicht untergehen, genießt die schönen Momente im Leben, erfreut Euch an schönen Dingen und bemerkt, welche "schönen Spuren'" das Lebensmeer in Eurem Leben hinterlässt !!!



Einladung zu meinem 60. Geburtstag
Ich lade zu meinem 60. Geburtstag ein. Dies ist keine öffentliche  facebook-Veranstaltung, sondern nur eine Einladung für Freunde der Literatur und Freunden, die gerne Spaß haben und sich an Gitarren- und Saxophon-Tönen erfreuen können.
Wenn Ihr zu diesen gehört und beabsichtigt, dabei zu sein, dann seid Ihr herzlich willkommen.

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Wenn Ihr teilnehmen möchtet, gebt mir bitte bis zum 31.01.2014 Eure Teilnahme bekannt unter 0151-149 62 457, 02174-625 19 oder via email unter christiane-ruehmann@t-online.de.






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Laßt die Sonne stets auf und nicht untergehen, genießt die schönen Momente im Leben, erfreut Euch an schönen Dingen und bemerkt, welche "schönen Spuren'" das Lebensmeer in Eurem Leben hinterlässt !!!



Einladung zu meinem 60. Geburtstag
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Wenn Ihr zu diesen gehört und beabsichtigt, dabei zu sein, dann seid Ihr herzlich willkommen.

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Ich freue mich auf Euch !!!

Laßt die Sonne stets auf und nicht untergehen, genießt die schönen Momente im Leben, erfreut Euch an schönen Dingen und bemerkt, welche "schönen Spuren'" das Lebensmeer in Eurem Leben hinterlässt !!!



Einladung zu meinem 60. Geburtstag
Ich lade zu meinem 60. Geburtstag ein. Dies ist keine öffentliche  facebook-Veranstaltung, sondern nur eine Einladung für Freunde der Literatur und Freunden, die gerne Spaß haben und sich an Gitarren- und Saxophon-Tönen erfreuen können.
Wenn Ihr zu diesen gehört und beabsichtigt, dabei zu sein, dann seid Ihr herzlich willkommen.

Gefeiert wird zum 'Brunch' um 11.00 Uhr in der "Villa Rhodius", Bergische Landstr. 82 A, 51375 Leverkusen-Schlebusch am Samstag, den 15. Februar 2014.

Wenn Ihr teilnehmen möchtet, gebt mir bitte bis zum 31.01.2014 Eure Teilnahme bekannt unter 0151-149 62 457, 02174-625 19 oder via email unter christiane-ruehmann@t-online.de.






Ich freue mich auf Euch !!!

Laßt die Sonne stets auf und nicht untergehen, genießt die schönen Momente im Leben, erfreut Euch an schönen Dingen und bemerkt, welche "schönen Spuren'" das Lebensmeer in Eurem Leben hinterlässt !!!



Dachbodengestöber



Eine große Trinkwassertalsperre sollte es werden, die den gesamten Kreis mit ihrem reinen Wasser versorgen sollte.
Bereits vor Jahren wurde dies beschlossen, doch ließen sich die dort seit  Jahrzehnten oder sogar seit Jahrhunderten mit ihren generationsübergreifend ansässigen Bewohnern, die hier zum größten Teil ihre Landwirtschafts- und Obstbaubetriebe bewirtschafteten, nicht so ganz kampflos aus ihrer gewohnten Umgebung vertreiben. Manche allerdings nahmen widerstandslos und bereitwillig die ihnen wegen der Umsiedlung angebotene Abfindung entgegen, bauten sich anderswo eine neue Existenz auf. Überwiegend waren es jüngere Familien, die diesen Schritt wählten. Die älteren Siedler hingegen, weigerten sich kämpferisch, ihren gewohnten Lebensraum zu verlassen.
Auf einer Bürgerversammlung im Dorfkrug, der sich dort noch befand, wo später die Sperrmauer gebaut werden sollte, traf man sich, um nochmals mit den Abgeordneten des Landes über die Umsiedlung zu verhandeln. Protestantisch nahmen die hartnäckigen Ortsbewohner an dieser Zusammenkunft teil und erreichten zu guter Letzt, dass die Regierung die angebotene Abfindung pro Familie noch um einige tausend Mark erhöhte. Insgeheim hatten, selbst von den alt eingesessenen Anwohnern, manche genau darauf spekuliert. Was sollte man denn schließlich auch noch hier? Die Jugend hatte es längst verschlagen. Nicht einmal mehr einen Doktor gab es in ihrem Dorf. Also, warum nicht auch weg von hier? Das angebotene Geld würde für den Lebensabend sicher ausreichen.
Nach sich über Jahre hinweg ziehenden Verhandlungen, wurde das Land nun endlich Sieger – oder hatten doch die Anwohner gesiegt?
Egal. In den kommenden Monaten hatten die Möbelspediteure aus den näher gelegenen Städten einiges zu tun. Transport für Transport wurden Hab und Gut in ein neues Leben befördert. Am unteren Ende des Tales hatte man derweil damit begonnen, Wälder zu roden und vereinzelte Gehöfte dem Erdboden gleich zu machen. Andere Gebiete wollte man nur fluten.
Aus unbeteiligter Sicht betrachtet, sah man hier den Beginn eines neuen Zeitalters.
Bevor Schmitzens ihr geliebtes Gehöft verließen, verkauften sie noch durchaus brauchbare Wertegenstände, wie z.B. den alten Traktor, den Mähdrescher oder den Gülletank-Anhänger. Von diesen Erlösen wollten sie sich neue Möbel leisten. Sie wollten ihren Lebensabend genießen, das hatten sie sich vorgenommen. Den Kindern und Enkeln war das nur recht, sie liebten ihre Eltern und Großeltern, begrüßten, dass sie sich endlich der Neuzeit beugten.
Katja, Schmitzens Enkelin, hatte Kunst studiert und arbeitete zur Zeit bei einem Restaurateur. Nebenher betrieb sie mit ihrer besten Freundin Rike einen kleinen Trödelladen in der nächsten Kleinstadt, der recht gut florierte. Nun kam ihnen der Gedanke, sich vor der Flutung, in der „Geisterstadt“  ganz ungezwungen auf den Dachböden der noch verbliebenen Häuser umzuschauen, um nach Raritäten zu suchen.
Um nicht als Plünderer da zu stehen, holten sie sich von Schmitzens und den übrigen Ex-Bewohnern die Erlaubnis hierzu ein. Alle kannten Katja – schließlich war sie ebenfalls hier aufgewachsen und jeder mochte das aufgeschlossene lustige Mädchen, mit seinen Sommersprossen und geflochtenen Haaren, das zu einer stattlichen Frau geworden war.
Daher gab es keinen Grund, ihrem Begehren nicht zuzustimmen, etwa zu untersagen, sich in den alten Gemäuern umzuschauen. Hier gab es ja eh nur noch alten Krempel, meinten sie.
Katja und Rike sahen das anders. Sie hatten sogar eine Idee, die sie sich aber nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen wollten.
Am Wochenende hatten die beiden verabredet, sich in Katjas Jugenddorf umzuschauen. Sie fuhren gemeinsam mit dem Pick-up des Restaurators am frühen Morgen los. Es war schon etwas gespenstisch, alles hier so verlassen und ohne Leben vorzufinden, aber es hatte auch einen Hauch von Abenteuer. Sie betraten das Haus der Schmitzens. Es befanden sich kaum noch Möbel hier. Die meisten waren auf dem Sperrmüll gelandet oder waren mit umgezogen worden. Nur noch wenige Stücke, die als alt und wertlos galten, konnte man vereinzelt in den ansonsten leeren Räumen finden.
„Schau mal hier, die alte Kommode, ist sie nicht wunderschön? Die muss ja schon mindestens hundertfünfzig  Jahre alt sein. Mal schauen, ob die Schubladen leer sind.“ Rike öffnete eine Lade nach der anderen. Sie waren inhaltslos. Katja machte sich auf den Weg, über knarrende Dielen, zur Dachbodentreppe, um diese nach oben zu steigen. Vorsichtig öffnete sie die Luke, und blinzelte durch den schmalen Spalt auf den staubigen Dachboden. Als Kind war sie oft hier oben gewesen, hatte gespielt, mit ihren Puppen, oder hatte sich verkleidet mit den alten Kleidern, die sie in der Truhe der Großmutter gefunden hatte. Sie schulterte den Lukendeckel und öffnete ihn ganz.
„Rike, komm mal schnell!“
„Wo bist Du?“
„Hier oben, auf dem Dachboden.“
Rike stapfte nun ebenfalls die Stufen empor. Sie kannte solche Dachböden nicht, war in der Stadt aufgewachsen und kannte nur Kellerverschläge.
„Wow“, staunte sie: „Ist das toll hier“.
Sie öffneten die verstaubten Dachfenster und entfernten die dunklen Gardinen vor den Gaubenfenstern, schlugen die Fensterflügel auf und atmeten zunächst einmal gründlich durch.
„Schau Dir mal die Aussicht an, Rike. Von hier oben habe ich oft Papierschwalben fliegen lassen oder mit Kirschkernen gespuckt. Wenn ich traurig war, habe ich mich hier auch heimlich versteckt und geweint. Irgendwo muss hier doch die alte Truhe stehen, in die Oma alles alte Krams gepackt hat.“
Sie schauten sich um. Da stand sie ja. Puuhh, war die verstaubt. Behutsam öffneten sie gemeinsam den gewölbten Deckel, der mit unglaublich schönen Scharnieren verziert war. „Katja, allein die Truhe ist ein Schätzchen!“
Rike war begeistert. Ihr Inhalt sollte beide Frauen noch mehr begeistern.
Obenauf befanden sich wunderschöne alte Rüschenblusen. Hah, da war ja das alte Schnürkorsett, in dem Tanjas Urgroßmutter bereits gesteckt hatte. Hierüber gab es sogar ein Foto, schwarz-weiß und mit vernebelten Rändern. Unter weiteren Kleidungsstücken befand sich ein mit rotem Seidenband geschnürtes Päckchen.
„Schau mal, das sieht aus, wie Briefe.“
Tanja öffnete die Schleife und einen der Umschläge.
„Liebesbriefe……!“
Sie lächelte, als sie die Zeilen überflog.
„Die sind von meinem Großvater – aus dem Krieg, an meine Oma. Wie süüüüüsss…, sie hat sie alle aufbewahrt.“
Die jungen Frauen stöberten weiter und entdeckten ein Schätzchen nach dem anderen. Je mehr sie fanden, umso entschlossener waren sie, ihre gemeinsame Idee umzusetzen. Ja, das wollten sie tun.
Allein in diesem Haus gab es noch Etliches zu entdecken, wie mochte es wohl in den anderen Häusern des zukünftigen ‚Atlantis‘ aussehen? Alles an einem Tag zu besichtigen, schafften sie sowieso nicht. Das würde ein längeres Unternehmen werden, aber auch ein spannendes und hoffentlich erfolgreiches.
Am Abend fuhren sie mit einem bereits vollgeladenen Transporter zurück in die Stadt. Das mitgebrachte Gerümpel luden sie in der alten Bücherei ab. Diese war ins Rathaus umgezogen. Sie brauchten für die Räumlichkeiten vorübergehend noch nicht einmal Miete zu zahlen.
In den kommenden Wochen arbeiteten beide von morgens bis abends an der Umsetzung ihrer Idee. Nur wenige Freunde waren eingeweiht und informiert, was ihre Planung anbelangte. Tanjas Chef, der Restaurateur,  unterstützte sie ebenfalls, so gut er konnte. Nun wurde es langsam Zeit, sich um die Briefe zu kümmern. Briefe?
„Tanja, hast Du die Einladungen schon gedruckt? Wir müssen sie allmählich verschicken.“
 „Ja, sie sind fertig und müssen nur noch mit den Anschriften versehen werden“. 
Die Anschriften aller ehemaligen „Geisterdorf-Bewohner“, hatten sie mit Hilfe des Einwohnermeldeamtes oder Verwandter und Bekannter in Erfahrung gebracht. Sie sollten alle nochmal wieder, so wie früher im alten Dorfkrug, zusammen finden und einen Ort haben, an dem sich ihre Erinnerungen geballt aufhielten und gegenwärtig waren.
Tanja und Rike hatten aus den alten Bücherei-Räumen ein Museum gemacht -  ein Heimatmuseum.  
Es war wunderschön geworden. Mit viel Sachkenntnis und Liebe zum Detail platzierten sie alle Überbleibsel in den vier ihnen zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten. Den Segen des Bürgermeisters und der Gemeindeverwaltung hatten sie. Diese waren sogar von der Idee begeistert.
Es gab einen Raum, in dem landwirtschaftliche Hilfsgüter zu finden waren, wie etwa Dreschflegel, eine Rüben- und Runkel-Schnipsel-Maschine, Sensen, Sicheln, Holz-Schubkarren und Ähnliches.
Im zweiten Raum befanden sich Dinge rund um die Küche, wie alte Kohleherde, Koch- und Essgeschirr, von Hand zu drehende Kaffeemühlen, gehäkelte Topflappen in sämtlichen Mustern, Holzlöffel, Schöpfkellen usw., aufgelockert durch altmodische Küchenschränke mit ihren Brotfächern und mit Gardinchen behangenen Schranktüren.
Selbst große Wäschebottiche, deren Wasser von unten noch mit Holzfeuer oder Briketts auf Kochtemperatur gebracht werden mussten, waren hier aufgestellt. Waschbretter und Wäschezangen gehörten ebenso dazu.
Viele Requisiten waren noch handgefertigt, gezimmert, geschustert, verziert, graviert oder Sonstiges und trugen noch die Initialen ihrer Schöpfer.
Im nächsten Zimmer konnte man Kleidungsstücke bewundern. Tanja und Rike hatten sich von einer Bekleidungsfirma zu diesem Zweck Schaufensterpuppen sponsern lassen, denen sie die alten Reif-Röcke , Rüschenblusen, Küchenschürzen, Petticoats, selbst gestrickte Skipullover und Socken anzogen. In einem alten Ohrensessel hatten sie einer Puppe ein Rüschenkopftuch aufgezogen, ihr eine runde Brille auf die Nase gesetzt, sie mit Omas Kleidung angezogen und ihr noch ein paar Stricknadeln und Wolle in die Hände gegeben. Sie sah wie eine richtig echte Omi aus. Ihre Füße steckten in wulstigen karierten Filzpantoffeln und ruhten auf einer Fußbank. Daneben stand ein Weidenkorb, in dem sich lauter Wollknäuel, Strick- und Häkelnadeln  befanden. Auf einem winzigen Holztischchen, auf einem selbst gehäkelten runden Tischdeckchen stand ein Kerzenständer, der die wohlige Atmosphäre symbolisieren sollte und wohl auch ursprünglich als Lichtspender gedient hatte.  Irgendwie fühlten sie sich in ein anderes Jahrhundert versetzt. Perfekt ! …..
Jetzt nur noch die Gallerie. Tanja und Rike hatten die alten, noch nicht eingerahmten Fotos liebevoll in Holzrahmen gelegt und diese dann versetzt, einige mit Kommentaren versehen, an die Wände in dem letzten Zimmer angebracht. Sie hatten darauf geachtet, diese möglichst nach Familien, Jahrgängen und Ereignissen zu sortieren. Alte Bücher, Zeitungen, viele alte Briefe, auch die von ihren Großeltern, wurden in Glasvitrinen untergebracht und mit Samttüchern unterlegt. Die Schriften der Briefe konnte man wohl sehen, nicht aber die unterzeichnenden Namen. Die hatten sie überlappt und durch einen nächsten Brief abgedeckt. Richtig chic war er geworden, der Raum. Spotleuchten bescherten  den Sehenswürdigkeiten das entsprechende Ambiente. Ach was – das ganze Dorfmuseum war einfach der Hit!
Nächste Woche sollte die Eröffnung sein und sie waren mächtig gespannt, ob alle kommen würden. Ihr Vorhaben hatten sie sogar überregional in den Zeitungen ankündigen lassen. Einige Leute hatten bereits ihr Erscheinen angekündigt. Sie gingen nochmals Raum für Raum durch und veränderten die eine oder andere Dekoration, bis sie der Meinung waren, dass jedes Detail stimmte. Sogar der Bürgermeister hatte den beiden Frauen zu ihrer hervorragenden Arbeit gratuliert und ihnen zugesagt, die Eröffnungsrede zu halten. Gemeinderat und Presse waren ebenfalls eingeladen.
Nun war es soweit. Samstag, 15.00 Uhr. Ein mächtiges Buffet mit Fingerfood, war die Spende des örtlichen Partyservices, der auch die zahlreichen Gläser für die Getränke zur Verfügung gestellt hatte. Nur um die Getränke hatten sich Tanja und Rike selbst zu kümmern.
Über dem Eingangsbereich hing ein selbst angefertigtes Schild. Darauf stand in nostalgischen Buchstaben zu lesen „Dorfmuseum Diereshausen“. Darunter befand sich seitlich ein altes Pult mit einem in Leder gebundenem Gästebuch. Hier konnten sich alle Besucher eintragen. Die beiden hatten einfach an alles gedacht.
Da kamen sie endlich – und wie sie kamen! Drei Reisebusse und etliche PKW rollten vor. Jemand hatte es so organisiert und die Alten reihum abgeholt. Natürlich gab es auch viele Besucher aus der Umgebung, die sich für das neue Museum interessierten.
Wow, damit hatten Tanja und Rike nicht gerechnet, aber sie waren natürlich begeistert, genau, wie die Besucher, die die liebevoll hergerichteten Räume bewunderten und sich oder vielmehr ihre Vergangenheit darin wieder fanden. Sie tuschelten, steckten die Köpfe zusammen, stießen sich gegenseitig an, kicherten und redeten sinnend:
„Weißt Du noch..?“
 Oder: „Guck mal, das war doch unser…., da bist Du ja, oder: Ist das nicht Deine Schrift?……“
Opa Schmitz nahm seine Enkelin stolz in den Arm:
„Tanja, wir alle hier danken Euch von ganzem Herzen. Jetzt haben wir, dank Euch beiden, einen Ort der Vergangenheit, der trotzdem weiter lebt. Ihr seid großartig. Eine ganz tolle Idee von Euch…!“
In der kommenden Woche erreichte Tanja ein Brief ihres Großvaters. Sie öffnete ihn und zog einen großzügigen Scheck in sechsstelliger Höhe heraus – für ihren und Rikes Laden – und das Museum – als Unterhaltungshilfe, sozusagen. Alle ehemaligen Bewohner von Diereshausen hatten zusammen gelegt und so ergab sich diese stattliche Summe.
Geballt bedankten sie sich, obwohl sie sich längst im Gästebuch verewigt hatten, nochmals namentlich aufgeführt,  und gaben ihrer Begeisterung wiederholt Ausdruck für die gelungene Idee und die Freude, die die beiden Frauen ihnen damit gemacht hatten.
So lebt das Dorf weiter, auch wenn es mittlerweile überflutet ist.
© Christiane Rühmann


Dachbodengestöber



Eine große Trinkwassertalsperre sollte es werden, die den gesamten Kreis mit ihrem reinen Wasser versorgen sollte.
Bereits vor Jahren wurde dies beschlossen, doch ließen sich die dort seit  Jahrzehnten oder sogar seit Jahrhunderten mit ihren generationsübergreifend ansässigen Bewohnern, die hier zum größten Teil ihre Landwirtschafts- und Obstbaubetriebe bewirtschafteten, nicht so ganz kampflos aus ihrer gewohnten Umgebung vertreiben. Manche allerdings nahmen widerstandslos und bereitwillig die ihnen wegen der Umsiedlung angebotene Abfindung entgegen, bauten sich anderswo eine neue Existenz auf. Überwiegend waren es jüngere Familien, die diesen Schritt wählten. Die älteren Siedler hingegen, weigerten sich kämpferisch, ihren gewohnten Lebensraum zu verlassen.
Auf einer Bürgerversammlung im Dorfkrug, der sich dort noch befand, wo später die Sperrmauer gebaut werden sollte, traf man sich, um nochmals mit den Abgeordneten des Landes über die Umsiedlung zu verhandeln. Protestantisch nahmen die hartnäckigen Ortsbewohner an dieser Zusammenkunft teil und erreichten zu guter Letzt, dass die Regierung die angebotene Abfindung pro Familie noch um einige tausend Mark erhöhte. Insgeheim hatten, selbst von den alt eingesessenen Anwohnern, manche genau darauf spekuliert. Was sollte man denn schließlich auch noch hier? Die Jugend hatte es längst verschlagen. Nicht einmal mehr einen Doktor gab es in ihrem Dorf. Also, warum nicht auch weg von hier? Das angebotene Geld würde für den Lebensabend sicher ausreichen.
Nach sich über Jahre hinweg ziehenden Verhandlungen, wurde das Land nun endlich Sieger – oder hatten doch die Anwohner gesiegt?
Egal. In den kommenden Monaten hatten die Möbelspediteure aus den näher gelegenen Städten einiges zu tun. Transport für Transport wurden Hab und Gut in ein neues Leben befördert. Am unteren Ende des Tales hatte man derweil damit begonnen, Wälder zu roden und vereinzelte Gehöfte dem Erdboden gleich zu machen. Andere Gebiete wollte man nur fluten.
Aus unbeteiligter Sicht betrachtet, sah man hier den Beginn eines neuen Zeitalters.
Bevor Schmitzens ihr geliebtes Gehöft verließen, verkauften sie noch durchaus brauchbare Wertegenstände, wie z.B. den alten Traktor, den Mähdrescher oder den Gülletank-Anhänger. Von diesen Erlösen wollten sie sich neue Möbel leisten. Sie wollten ihren Lebensabend genießen, das hatten sie sich vorgenommen. Den Kindern und Enkeln war das nur recht, sie liebten ihre Eltern und Großeltern, begrüßten, dass sie sich endlich der Neuzeit beugten.
Katja, Schmitzens Enkelin, hatte Kunst studiert und arbeitete zur Zeit bei einem Restaurateur. Nebenher betrieb sie mit ihrer besten Freundin Rike einen kleinen Trödelladen in der nächsten Kleinstadt, der recht gut florierte. Nun kam ihnen der Gedanke, sich vor der Flutung, in der „Geisterstadt“  ganz ungezwungen auf den Dachböden der noch verbliebenen Häuser umzuschauen, um nach Raritäten zu suchen.
Um nicht als Plünderer da zu stehen, holten sie sich von Schmitzens und den übrigen Ex-Bewohnern die Erlaubnis hierzu ein. Alle kannten Katja – schließlich war sie ebenfalls hier aufgewachsen und jeder mochte das aufgeschlossene lustige Mädchen, mit seinen Sommersprossen und geflochtenen Haaren, das zu einer stattlichen Frau geworden war.
Daher gab es keinen Grund, ihrem Begehren nicht zuzustimmen, etwa zu untersagen, sich in den alten Gemäuern umzuschauen. Hier gab es ja eh nur noch alten Krempel, meinten sie.
Katja und Rike sahen das anders. Sie hatten sogar eine Idee, die sie sich aber nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen wollten.
Am Wochenende hatten die beiden verabredet, sich in Katjas Jugenddorf umzuschauen. Sie fuhren gemeinsam mit dem Pick-up des Restaurators am frühen Morgen los. Es war schon etwas gespenstisch, alles hier so verlassen und ohne Leben vorzufinden, aber es hatte auch einen Hauch von Abenteuer. Sie betraten das Haus der Schmitzens. Es befanden sich kaum noch Möbel hier. Die meisten waren auf dem Sperrmüll gelandet oder waren mit umgezogen worden. Nur noch wenige Stücke, die als alt und wertlos galten, konnte man vereinzelt in den ansonsten leeren Räumen finden.
„Schau mal hier, die alte Kommode, ist sie nicht wunderschön? Die muss ja schon mindestens hundertfünfzig  Jahre alt sein. Mal schauen, ob die Schubladen leer sind.“ Rike öffnete eine Lade nach der anderen. Sie waren inhaltslos. Katja machte sich auf den Weg, über knarrende Dielen, zur Dachbodentreppe, um diese nach oben zu steigen. Vorsichtig öffnete sie die Luke, und blinzelte durch den schmalen Spalt auf den staubigen Dachboden. Als Kind war sie oft hier oben gewesen, hatte gespielt, mit ihren Puppen, oder hatte sich verkleidet mit den alten Kleidern, die sie in der Truhe der Großmutter gefunden hatte. Sie schulterte den Lukendeckel und öffnete ihn ganz.
„Rike, komm mal schnell!“
„Wo bist Du?“
„Hier oben, auf dem Dachboden.“
Rike stapfte nun ebenfalls die Stufen empor. Sie kannte solche Dachböden nicht, war in der Stadt aufgewachsen und kannte nur Kellerverschläge.
„Wow“, staunte sie: „Ist das toll hier“.
Sie öffneten die verstaubten Dachfenster und entfernten die dunklen Gardinen vor den Gaubenfenstern, schlugen die Fensterflügel auf und atmeten zunächst einmal gründlich durch.
„Schau Dir mal die Aussicht an, Rike. Von hier oben habe ich oft Papierschwalben fliegen lassen oder mit Kirschkernen gespuckt. Wenn ich traurig war, habe ich mich hier auch heimlich versteckt und geweint. Irgendwo muss hier doch die alte Truhe stehen, in die Oma alles alte Krams gepackt hat.“
Sie schauten sich um. Da stand sie ja. Puuhh, war die verstaubt. Behutsam öffneten sie gemeinsam den gewölbten Deckel, der mit unglaublich schönen Scharnieren verziert war. „Katja, allein die Truhe ist ein Schätzchen!“
Rike war begeistert. Ihr Inhalt sollte beide Frauen noch mehr begeistern.
Obenauf befanden sich wunderschöne alte Rüschenblusen. Hah, da war ja das alte Schnürkorsett, in dem Tanjas Urgroßmutter bereits gesteckt hatte. Hierüber gab es sogar ein Foto, schwarz-weiß und mit vernebelten Rändern. Unter weiteren Kleidungsstücken befand sich ein mit rotem Seidenband geschnürtes Päckchen.
„Schau mal, das sieht aus, wie Briefe.“
Tanja öffnete die Schleife und einen der Umschläge.
„Liebesbriefe……!“
Sie lächelte, als sie die Zeilen überflog.
„Die sind von meinem Großvater – aus dem Krieg, an meine Oma. Wie süüüüüsss…, sie hat sie alle aufbewahrt.“
Die jungen Frauen stöberten weiter und entdeckten ein Schätzchen nach dem anderen. Je mehr sie fanden, umso entschlossener waren sie, ihre gemeinsame Idee umzusetzen. Ja, das wollten sie tun.
Allein in diesem Haus gab es noch Etliches zu entdecken, wie mochte es wohl in den anderen Häusern des zukünftigen ‚Atlantis‘ aussehen? Alles an einem Tag zu besichtigen, schafften sie sowieso nicht. Das würde ein längeres Unternehmen werden, aber auch ein spannendes und hoffentlich erfolgreiches.
Am Abend fuhren sie mit einem bereits vollgeladenen Transporter zurück in die Stadt. Das mitgebrachte Gerümpel luden sie in der alten Bücherei ab. Diese war ins Rathaus umgezogen. Sie brauchten für die Räumlichkeiten vorübergehend noch nicht einmal Miete zu zahlen.
In den kommenden Wochen arbeiteten beide von morgens bis abends an der Umsetzung ihrer Idee. Nur wenige Freunde waren eingeweiht und informiert, was ihre Planung anbelangte. Tanjas Chef, der Restaurateur,  unterstützte sie ebenfalls, so gut er konnte. Nun wurde es langsam Zeit, sich um die Briefe zu kümmern. Briefe?
„Tanja, hast Du die Einladungen schon gedruckt? Wir müssen sie allmählich verschicken.“
 „Ja, sie sind fertig und müssen nur noch mit den Anschriften versehen werden“. 
Die Anschriften aller ehemaligen „Geisterdorf-Bewohner“, hatten sie mit Hilfe des Einwohnermeldeamtes oder Verwandter und Bekannter in Erfahrung gebracht. Sie sollten alle nochmal wieder, so wie früher im alten Dorfkrug, zusammen finden und einen Ort haben, an dem sich ihre Erinnerungen geballt aufhielten und gegenwärtig waren.
Tanja und Rike hatten aus den alten Bücherei-Räumen ein Museum gemacht -  ein Heimatmuseum.  
Es war wunderschön geworden. Mit viel Sachkenntnis und Liebe zum Detail platzierten sie alle Überbleibsel in den vier ihnen zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten. Den Segen des Bürgermeisters und der Gemeindeverwaltung hatten sie. Diese waren sogar von der Idee begeistert.
Es gab einen Raum, in dem landwirtschaftliche Hilfsgüter zu finden waren, wie etwa Dreschflegel, eine Rüben- und Runkel-Schnipsel-Maschine, Sensen, Sicheln, Holz-Schubkarren und Ähnliches.
Im zweiten Raum befanden sich Dinge rund um die Küche, wie alte Kohleherde, Koch- und Essgeschirr, von Hand zu drehende Kaffeemühlen, gehäkelte Topflappen in sämtlichen Mustern, Holzlöffel, Schöpfkellen usw., aufgelockert durch altmodische Küchenschränke mit ihren Brotfächern und mit Gardinchen behangenen Schranktüren.
Selbst große Wäschebottiche, deren Wasser von unten noch mit Holzfeuer oder Briketts auf Kochtemperatur gebracht werden mussten, waren hier aufgestellt. Waschbretter und Wäschezangen gehörten ebenso dazu.
Viele Requisiten waren noch handgefertigt, gezimmert, geschustert, verziert, graviert oder Sonstiges und trugen noch die Initialen ihrer Schöpfer.
Im nächsten Zimmer konnte man Kleidungsstücke bewundern. Tanja und Rike hatten sich von einer Bekleidungsfirma zu diesem Zweck Schaufensterpuppen sponsern lassen, denen sie die alten Reif-Röcke , Rüschenblusen, Küchenschürzen, Petticoats, selbst gestrickte Skipullover und Socken anzogen. In einem alten Ohrensessel hatten sie einer Puppe ein Rüschenkopftuch aufgezogen, ihr eine runde Brille auf die Nase gesetzt, sie mit Omas Kleidung angezogen und ihr noch ein paar Stricknadeln und Wolle in die Hände gegeben. Sie sah wie eine richtig echte Omi aus. Ihre Füße steckten in wulstigen karierten Filzpantoffeln und ruhten auf einer Fußbank. Daneben stand ein Weidenkorb, in dem sich lauter Wollknäuel, Strick- und Häkelnadeln  befanden. Auf einem winzigen Holztischchen, auf einem selbst gehäkelten runden Tischdeckchen stand ein Kerzenständer, der die wohlige Atmosphäre symbolisieren sollte und wohl auch ursprünglich als Lichtspender gedient hatte.  Irgendwie fühlten sie sich in ein anderes Jahrhundert versetzt. Perfekt ! …..
Jetzt nur noch die Gallerie. Tanja und Rike hatten die alten, noch nicht eingerahmten Fotos liebevoll in Holzrahmen gelegt und diese dann versetzt, einige mit Kommentaren versehen, an die Wände in dem letzten Zimmer angebracht. Sie hatten darauf geachtet, diese möglichst nach Familien, Jahrgängen und Ereignissen zu sortieren. Alte Bücher, Zeitungen, viele alte Briefe, auch die von ihren Großeltern, wurden in Glasvitrinen untergebracht und mit Samttüchern unterlegt. Die Schriften der Briefe konnte man wohl sehen, nicht aber die unterzeichnenden Namen. Die hatten sie überlappt und durch einen nächsten Brief abgedeckt. Richtig chic war er geworden, der Raum. Spotleuchten bescherten  den Sehenswürdigkeiten das entsprechende Ambiente. Ach was – das ganze Dorfmuseum war einfach der Hit!
Nächste Woche sollte die Eröffnung sein und sie waren mächtig gespannt, ob alle kommen würden. Ihr Vorhaben hatten sie sogar überregional in den Zeitungen ankündigen lassen. Einige Leute hatten bereits ihr Erscheinen angekündigt. Sie gingen nochmals Raum für Raum durch und veränderten die eine oder andere Dekoration, bis sie der Meinung waren, dass jedes Detail stimmte. Sogar der Bürgermeister hatte den beiden Frauen zu ihrer hervorragenden Arbeit gratuliert und ihnen zugesagt, die Eröffnungsrede zu halten. Gemeinderat und Presse waren ebenfalls eingeladen.
Nun war es soweit. Samstag, 15.00 Uhr. Ein mächtiges Buffet mit Fingerfood, war die Spende des örtlichen Partyservices, der auch die zahlreichen Gläser für die Getränke zur Verfügung gestellt hatte. Nur um die Getränke hatten sich Tanja und Rike selbst zu kümmern.
Über dem Eingangsbereich hing ein selbst angefertigtes Schild. Darauf stand in nostalgischen Buchstaben zu lesen „Dorfmuseum Diereshausen“. Darunter befand sich seitlich ein altes Pult mit einem in Leder gebundenem Gästebuch. Hier konnten sich alle Besucher eintragen. Die beiden hatten einfach an alles gedacht.
Da kamen sie endlich – und wie sie kamen! Drei Reisebusse und etliche PKW rollten vor. Jemand hatte es so organisiert und die Alten reihum abgeholt. Natürlich gab es auch viele Besucher aus der Umgebung, die sich für das neue Museum interessierten.
Wow, damit hatten Tanja und Rike nicht gerechnet, aber sie waren natürlich begeistert, genau, wie die Besucher, die die liebevoll hergerichteten Räume bewunderten und sich oder vielmehr ihre Vergangenheit darin wieder fanden. Sie tuschelten, steckten die Köpfe zusammen, stießen sich gegenseitig an, kicherten und redeten sinnend:
„Weißt Du noch..?“
 Oder: „Guck mal, das war doch unser…., da bist Du ja, oder: Ist das nicht Deine Schrift?……“
Opa Schmitz nahm seine Enkelin stolz in den Arm:
„Tanja, wir alle hier danken Euch von ganzem Herzen. Jetzt haben wir, dank Euch beiden, einen Ort der Vergangenheit, der trotzdem weiter lebt. Ihr seid großartig. Eine ganz tolle Idee von Euch…!“
In der kommenden Woche erreichte Tanja ein Brief ihres Großvaters. Sie öffnete ihn und zog einen großzügigen Scheck in sechsstelliger Höhe heraus – für ihren und Rikes Laden – und das Museum – als Unterhaltungshilfe, sozusagen. Alle ehemaligen Bewohner von Diereshausen hatten zusammen gelegt und so ergab sich diese stattliche Summe.
Geballt bedankten sie sich, obwohl sie sich längst im Gästebuch verewigt hatten, nochmals namentlich aufgeführt,  und gaben ihrer Begeisterung wiederholt Ausdruck für die gelungene Idee und die Freude, die die beiden Frauen ihnen damit gemacht hatten.
So lebt das Dorf weiter, auch wenn es mittlerweile überflutet ist.
© Christiane Rühmann


Dachbodengestöber



Eine große Trinkwassertalsperre sollte es werden, die den gesamten Kreis mit ihrem reinen Wasser versorgen sollte.
Bereits vor Jahren wurde dies beschlossen, doch ließen sich die dort seit  Jahrzehnten oder sogar seit Jahrhunderten mit ihren generationsübergreifend ansässigen Bewohnern, die hier zum größten Teil ihre Landwirtschafts- und Obstbaubetriebe bewirtschafteten, nicht so ganz kampflos aus ihrer gewohnten Umgebung vertreiben. Manche allerdings nahmen widerstandslos und bereitwillig die ihnen wegen der Umsiedlung angebotene Abfindung entgegen, bauten sich anderswo eine neue Existenz auf. Überwiegend waren es jüngere Familien, die diesen Schritt wählten. Die älteren Siedler hingegen, weigerten sich kämpferisch, ihren gewohnten Lebensraum zu verlassen.
Auf einer Bürgerversammlung im Dorfkrug, der sich dort noch befand, wo später die Sperrmauer gebaut werden sollte, traf man sich, um nochmals mit den Abgeordneten des Landes über die Umsiedlung zu verhandeln. Protestantisch nahmen die hartnäckigen Ortsbewohner an dieser Zusammenkunft teil und erreichten zu guter Letzt, dass die Regierung die angebotene Abfindung pro Familie noch um einige tausend Mark erhöhte. Insgeheim hatten, selbst von den alt eingesessenen Anwohnern, manche genau darauf spekuliert. Was sollte man denn schließlich auch noch hier? Die Jugend hatte es längst verschlagen. Nicht einmal mehr einen Doktor gab es in ihrem Dorf. Also, warum nicht auch weg von hier? Das angebotene Geld würde für den Lebensabend sicher ausreichen.
Nach sich über Jahre hinweg ziehenden Verhandlungen, wurde das Land nun endlich Sieger – oder hatten doch die Anwohner gesiegt?
Egal. In den kommenden Monaten hatten die Möbelspediteure aus den näher gelegenen Städten einiges zu tun. Transport für Transport wurden Hab und Gut in ein neues Leben befördert. Am unteren Ende des Tales hatte man derweil damit begonnen, Wälder zu roden und vereinzelte Gehöfte dem Erdboden gleich zu machen. Andere Gebiete wollte man nur fluten.
Aus unbeteiligter Sicht betrachtet, sah man hier den Beginn eines neuen Zeitalters.
Bevor Schmitzens ihr geliebtes Gehöft verließen, verkauften sie noch durchaus brauchbare Wertegenstände, wie z.B. den alten Traktor, den Mähdrescher oder den Gülletank-Anhänger. Von diesen Erlösen wollten sie sich neue Möbel leisten. Sie wollten ihren Lebensabend genießen, das hatten sie sich vorgenommen. Den Kindern und Enkeln war das nur recht, sie liebten ihre Eltern und Großeltern, begrüßten, dass sie sich endlich der Neuzeit beugten.
Katja, Schmitzens Enkelin, hatte Kunst studiert und arbeitete zur Zeit bei einem Restaurateur. Nebenher betrieb sie mit ihrer besten Freundin Rike einen kleinen Trödelladen in der nächsten Kleinstadt, der recht gut florierte. Nun kam ihnen der Gedanke, sich vor der Flutung, in der „Geisterstadt“  ganz ungezwungen auf den Dachböden der noch verbliebenen Häuser umzuschauen, um nach Raritäten zu suchen.
Um nicht als Plünderer da zu stehen, holten sie sich von Schmitzens und den übrigen Ex-Bewohnern die Erlaubnis hierzu ein. Alle kannten Katja – schließlich war sie ebenfalls hier aufgewachsen und jeder mochte das aufgeschlossene lustige Mädchen, mit seinen Sommersprossen und geflochtenen Haaren, das zu einer stattlichen Frau geworden war.
Daher gab es keinen Grund, ihrem Begehren nicht zuzustimmen, etwa zu untersagen, sich in den alten Gemäuern umzuschauen. Hier gab es ja eh nur noch alten Krempel, meinten sie.
Katja und Rike sahen das anders. Sie hatten sogar eine Idee, die sie sich aber nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen wollten.
Am Wochenende hatten die beiden verabredet, sich in Katjas Jugenddorf umzuschauen. Sie fuhren gemeinsam mit dem Pick-up des Restaurators am frühen Morgen los. Es war schon etwas gespenstisch, alles hier so verlassen und ohne Leben vorzufinden, aber es hatte auch einen Hauch von Abenteuer. Sie betraten das Haus der Schmitzens. Es befanden sich kaum noch Möbel hier. Die meisten waren auf dem Sperrmüll gelandet oder waren mit umgezogen worden. Nur noch wenige Stücke, die als alt und wertlos galten, konnte man vereinzelt in den ansonsten leeren Räumen finden.
„Schau mal hier, die alte Kommode, ist sie nicht wunderschön? Die muss ja schon mindestens hundertfünfzig  Jahre alt sein. Mal schauen, ob die Schubladen leer sind.“ Rike öffnete eine Lade nach der anderen. Sie waren inhaltslos. Katja machte sich auf den Weg, über knarrende Dielen, zur Dachbodentreppe, um diese nach oben zu steigen. Vorsichtig öffnete sie die Luke, und blinzelte durch den schmalen Spalt auf den staubigen Dachboden. Als Kind war sie oft hier oben gewesen, hatte gespielt, mit ihren Puppen, oder hatte sich verkleidet mit den alten Kleidern, die sie in der Truhe der Großmutter gefunden hatte. Sie schulterte den Lukendeckel und öffnete ihn ganz.
„Rike, komm mal schnell!“
„Wo bist Du?“
„Hier oben, auf dem Dachboden.“
Rike stapfte nun ebenfalls die Stufen empor. Sie kannte solche Dachböden nicht, war in der Stadt aufgewachsen und kannte nur Kellerverschläge.
„Wow“, staunte sie: „Ist das toll hier“.
Sie öffneten die verstaubten Dachfenster und entfernten die dunklen Gardinen vor den Gaubenfenstern, schlugen die Fensterflügel auf und atmeten zunächst einmal gründlich durch.
„Schau Dir mal die Aussicht an, Rike. Von hier oben habe ich oft Papierschwalben fliegen lassen oder mit Kirschkernen gespuckt. Wenn ich traurig war, habe ich mich hier auch heimlich versteckt und geweint. Irgendwo muss hier doch die alte Truhe stehen, in die Oma alles alte Krams gepackt hat.“
Sie schauten sich um. Da stand sie ja. Puuhh, war die verstaubt. Behutsam öffneten sie gemeinsam den gewölbten Deckel, der mit unglaublich schönen Scharnieren verziert war. „Katja, allein die Truhe ist ein Schätzchen!“
Rike war begeistert. Ihr Inhalt sollte beide Frauen noch mehr begeistern.
Obenauf befanden sich wunderschöne alte Rüschenblusen. Hah, da war ja das alte Schnürkorsett, in dem Tanjas Urgroßmutter bereits gesteckt hatte. Hierüber gab es sogar ein Foto, schwarz-weiß und mit vernebelten Rändern. Unter weiteren Kleidungsstücken befand sich ein mit rotem Seidenband geschnürtes Päckchen.
„Schau mal, das sieht aus, wie Briefe.“
Tanja öffnete die Schleife und einen der Umschläge.
„Liebesbriefe……!“
Sie lächelte, als sie die Zeilen überflog.
„Die sind von meinem Großvater – aus dem Krieg, an meine Oma. Wie süüüüüsss…, sie hat sie alle aufbewahrt.“
Die jungen Frauen stöberten weiter und entdeckten ein Schätzchen nach dem anderen. Je mehr sie fanden, umso entschlossener waren sie, ihre gemeinsame Idee umzusetzen. Ja, das wollten sie tun.
Allein in diesem Haus gab es noch Etliches zu entdecken, wie mochte es wohl in den anderen Häusern des zukünftigen ‚Atlantis‘ aussehen? Alles an einem Tag zu besichtigen, schafften sie sowieso nicht. Das würde ein längeres Unternehmen werden, aber auch ein spannendes und hoffentlich erfolgreiches.
Am Abend fuhren sie mit einem bereits vollgeladenen Transporter zurück in die Stadt. Das mitgebrachte Gerümpel luden sie in der alten Bücherei ab. Diese war ins Rathaus umgezogen. Sie brauchten für die Räumlichkeiten vorübergehend noch nicht einmal Miete zu zahlen.
In den kommenden Wochen arbeiteten beide von morgens bis abends an der Umsetzung ihrer Idee. Nur wenige Freunde waren eingeweiht und informiert, was ihre Planung anbelangte. Tanjas Chef, der Restaurateur,  unterstützte sie ebenfalls, so gut er konnte. Nun wurde es langsam Zeit, sich um die Briefe zu kümmern. Briefe?
„Tanja, hast Du die Einladungen schon gedruckt? Wir müssen sie allmählich verschicken.“
 „Ja, sie sind fertig und müssen nur noch mit den Anschriften versehen werden“. 
Die Anschriften aller ehemaligen „Geisterdorf-Bewohner“, hatten sie mit Hilfe des Einwohnermeldeamtes oder Verwandter und Bekannter in Erfahrung gebracht. Sie sollten alle nochmal wieder, so wie früher im alten Dorfkrug, zusammen finden und einen Ort haben, an dem sich ihre Erinnerungen geballt aufhielten und gegenwärtig waren.
Tanja und Rike hatten aus den alten Bücherei-Räumen ein Museum gemacht -  ein Heimatmuseum.  
Es war wunderschön geworden. Mit viel Sachkenntnis und Liebe zum Detail platzierten sie alle Überbleibsel in den vier ihnen zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten. Den Segen des Bürgermeisters und der Gemeindeverwaltung hatten sie. Diese waren sogar von der Idee begeistert.
Es gab einen Raum, in dem landwirtschaftliche Hilfsgüter zu finden waren, wie etwa Dreschflegel, eine Rüben- und Runkel-Schnipsel-Maschine, Sensen, Sicheln, Holz-Schubkarren und Ähnliches.
Im zweiten Raum befanden sich Dinge rund um die Küche, wie alte Kohleherde, Koch- und Essgeschirr, von Hand zu drehende Kaffeemühlen, gehäkelte Topflappen in sämtlichen Mustern, Holzlöffel, Schöpfkellen usw., aufgelockert durch altmodische Küchenschränke mit ihren Brotfächern und mit Gardinchen behangenen Schranktüren.
Selbst große Wäschebottiche, deren Wasser von unten noch mit Holzfeuer oder Briketts auf Kochtemperatur gebracht werden mussten, waren hier aufgestellt. Waschbretter und Wäschezangen gehörten ebenso dazu.
Viele Requisiten waren noch handgefertigt, gezimmert, geschustert, verziert, graviert oder Sonstiges und trugen noch die Initialen ihrer Schöpfer.
Im nächsten Zimmer konnte man Kleidungsstücke bewundern. Tanja und Rike hatten sich von einer Bekleidungsfirma zu diesem Zweck Schaufensterpuppen sponsern lassen, denen sie die alten Reif-Röcke , Rüschenblusen, Küchenschürzen, Petticoats, selbst gestrickte Skipullover und Socken anzogen. In einem alten Ohrensessel hatten sie einer Puppe ein Rüschenkopftuch aufgezogen, ihr eine runde Brille auf die Nase gesetzt, sie mit Omas Kleidung angezogen und ihr noch ein paar Stricknadeln und Wolle in die Hände gegeben. Sie sah wie eine richtig echte Omi aus. Ihre Füße steckten in wulstigen karierten Filzpantoffeln und ruhten auf einer Fußbank. Daneben stand ein Weidenkorb, in dem sich lauter Wollknäuel, Strick- und Häkelnadeln  befanden. Auf einem winzigen Holztischchen, auf einem selbst gehäkelten runden Tischdeckchen stand ein Kerzenständer, der die wohlige Atmosphäre symbolisieren sollte und wohl auch ursprünglich als Lichtspender gedient hatte.  Irgendwie fühlten sie sich in ein anderes Jahrhundert versetzt. Perfekt ! …..
Jetzt nur noch die Gallerie. Tanja und Rike hatten die alten, noch nicht eingerahmten Fotos liebevoll in Holzrahmen gelegt und diese dann versetzt, einige mit Kommentaren versehen, an die Wände in dem letzten Zimmer angebracht. Sie hatten darauf geachtet, diese möglichst nach Familien, Jahrgängen und Ereignissen zu sortieren. Alte Bücher, Zeitungen, viele alte Briefe, auch die von ihren Großeltern, wurden in Glasvitrinen untergebracht und mit Samttüchern unterlegt. Die Schriften der Briefe konnte man wohl sehen, nicht aber die unterzeichnenden Namen. Die hatten sie überlappt und durch einen nächsten Brief abgedeckt. Richtig chic war er geworden, der Raum. Spotleuchten bescherten  den Sehenswürdigkeiten das entsprechende Ambiente. Ach was – das ganze Dorfmuseum war einfach der Hit!
Nächste Woche sollte die Eröffnung sein und sie waren mächtig gespannt, ob alle kommen würden. Ihr Vorhaben hatten sie sogar überregional in den Zeitungen ankündigen lassen. Einige Leute hatten bereits ihr Erscheinen angekündigt. Sie gingen nochmals Raum für Raum durch und veränderten die eine oder andere Dekoration, bis sie der Meinung waren, dass jedes Detail stimmte. Sogar der Bürgermeister hatte den beiden Frauen zu ihrer hervorragenden Arbeit gratuliert und ihnen zugesagt, die Eröffnungsrede zu halten. Gemeinderat und Presse waren ebenfalls eingeladen.
Nun war es soweit. Samstag, 15.00 Uhr. Ein mächtiges Buffet mit Fingerfood, war die Spende des örtlichen Partyservices, der auch die zahlreichen Gläser für die Getränke zur Verfügung gestellt hatte. Nur um die Getränke hatten sich Tanja und Rike selbst zu kümmern.
Über dem Eingangsbereich hing ein selbst angefertigtes Schild. Darauf stand in nostalgischen Buchstaben zu lesen „Dorfmuseum Diereshausen“. Darunter befand sich seitlich ein altes Pult mit einem in Leder gebundenem Gästebuch. Hier konnten sich alle Besucher eintragen. Die beiden hatten einfach an alles gedacht.
Da kamen sie endlich – und wie sie kamen! Drei Reisebusse und etliche PKW rollten vor. Jemand hatte es so organisiert und die Alten reihum abgeholt. Natürlich gab es auch viele Besucher aus der Umgebung, die sich für das neue Museum interessierten.
Wow, damit hatten Tanja und Rike nicht gerechnet, aber sie waren natürlich begeistert, genau, wie die Besucher, die die liebevoll hergerichteten Räume bewunderten und sich oder vielmehr ihre Vergangenheit darin wieder fanden. Sie tuschelten, steckten die Köpfe zusammen, stießen sich gegenseitig an, kicherten und redeten sinnend:
„Weißt Du noch..?“
 Oder: „Guck mal, das war doch unser…., da bist Du ja, oder: Ist das nicht Deine Schrift?……“
Opa Schmitz nahm seine Enkelin stolz in den Arm:
„Tanja, wir alle hier danken Euch von ganzem Herzen. Jetzt haben wir, dank Euch beiden, einen Ort der Vergangenheit, der trotzdem weiter lebt. Ihr seid großartig. Eine ganz tolle Idee von Euch…!“
In der kommenden Woche erreichte Tanja ein Brief ihres Großvaters. Sie öffnete ihn und zog einen großzügigen Scheck in sechsstelliger Höhe heraus – für ihren und Rikes Laden – und das Museum – als Unterhaltungshilfe, sozusagen. Alle ehemaligen Bewohner von Diereshausen hatten zusammen gelegt und so ergab sich diese stattliche Summe.
Geballt bedankten sie sich, obwohl sie sich längst im Gästebuch verewigt hatten, nochmals namentlich aufgeführt,  und gaben ihrer Begeisterung wiederholt Ausdruck für die gelungene Idee und die Freude, die die beiden Frauen ihnen damit gemacht hatten.
So lebt das Dorf weiter, auch wenn es mittlerweile überflutet ist.
© Christiane Rühmann


Dachbodengestöber



Eine große Trinkwassertalsperre sollte es werden, die den gesamten Kreis mit ihrem reinen Wasser versorgen sollte.
Bereits vor Jahren wurde dies beschlossen, doch ließen sich die dort seit  Jahrzehnten oder sogar seit Jahrhunderten mit ihren generationsübergreifend ansässigen Bewohnern, die hier zum größten Teil ihre Landwirtschafts- und Obstbaubetriebe bewirtschafteten, nicht so ganz kampflos aus ihrer gewohnten Umgebung vertreiben. Manche allerdings nahmen widerstandslos und bereitwillig die ihnen wegen der Umsiedlung angebotene Abfindung entgegen, bauten sich anderswo eine neue Existenz auf. Überwiegend waren es jüngere Familien, die diesen Schritt wählten. Die älteren Siedler hingegen, weigerten sich kämpferisch, ihren gewohnten Lebensraum zu verlassen.
Auf einer Bürgerversammlung im Dorfkrug, der sich dort noch befand, wo später die Sperrmauer gebaut werden sollte, traf man sich, um nochmals mit den Abgeordneten des Landes über die Umsiedlung zu verhandeln. Protestantisch nahmen die hartnäckigen Ortsbewohner an dieser Zusammenkunft teil und erreichten zu guter Letzt, dass die Regierung die angebotene Abfindung pro Familie noch um einige tausend Mark erhöhte. Insgeheim hatten, selbst von den alt eingesessenen Anwohnern, manche genau darauf spekuliert. Was sollte man denn schließlich auch noch hier? Die Jugend hatte es längst verschlagen. Nicht einmal mehr einen Doktor gab es in ihrem Dorf. Also, warum nicht auch weg von hier? Das angebotene Geld würde für den Lebensabend sicher ausreichen.
Nach sich über Jahre hinweg ziehenden Verhandlungen, wurde das Land nun endlich Sieger – oder hatten doch die Anwohner gesiegt?
Egal. In den kommenden Monaten hatten die Möbelspediteure aus den näher gelegenen Städten einiges zu tun. Transport für Transport wurden Hab und Gut in ein neues Leben befördert. Am unteren Ende des Tales hatte man derweil damit begonnen, Wälder zu roden und vereinzelte Gehöfte dem Erdboden gleich zu machen. Andere Gebiete wollte man nur fluten.
Aus unbeteiligter Sicht betrachtet, sah man hier den Beginn eines neuen Zeitalters.
Bevor Schmitzens ihr geliebtes Gehöft verließen, verkauften sie noch durchaus brauchbare Wertegenstände, wie z.B. den alten Traktor, den Mähdrescher oder den Gülletank-Anhänger. Von diesen Erlösen wollten sie sich neue Möbel leisten. Sie wollten ihren Lebensabend genießen, das hatten sie sich vorgenommen. Den Kindern und Enkeln war das nur recht, sie liebten ihre Eltern und Großeltern, begrüßten, dass sie sich endlich der Neuzeit beugten.
Katja, Schmitzens Enkelin, hatte Kunst studiert und arbeitete zur Zeit bei einem Restaurateur. Nebenher betrieb sie mit ihrer besten Freundin Rike einen kleinen Trödelladen in der nächsten Kleinstadt, der recht gut florierte. Nun kam ihnen der Gedanke, sich vor der Flutung, in der „Geisterstadt“  ganz ungezwungen auf den Dachböden der noch verbliebenen Häuser umzuschauen, um nach Raritäten zu suchen.
Um nicht als Plünderer da zu stehen, holten sie sich von Schmitzens und den übrigen Ex-Bewohnern die Erlaubnis hierzu ein. Alle kannten Katja – schließlich war sie ebenfalls hier aufgewachsen und jeder mochte das aufgeschlossene lustige Mädchen, mit seinen Sommersprossen und geflochtenen Haaren, das zu einer stattlichen Frau geworden war.
Daher gab es keinen Grund, ihrem Begehren nicht zuzustimmen, etwa zu untersagen, sich in den alten Gemäuern umzuschauen. Hier gab es ja eh nur noch alten Krempel, meinten sie.
Katja und Rike sahen das anders. Sie hatten sogar eine Idee, die sie sich aber nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen wollten.
Am Wochenende hatten die beiden verabredet, sich in Katjas Jugenddorf umzuschauen. Sie fuhren gemeinsam mit dem Pick-up des Restaurators am frühen Morgen los. Es war schon etwas gespenstisch, alles hier so verlassen und ohne Leben vorzufinden, aber es hatte auch einen Hauch von Abenteuer. Sie betraten das Haus der Schmitzens. Es befanden sich kaum noch Möbel hier. Die meisten waren auf dem Sperrmüll gelandet oder waren mit umgezogen worden. Nur noch wenige Stücke, die als alt und wertlos galten, konnte man vereinzelt in den ansonsten leeren Räumen finden.
„Schau mal hier, die alte Kommode, ist sie nicht wunderschön? Die muss ja schon mindestens hundertfünfzig  Jahre alt sein. Mal schauen, ob die Schubladen leer sind.“ Rike öffnete eine Lade nach der anderen. Sie waren inhaltslos. Katja machte sich auf den Weg, über knarrende Dielen, zur Dachbodentreppe, um diese nach oben zu steigen. Vorsichtig öffnete sie die Luke, und blinzelte durch den schmalen Spalt auf den staubigen Dachboden. Als Kind war sie oft hier oben gewesen, hatte gespielt, mit ihren Puppen, oder hatte sich verkleidet mit den alten Kleidern, die sie in der Truhe der Großmutter gefunden hatte. Sie schulterte den Lukendeckel und öffnete ihn ganz.
„Rike, komm mal schnell!“
„Wo bist Du?“
„Hier oben, auf dem Dachboden.“
Rike stapfte nun ebenfalls die Stufen empor. Sie kannte solche Dachböden nicht, war in der Stadt aufgewachsen und kannte nur Kellerverschläge.
„Wow“, staunte sie: „Ist das toll hier“.
Sie öffneten die verstaubten Dachfenster und entfernten die dunklen Gardinen vor den Gaubenfenstern, schlugen die Fensterflügel auf und atmeten zunächst einmal gründlich durch.
„Schau Dir mal die Aussicht an, Rike. Von hier oben habe ich oft Papierschwalben fliegen lassen oder mit Kirschkernen gespuckt. Wenn ich traurig war, habe ich mich hier auch heimlich versteckt und geweint. Irgendwo muss hier doch die alte Truhe stehen, in die Oma alles alte Krams gepackt hat.“
Sie schauten sich um. Da stand sie ja. Puuhh, war die verstaubt. Behutsam öffneten sie gemeinsam den gewölbten Deckel, der mit unglaublich schönen Scharnieren verziert war. „Katja, allein die Truhe ist ein Schätzchen!“
Rike war begeistert. Ihr Inhalt sollte beide Frauen noch mehr begeistern.
Obenauf befanden sich wunderschöne alte Rüschenblusen. Hah, da war ja das alte Schnürkorsett, in dem Tanjas Urgroßmutter bereits gesteckt hatte. Hierüber gab es sogar ein Foto, schwarz-weiß und mit vernebelten Rändern. Unter weiteren Kleidungsstücken befand sich ein mit rotem Seidenband geschnürtes Päckchen.
„Schau mal, das sieht aus, wie Briefe.“
Tanja öffnete die Schleife und einen der Umschläge.
„Liebesbriefe……!“
Sie lächelte, als sie die Zeilen überflog.
„Die sind von meinem Großvater – aus dem Krieg, an meine Oma. Wie süüüüüsss…, sie hat sie alle aufbewahrt.“
Die jungen Frauen stöberten weiter und entdeckten ein Schätzchen nach dem anderen. Je mehr sie fanden, umso entschlossener waren sie, ihre gemeinsame Idee umzusetzen. Ja, das wollten sie tun.
Allein in diesem Haus gab es noch Etliches zu entdecken, wie mochte es wohl in den anderen Häusern des zukünftigen ‚Atlantis‘ aussehen? Alles an einem Tag zu besichtigen, schafften sie sowieso nicht. Das würde ein längeres Unternehmen werden, aber auch ein spannendes und hoffentlich erfolgreiches.
Am Abend fuhren sie mit einem bereits vollgeladenen Transporter zurück in die Stadt. Das mitgebrachte Gerümpel luden sie in der alten Bücherei ab. Diese war ins Rathaus umgezogen. Sie brauchten für die Räumlichkeiten vorübergehend noch nicht einmal Miete zu zahlen.
In den kommenden Wochen arbeiteten beide von morgens bis abends an der Umsetzung ihrer Idee. Nur wenige Freunde waren eingeweiht und informiert, was ihre Planung anbelangte. Tanjas Chef, der Restaurateur,  unterstützte sie ebenfalls, so gut er konnte. Nun wurde es langsam Zeit, sich um die Briefe zu kümmern. Briefe?
„Tanja, hast Du die Einladungen schon gedruckt? Wir müssen sie allmählich verschicken.“
 „Ja, sie sind fertig und müssen nur noch mit den Anschriften versehen werden“. 
Die Anschriften aller ehemaligen „Geisterdorf-Bewohner“, hatten sie mit Hilfe des Einwohnermeldeamtes oder Verwandter und Bekannter in Erfahrung gebracht. Sie sollten alle nochmal wieder, so wie früher im alten Dorfkrug, zusammen finden und einen Ort haben, an dem sich ihre Erinnerungen geballt aufhielten und gegenwärtig waren.
Tanja und Rike hatten aus den alten Bücherei-Räumen ein Museum gemacht -  ein Heimatmuseum.  
Es war wunderschön geworden. Mit viel Sachkenntnis und Liebe zum Detail platzierten sie alle Überbleibsel in den vier ihnen zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten. Den Segen des Bürgermeisters und der Gemeindeverwaltung hatten sie. Diese waren sogar von der Idee begeistert.
Es gab einen Raum, in dem landwirtschaftliche Hilfsgüter zu finden waren, wie etwa Dreschflegel, eine Rüben- und Runkel-Schnipsel-Maschine, Sensen, Sicheln, Holz-Schubkarren und Ähnliches.
Im zweiten Raum befanden sich Dinge rund um die Küche, wie alte Kohleherde, Koch- und Essgeschirr, von Hand zu drehende Kaffeemühlen, gehäkelte Topflappen in sämtlichen Mustern, Holzlöffel, Schöpfkellen usw., aufgelockert durch altmodische Küchenschränke mit ihren Brotfächern und mit Gardinchen behangenen Schranktüren.
Selbst große Wäschebottiche, deren Wasser von unten noch mit Holzfeuer oder Briketts auf Kochtemperatur gebracht werden mussten, waren hier aufgestellt. Waschbretter und Wäschezangen gehörten ebenso dazu.
Viele Requisiten waren noch handgefertigt, gezimmert, geschustert, verziert, graviert oder Sonstiges und trugen noch die Initialen ihrer Schöpfer.
Im nächsten Zimmer konnte man Kleidungsstücke bewundern. Tanja und Rike hatten sich von einer Bekleidungsfirma zu diesem Zweck Schaufensterpuppen sponsern lassen, denen sie die alten Reif-Röcke , Rüschenblusen, Küchenschürzen, Petticoats, selbst gestrickte Skipullover und Socken anzogen. In einem alten Ohrensessel hatten sie einer Puppe ein Rüschenkopftuch aufgezogen, ihr eine runde Brille auf die Nase gesetzt, sie mit Omas Kleidung angezogen und ihr noch ein paar Stricknadeln und Wolle in die Hände gegeben. Sie sah wie eine richtig echte Omi aus. Ihre Füße steckten in wulstigen karierten Filzpantoffeln und ruhten auf einer Fußbank. Daneben stand ein Weidenkorb, in dem sich lauter Wollknäuel, Strick- und Häkelnadeln  befanden. Auf einem winzigen Holztischchen, auf einem selbst gehäkelten runden Tischdeckchen stand ein Kerzenständer, der die wohlige Atmosphäre symbolisieren sollte und wohl auch ursprünglich als Lichtspender gedient hatte.  Irgendwie fühlten sie sich in ein anderes Jahrhundert versetzt. Perfekt ! …..
Jetzt nur noch die Gallerie. Tanja und Rike hatten die alten, noch nicht eingerahmten Fotos liebevoll in Holzrahmen gelegt und diese dann versetzt, einige mit Kommentaren versehen, an die Wände in dem letzten Zimmer angebracht. Sie hatten darauf geachtet, diese möglichst nach Familien, Jahrgängen und Ereignissen zu sortieren. Alte Bücher, Zeitungen, viele alte Briefe, auch die von ihren Großeltern, wurden in Glasvitrinen untergebracht und mit Samttüchern unterlegt. Die Schriften der Briefe konnte man wohl sehen, nicht aber die unterzeichnenden Namen. Die hatten sie überlappt und durch einen nächsten Brief abgedeckt. Richtig chic war er geworden, der Raum. Spotleuchten bescherten  den Sehenswürdigkeiten das entsprechende Ambiente. Ach was – das ganze Dorfmuseum war einfach der Hit!
Nächste Woche sollte die Eröffnung sein und sie waren mächtig gespannt, ob alle kommen würden. Ihr Vorhaben hatten sie sogar überregional in den Zeitungen ankündigen lassen. Einige Leute hatten bereits ihr Erscheinen angekündigt. Sie gingen nochmals Raum für Raum durch und veränderten die eine oder andere Dekoration, bis sie der Meinung waren, dass jedes Detail stimmte. Sogar der Bürgermeister hatte den beiden Frauen zu ihrer hervorragenden Arbeit gratuliert und ihnen zugesagt, die Eröffnungsrede zu halten. Gemeinderat und Presse waren ebenfalls eingeladen.
Nun war es soweit. Samstag, 15.00 Uhr. Ein mächtiges Buffet mit Fingerfood, war die Spende des örtlichen Partyservices, der auch die zahlreichen Gläser für die Getränke zur Verfügung gestellt hatte. Nur um die Getränke hatten sich Tanja und Rike selbst zu kümmern.
Über dem Eingangsbereich hing ein selbst angefertigtes Schild. Darauf stand in nostalgischen Buchstaben zu lesen „Dorfmuseum Diereshausen“. Darunter befand sich seitlich ein altes Pult mit einem in Leder gebundenem Gästebuch. Hier konnten sich alle Besucher eintragen. Die beiden hatten einfach an alles gedacht.
Da kamen sie endlich – und wie sie kamen! Drei Reisebusse und etliche PKW rollten vor. Jemand hatte es so organisiert und die Alten reihum abgeholt. Natürlich gab es auch viele Besucher aus der Umgebung, die sich für das neue Museum interessierten.
Wow, damit hatten Tanja und Rike nicht gerechnet, aber sie waren natürlich begeistert, genau, wie die Besucher, die die liebevoll hergerichteten Räume bewunderten und sich oder vielmehr ihre Vergangenheit darin wieder fanden. Sie tuschelten, steckten die Köpfe zusammen, stießen sich gegenseitig an, kicherten und redeten sinnend:
„Weißt Du noch..?“
 Oder: „Guck mal, das war doch unser…., da bist Du ja, oder: Ist das nicht Deine Schrift?……“
Opa Schmitz nahm seine Enkelin stolz in den Arm:
„Tanja, wir alle hier danken Euch von ganzem Herzen. Jetzt haben wir, dank Euch beiden, einen Ort der Vergangenheit, der trotzdem weiter lebt. Ihr seid großartig. Eine ganz tolle Idee von Euch…!“
In der kommenden Woche erreichte Tanja ein Brief ihres Großvaters. Sie öffnete ihn und zog einen großzügigen Scheck in sechsstelliger Höhe heraus – für ihren und Rikes Laden – und das Museum – als Unterhaltungshilfe, sozusagen. Alle ehemaligen Bewohner von Diereshausen hatten zusammen gelegt und so ergab sich diese stattliche Summe.
Geballt bedankten sie sich, obwohl sie sich längst im Gästebuch verewigt hatten, nochmals namentlich aufgeführt,  und gaben ihrer Begeisterung wiederholt Ausdruck für die gelungene Idee und die Freude, die die beiden Frauen ihnen damit gemacht hatten.
So lebt das Dorf weiter, auch wenn es mittlerweile überflutet ist.
© Christiane Rühmann


Manchmal ist es von Vorteil, wenn…

Was für ein Tag: Positiver Stress, ausgezeichnetes Wetter, ein nettes Date vor Augen, aber zuvor noch die Fellnasen meiner Tochter Gassi führen – und schon beginnt der echte Stress.

Nachdem ich meine Laptops eingepackt und meinen Schreibtisch aufgeräumt habe, ziehe ich meine Jacke an und verlasse bestens gelaunt mein Büro. Ich schließe die Fahrertüre meines treuen Freundes HONDI auf und stelle die Taschen auf den Beifahrersitz. Jetzt nur noch starten und dann kann es losgehen. Mist, habe ich ordnungsgemäß abgeschlossen und das Magnet auf ‚abwesend‘ geklatscht? Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Das ist wichtig, denn der Letzte, der das Gebäude verlässt, muss die Villa abschließen, um die Alarmanlage scharf zu schalten. Ich muss nochmal rein, das muss ich klären.

Alles war in Ordnung. Oh Mann, jetzt schießt es mir aber doch auf die Zeit. Also los, Fenster einen Spalt öffnen und erst mal eine Zigarette anzünden. Hoffentlich ist unterwegs nicht zu viel Verkehr und die Baustellenampeln mal endlich synchron geschaltet.

„Tut mir leid Kleiner, aber Du musst jetzt einen Zahn zulegen, damit ich rechtzeitig zu meiner Verabredung komme“, spreche ich zu meinem treuen Lebensgefährten.
Ich habe da so meine kleinen Tricks, um HONDI bei Laune zu halten. Am Wichtigsten sind die Gespräche, die ich mit ihm führe, z.B.: „Was denkst Du, schaffen wir die orange Ampel noch? Oder, heute haben wir Zeit, komm, wir machen einen kleinen Abstecher. Oder, schaffst Du zum Überholen auch mal kurzfristig 130?“ Dabei streichle ich ihm dann liebevoll über die Kontur seines signifikant geprägten  Lenkrades. Das liebt er. Genauso signalisiert er mir, wenn er Bedürfnisse hat. So beginnt er zu knurren, wenn er  Appetit auf eine ölige Mahlzeit hat oder lässt seine Nadel schlapp nach unten fallen, um zu sagen: ‚Du, ich schaffe die Strecke nicht, ich habe Durst.‘ Oft halte ich ihn auch mit ein wenig ‚Lenkradpetting‘ bei Laune, das hat er besonders gerne. Ich kraule ihn dann unter der Lenkung und streichle ein wenig die Armatur. Das ist der Moment, wo ich mir stets einbilde, dass er getunt ist und mindestens 15 PS mehr leistet, echt!!! Wir sind halt ein Herz und eine Seele.

Jetzt klingelt mein Handy. Mist, ausgerechnet jetzt. Ich habe in der Eile vergessen, die Freisprechanlage einzuschalten. Ich fingere nach dem Mobilteil in meiner Jackentasche und nehme das Gespräch an. Es ist ein völlig unwichtiges und überflüssiges Telefonat.

Na bitte, was sag ich?! Da stehen die Flachpfosten schon, durch ein Gebüsch getarnt und warten auf so Schwachmaten wie mich, um sie abzuzocken! Als ob sie nie mal eine kleine Gesetzüberschreitung begehen! Ich versuche noch, das Handy fallen zu lassen. Zu spät. Durch den Blick in die Rückspiegel habe ich sofort gemerkt, dass auch sie meinen ‚Fehltritt‘ bemerkt, ja vermutlich darauf gewartet  hatten. Sie folgten mir, blinkten mich an und forderten mich durch ein Lichtband auf, rechts ranzufahren. Bereitwillig signalisierte ich ihnen, dass ich ihrer freundlichen Aufforderung nachkommen würde, sobald sich eine Gelegenheit bieten würde.

Auf dem Parkstreifen, den ich angesteuert hatte, blieb ich im Fahrzeug sitzen und drehte sofort die Scheibe nach unten. Ein Beamter trat an mein Fahrzeug, stellte sich vor und forderte mich auf, die Fahrzeugpapiere auszuhändigen, die ich zunächst mal suchen musste. Er wunderte sich, als er sah, wo ich sie her kramte. Mal ehrlich, kann ich doch nichts für, wenn er stets ein Täschchen bei sich trägt, ich tue es jedenfalls nicht. Eine weibliche Beamtin inspizierte mein Fahrzeug von außen genauestens, kontrollierte das TÜV-Siegel, begutachtete das Profil aller 4 Räder und fragte nach einem Warndreieck und dem Verbandskasten. Dazu musste ich aussteigen, um es ihr im Kofferraum zu zeigen. Ich musste breit grinsen, als ich die Heckklappe öffnete, denn ich besaß von jedem Teil zwei Exemplare! Sie wollte wissen, warum das so ist und ich fragte im Gegenzug, ob das für sie von Bedeutung sei, was sie Zähne knirschend verneinte.

Der Beamte kam dann endlich auf den Punkt:
„Wir haben gesehen, dass Sie während der Fahrt telefoniert haben. Was sagen Sie dazu?“

„Sie müssen sich irren, ich habe eine Freisprechanlage, schauen Sie her“.

Ich hatte sie, als ich den Streifenwagen bemerkte, natürlich sofort eingeschaltet. Wenn ich das tue, leuchtet in kurzen Abständen ein blaues Signallicht, was mich erkennen lässt, dass meine Mobilphone via Bluetooth mit der Freisprechanlage verbunden sind.

„Wir haben aber gesehen, dass Sie ein Handy am Ohr hielten, während Sie uns passiert haben. Wie erklären Sie sich das?“

„Das kann ich mir nicht erklären und ich behaupte nochmal, dass Sie sich irren.“ Ich faßte einen waghalsigen Plan.

„Dann haben Sie ja sicher nichts dagegen, dass wir einen Blick in Ihr Handy werfen, um festzustellen, ob wir Recht haben?“ 

Er bäumte sich ein wenig auf. Aber das konnte ich auch. Ich atmete tief ein und erlaubte mir die Bemerkung, dass das für mich an ‚Hausfriedensbruch‘ grenzen würde –schmunzelnd natürlich. In der Regel gewinne ich damit, aber diesmal gelang mir das nicht. Ich war mir natürlich meiner Sache sehr sicher und frötzelte weiter:
„Sind Sie überhaupt dazu berechtigt? Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?“

„Wenn Sie uns beweisen wollen, dass Sie nicht telefoniert haben, sollten Sie uns Ihr Handy aushändigen. Wenn Sie es nicht tun, werden wir die Sache ahnden.“

„Wieso“, wollte ich wissen, „der Beklagte ist doch nach dem Gesetz so lange unschuldig, bis ihm eine Schuld nachgewiesen wird, oder?“

Uuups Chris, jetzt halte mal langsam den Ball flach, ermahnte ich mich selbst.

„Also, zeigen Sie uns nun Ihr Handy?“ Seine Stimme wurde strenger.

„Nun gut, bitteschön.“

Ich fingerte erneut in meiner Jackentasche nach dem Mobilteil. Hoffentlich ziehe ich jetzt nicht das falsche heraus. Ich besitze nämlich zwei Stück – ein Diensthandy und ein privates. Aber wer weiß das schon? Sie unterscheiden sich deutlich tastbar von der Oberfläche ihres Gehäuses, so war auch das für mich kein Problem. Ich zog das Diensthandy, ein IPhone heraus und übergab es dem Beamten.

„Bitteschön, soll ich den Freigabecode schnell eingeben?“

„Ja, das wäre sehr hilfreich“, entgegnete der Beamte und begann sofort damit, in dem Handy zu wuseln. Offensichtlich kannte er sich sehr gut damit aus. Hoffentlich klingelt jetzt nicht das andere, dachte ich und bekam langsam Schweißperlen auf die Stirn. Mit dem Diensthandy hatte ich seit über einer Stunde weder telefoniert, noch ge-WhatsAppt oder ge-Vibert. Als er sämtliche Varianten ausspioniert hatte, lächelte er und meinte:
„Nochmal Schwein gehabt, ich kann wirklich nichts finden, was auf die Benutzung des Handys hinweist.“

„Sag ich doch!“ Ich wurde wieder kesser.

Er reichte es mir zurück, warnte mich aber dennoch vor der Benutzung während der Fahrt und wünschte mir eine gute Weiterreise.

Ich stieg zurück in meinen HONDI, kraulte ihn wiederholt unter dem Lenkrad, diesmal noch liebevoller als zuvor, schmunzelte und setzte meine Fahrt fort. Nach kaum 100 Metern klingelte erneut mein privates Smartphone… Aber ich habe ja eine Freisprechanlage – wer wird mir da schon was anhaben können?


© Christiane Rühmann


Manchmal ist es von Vorteil, wenn…

Was für ein Tag: Positiver Stress, ausgezeichnetes Wetter, ein nettes Date vor Augen, aber zuvor noch die Fellnasen meiner Tochter Gassi führen – und schon beginnt der echte Stress.

Nachdem ich meine Laptops eingepackt und meinen Schreibtisch aufgeräumt habe, ziehe ich meine Jacke an und verlasse bestens gelaunt mein Büro. Ich schließe die Fahrertüre meines treuen Freundes HONDI auf und stelle die Taschen auf den Beifahrersitz. Jetzt nur noch starten und dann kann es losgehen. Mist, habe ich ordnungsgemäß abgeschlossen und das Magnet auf ‚abwesend‘ geklatscht? Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Das ist wichtig, denn der Letzte, der das Gebäude verlässt, muss die Villa abschließen, um die Alarmanlage scharf zu schalten. Ich muss nochmal rein, das muss ich klären.

Alles war in Ordnung. Oh Mann, jetzt schießt es mir aber doch auf die Zeit. Also los, Fenster einen Spalt öffnen und erst mal eine Zigarette anzünden. Hoffentlich ist unterwegs nicht zu viel Verkehr und die Baustellenampeln mal endlich synchron geschaltet.

„Tut mir leid Kleiner, aber Du musst jetzt einen Zahn zulegen, damit ich rechtzeitig zu meiner Verabredung komme“, spreche ich zu meinem treuen Lebensgefährten.
Ich habe da so meine kleinen Tricks, um HONDI bei Laune zu halten. Am Wichtigsten sind die Gespräche, die ich mit ihm führe, z.B.: „Was denkst Du, schaffen wir die orange Ampel noch? Oder, heute haben wir Zeit, komm, wir machen einen kleinen Abstecher. Oder, schaffst Du zum Überholen auch mal kurzfristig 130?“ Dabei streichle ich ihm dann liebevoll über die Kontur seines signifikant geprägten  Lenkrades. Das liebt er. Genauso signalisiert er mir, wenn er Bedürfnisse hat. So beginnt er zu knurren, wenn er  Appetit auf eine ölige Mahlzeit hat oder lässt seine Nadel schlapp nach unten fallen, um zu sagen: ‚Du, ich schaffe die Strecke nicht, ich habe Durst.‘ Oft halte ich ihn auch mit ein wenig ‚Lenkradpetting‘ bei Laune, das hat er besonders gerne. Ich kraule ihn dann unter der Lenkung und streichle ein wenig die Armatur. Das ist der Moment, wo ich mir stets einbilde, dass er getunt ist und mindestens 15 PS mehr leistet, echt!!! Wir sind halt ein Herz und eine Seele.

Jetzt klingelt mein Handy. Mist, ausgerechnet jetzt. Ich habe in der Eile vergessen, die Freisprechanlage einzuschalten. Ich fingere nach dem Mobilteil in meiner Jackentasche und nehme das Gespräch an. Es ist ein völlig unwichtiges und überflüssiges Telefonat.

Na bitte, was sag ich?! Da stehen die Flachpfosten schon, durch ein Gebüsch getarnt und warten auf so Schwachmaten wie mich, um sie abzuzocken! Als ob sie nie mal eine kleine Gesetzüberschreitung begehen! Ich versuche noch, das Handy fallen zu lassen. Zu spät. Durch den Blick in die Rückspiegel habe ich sofort gemerkt, dass auch sie meinen ‚Fehltritt‘ bemerkt, ja vermutlich darauf gewartet  hatten. Sie folgten mir, blinkten mich an und forderten mich durch ein Lichtband auf, rechts ranzufahren. Bereitwillig signalisierte ich ihnen, dass ich ihrer freundlichen Aufforderung nachkommen würde, sobald sich eine Gelegenheit bieten würde.

Auf dem Parkstreifen, den ich angesteuert hatte, blieb ich im Fahrzeug sitzen und drehte sofort die Scheibe nach unten. Ein Beamter trat an mein Fahrzeug, stellte sich vor und forderte mich auf, die Fahrzeugpapiere auszuhändigen, die ich zunächst mal suchen musste. Er wunderte sich, als er sah, wo ich sie her kramte. Mal ehrlich, kann ich doch nichts für, wenn er stets ein Täschchen bei sich trägt, ich tue es jedenfalls nicht. Eine weibliche Beamtin inspizierte mein Fahrzeug von außen genauestens, kontrollierte das TÜV-Siegel, begutachtete das Profil aller 4 Räder und fragte nach einem Warndreieck und dem Verbandskasten. Dazu musste ich aussteigen, um es ihr im Kofferraum zu zeigen. Ich musste breit grinsen, als ich die Heckklappe öffnete, denn ich besaß von jedem Teil zwei Exemplare! Sie wollte wissen, warum das so ist und ich fragte im Gegenzug, ob das für sie von Bedeutung sei, was sie Zähne knirschend verneinte.

Der Beamte kam dann endlich auf den Punkt:
„Wir haben gesehen, dass Sie während der Fahrt telefoniert haben. Was sagen Sie dazu?“

„Sie müssen sich irren, ich habe eine Freisprechanlage, schauen Sie her“.

Ich hatte sie, als ich den Streifenwagen bemerkte, natürlich sofort eingeschaltet. Wenn ich das tue, leuchtet in kurzen Abständen ein blaues Signallicht, was mich erkennen lässt, dass meine Mobilphone via Bluetooth mit der Freisprechanlage verbunden sind.

„Wir haben aber gesehen, dass Sie ein Handy am Ohr hielten, während Sie uns passiert haben. Wie erklären Sie sich das?“

„Das kann ich mir nicht erklären und ich behaupte nochmal, dass Sie sich irren.“ Ich faßte einen waghalsigen Plan.

„Dann haben Sie ja sicher nichts dagegen, dass wir einen Blick in Ihr Handy werfen, um festzustellen, ob wir Recht haben?“ 

Er bäumte sich ein wenig auf. Aber das konnte ich auch. Ich atmete tief ein und erlaubte mir die Bemerkung, dass das für mich an ‚Hausfriedensbruch‘ grenzen würde –schmunzelnd natürlich. In der Regel gewinne ich damit, aber diesmal gelang mir das nicht. Ich war mir natürlich meiner Sache sehr sicher und frötzelte weiter:
„Sind Sie überhaupt dazu berechtigt? Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?“

„Wenn Sie uns beweisen wollen, dass Sie nicht telefoniert haben, sollten Sie uns Ihr Handy aushändigen. Wenn Sie es nicht tun, werden wir die Sache ahnden.“

„Wieso“, wollte ich wissen, „der Beklagte ist doch nach dem Gesetz so lange unschuldig, bis ihm eine Schuld nachgewiesen wird, oder?“

Uuups Chris, jetzt halte mal langsam den Ball flach, ermahnte ich mich selbst.

„Also, zeigen Sie uns nun Ihr Handy?“ Seine Stimme wurde strenger.

„Nun gut, bitteschön.“

Ich fingerte erneut in meiner Jackentasche nach dem Mobilteil. Hoffentlich ziehe ich jetzt nicht das falsche heraus. Ich besitze nämlich zwei Stück – ein Diensthandy und ein privates. Aber wer weiß das schon? Sie unterscheiden sich deutlich tastbar von der Oberfläche ihres Gehäuses, so war auch das für mich kein Problem. Ich zog das Diensthandy, ein IPhone heraus und übergab es dem Beamten.

„Bitteschön, soll ich den Freigabecode schnell eingeben?“

„Ja, das wäre sehr hilfreich“, entgegnete der Beamte und begann sofort damit, in dem Handy zu wuseln. Offensichtlich kannte er sich sehr gut damit aus. Hoffentlich klingelt jetzt nicht das andere, dachte ich und bekam langsam Schweißperlen auf die Stirn. Mit dem Diensthandy hatte ich seit über einer Stunde weder telefoniert, noch ge-WhatsAppt oder ge-Vibert. Als er sämtliche Varianten ausspioniert hatte, lächelte er und meinte:
„Nochmal Schwein gehabt, ich kann wirklich nichts finden, was auf die Benutzung des Handys hinweist.“

„Sag ich doch!“ Ich wurde wieder kesser.

Er reichte es mir zurück, warnte mich aber dennoch vor der Benutzung während der Fahrt und wünschte mir eine gute Weiterreise.

Ich stieg zurück in meinen HONDI, kraulte ihn wiederholt unter dem Lenkrad, diesmal noch liebevoller als zuvor, schmunzelte und setzte meine Fahrt fort. Nach kaum 100 Metern klingelte erneut mein privates Smartphone… Aber ich habe ja eine Freisprechanlage – wer wird mir da schon was anhaben können?


© Christiane Rühmann


Manchmal ist es von Vorteil, wenn…

Was für ein Tag: Positiver Stress, ausgezeichnetes Wetter, ein nettes Date vor Augen, aber zuvor noch die Fellnasen meiner Tochter Gassi führen – und schon beginnt der echte Stress.

Nachdem ich meine Laptops eingepackt und meinen Schreibtisch aufgeräumt habe, ziehe ich meine Jacke an und verlasse bestens gelaunt mein Büro. Ich schließe die Fahrertüre meines treuen Freundes HONDI auf und stelle die Taschen auf den Beifahrersitz. Jetzt nur noch starten und dann kann es losgehen. Mist, habe ich ordnungsgemäß abgeschlossen und das Magnet auf ‚abwesend‘ geklatscht? Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Das ist wichtig, denn der Letzte, der das Gebäude verlässt, muss die Villa abschließen, um die Alarmanlage scharf zu schalten. Ich muss nochmal rein, das muss ich klären.

Alles war in Ordnung. Oh Mann, jetzt schießt es mir aber doch auf die Zeit. Also los, Fenster einen Spalt öffnen und erst mal eine Zigarette anzünden. Hoffentlich ist unterwegs nicht zu viel Verkehr und die Baustellenampeln mal endlich synchron geschaltet.

„Tut mir leid Kleiner, aber Du musst jetzt einen Zahn zulegen, damit ich rechtzeitig zu meiner Verabredung komme“, spreche ich zu meinem treuen Lebensgefährten.
Ich habe da so meine kleinen Tricks, um HONDI bei Laune zu halten. Am Wichtigsten sind die Gespräche, die ich mit ihm führe, z.B.: „Was denkst Du, schaffen wir die orange Ampel noch? Oder, heute haben wir Zeit, komm, wir machen einen kleinen Abstecher. Oder, schaffst Du zum Überholen auch mal kurzfristig 130?“ Dabei streichle ich ihm dann liebevoll über die Kontur seines signifikant geprägten  Lenkrades. Das liebt er. Genauso signalisiert er mir, wenn er Bedürfnisse hat. So beginnt er zu knurren, wenn er  Appetit auf eine ölige Mahlzeit hat oder lässt seine Nadel schlapp nach unten fallen, um zu sagen: ‚Du, ich schaffe die Strecke nicht, ich habe Durst.‘ Oft halte ich ihn auch mit ein wenig ‚Lenkradpetting‘ bei Laune, das hat er besonders gerne. Ich kraule ihn dann unter der Lenkung und streichle ein wenig die Armatur. Das ist der Moment, wo ich mir stets einbilde, dass er getunt ist und mindestens 15 PS mehr leistet, echt!!! Wir sind halt ein Herz und eine Seele.

Jetzt klingelt mein Handy. Mist, ausgerechnet jetzt. Ich habe in der Eile vergessen, die Freisprechanlage einzuschalten. Ich fingere nach dem Mobilteil in meiner Jackentasche und nehme das Gespräch an. Es ist ein völlig unwichtiges und überflüssiges Telefonat.

Na bitte, was sag ich?! Da stehen die Flachpfosten schon, durch ein Gebüsch getarnt und warten auf so Schwachmaten wie mich, um sie abzuzocken! Als ob sie nie mal eine kleine Gesetzüberschreitung begehen! Ich versuche noch, das Handy fallen zu lassen. Zu spät. Durch den Blick in die Rückspiegel habe ich sofort gemerkt, dass auch sie meinen ‚Fehltritt‘ bemerkt, ja vermutlich darauf gewartet  hatten. Sie folgten mir, blinkten mich an und forderten mich durch ein Lichtband auf, rechts ranzufahren. Bereitwillig signalisierte ich ihnen, dass ich ihrer freundlichen Aufforderung nachkommen würde, sobald sich eine Gelegenheit bieten würde.

Auf dem Parkstreifen, den ich angesteuert hatte, blieb ich im Fahrzeug sitzen und drehte sofort die Scheibe nach unten. Ein Beamter trat an mein Fahrzeug, stellte sich vor und forderte mich auf, die Fahrzeugpapiere auszuhändigen, die ich zunächst mal suchen musste. Er wunderte sich, als er sah, wo ich sie her kramte. Mal ehrlich, kann ich doch nichts für, wenn er stets ein Täschchen bei sich trägt, ich tue es jedenfalls nicht. Eine weibliche Beamtin inspizierte mein Fahrzeug von außen genauestens, kontrollierte das TÜV-Siegel, begutachtete das Profil aller 4 Räder und fragte nach einem Warndreieck und dem Verbandskasten. Dazu musste ich aussteigen, um es ihr im Kofferraum zu zeigen. Ich musste breit grinsen, als ich die Heckklappe öffnete, denn ich besaß von jedem Teil zwei Exemplare! Sie wollte wissen, warum das so ist und ich fragte im Gegenzug, ob das für sie von Bedeutung sei, was sie Zähne knirschend verneinte.

Der Beamte kam dann endlich auf den Punkt:
„Wir haben gesehen, dass Sie während der Fahrt telefoniert haben. Was sagen Sie dazu?“

„Sie müssen sich irren, ich habe eine Freisprechanlage, schauen Sie her“.

Ich hatte sie, als ich den Streifenwagen bemerkte, natürlich sofort eingeschaltet. Wenn ich das tue, leuchtet in kurzen Abständen ein blaues Signallicht, was mich erkennen lässt, dass meine Mobilphone via Bluetooth mit der Freisprechanlage verbunden sind.

„Wir haben aber gesehen, dass Sie ein Handy am Ohr hielten, während Sie uns passiert haben. Wie erklären Sie sich das?“

„Das kann ich mir nicht erklären und ich behaupte nochmal, dass Sie sich irren.“ Ich faßte einen waghalsigen Plan.

„Dann haben Sie ja sicher nichts dagegen, dass wir einen Blick in Ihr Handy werfen, um festzustellen, ob wir Recht haben?“ 

Er bäumte sich ein wenig auf. Aber das konnte ich auch. Ich atmete tief ein und erlaubte mir die Bemerkung, dass das für mich an ‚Hausfriedensbruch‘ grenzen würde –schmunzelnd natürlich. In der Regel gewinne ich damit, aber diesmal gelang mir das nicht. Ich war mir natürlich meiner Sache sehr sicher und frötzelte weiter:
„Sind Sie überhaupt dazu berechtigt? Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?“

„Wenn Sie uns beweisen wollen, dass Sie nicht telefoniert haben, sollten Sie uns Ihr Handy aushändigen. Wenn Sie es nicht tun, werden wir die Sache ahnden.“

„Wieso“, wollte ich wissen, „der Beklagte ist doch nach dem Gesetz so lange unschuldig, bis ihm eine Schuld nachgewiesen wird, oder?“

Uuups Chris, jetzt halte mal langsam den Ball flach, ermahnte ich mich selbst.

„Also, zeigen Sie uns nun Ihr Handy?“ Seine Stimme wurde strenger.

„Nun gut, bitteschön.“

Ich fingerte erneut in meiner Jackentasche nach dem Mobilteil. Hoffentlich ziehe ich jetzt nicht das falsche heraus. Ich besitze nämlich zwei Stück – ein Diensthandy und ein privates. Aber wer weiß das schon? Sie unterscheiden sich deutlich tastbar von der Oberfläche ihres Gehäuses, so war auch das für mich kein Problem. Ich zog das Diensthandy, ein IPhone heraus und übergab es dem Beamten.

„Bitteschön, soll ich den Freigabecode schnell eingeben?“

„Ja, das wäre sehr hilfreich“, entgegnete der Beamte und begann sofort damit, in dem Handy zu wuseln. Offensichtlich kannte er sich sehr gut damit aus. Hoffentlich klingelt jetzt nicht das andere, dachte ich und bekam langsam Schweißperlen auf die Stirn. Mit dem Diensthandy hatte ich seit über einer Stunde weder telefoniert, noch ge-WhatsAppt oder ge-Vibert. Als er sämtliche Varianten ausspioniert hatte, lächelte er und meinte:
„Nochmal Schwein gehabt, ich kann wirklich nichts finden, was auf die Benutzung des Handys hinweist.“

„Sag ich doch!“ Ich wurde wieder kesser.

Er reichte es mir zurück, warnte mich aber dennoch vor der Benutzung während der Fahrt und wünschte mir eine gute Weiterreise.

Ich stieg zurück in meinen HONDI, kraulte ihn wiederholt unter dem Lenkrad, diesmal noch liebevoller als zuvor, schmunzelte und setzte meine Fahrt fort. Nach kaum 100 Metern klingelte erneut mein privates Smartphone… Aber ich habe ja eine Freisprechanlage – wer wird mir da schon was anhaben können?


© Christiane Rühmann


Manchmal ist es von Vorteil, wenn…

Was für ein Tag: Positiver Stress, ausgezeichnetes Wetter, ein nettes Date vor Augen, aber zuvor noch die Fellnasen meiner Tochter Gassi führen – und schon beginnt der echte Stress.

Nachdem ich meine Laptops eingepackt und meinen Schreibtisch aufgeräumt habe, ziehe ich meine Jacke an und verlasse bestens gelaunt mein Büro. Ich schließe die Fahrertüre meines treuen Freundes HONDI auf und stelle die Taschen auf den Beifahrersitz. Jetzt nur noch starten und dann kann es losgehen. Mist, habe ich ordnungsgemäß abgeschlossen und das Magnet auf ‚abwesend‘ geklatscht? Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Das ist wichtig, denn der Letzte, der das Gebäude verlässt, muss die Villa abschließen, um die Alarmanlage scharf zu schalten. Ich muss nochmal rein, das muss ich klären.

Alles war in Ordnung. Oh Mann, jetzt schießt es mir aber doch auf die Zeit. Also los, Fenster einen Spalt öffnen und erst mal eine Zigarette anzünden. Hoffentlich ist unterwegs nicht zu viel Verkehr und die Baustellenampeln mal endlich synchron geschaltet.

„Tut mir leid Kleiner, aber Du musst jetzt einen Zahn zulegen, damit ich rechtzeitig zu meiner Verabredung komme“, spreche ich zu meinem treuen Lebensgefährten.
Ich habe da so meine kleinen Tricks, um HONDI bei Laune zu halten. Am Wichtigsten sind die Gespräche, die ich mit ihm führe, z.B.: „Was denkst Du, schaffen wir die orange Ampel noch? Oder, heute haben wir Zeit, komm, wir machen einen kleinen Abstecher. Oder, schaffst Du zum Überholen auch mal kurzfristig 130?“ Dabei streichle ich ihm dann liebevoll über die Kontur seines signifikant geprägten  Lenkrades. Das liebt er. Genauso signalisiert er mir, wenn er Bedürfnisse hat. So beginnt er zu knurren, wenn er  Appetit auf eine ölige Mahlzeit hat oder lässt seine Nadel schlapp nach unten fallen, um zu sagen: ‚Du, ich schaffe die Strecke nicht, ich habe Durst.‘ Oft halte ich ihn auch mit ein wenig ‚Lenkradpetting‘ bei Laune, das hat er besonders gerne. Ich kraule ihn dann unter der Lenkung und streichle ein wenig die Armatur. Das ist der Moment, wo ich mir stets einbilde, dass er getunt ist und mindestens 15 PS mehr leistet, echt!!! Wir sind halt ein Herz und eine Seele.

Jetzt klingelt mein Handy. Mist, ausgerechnet jetzt. Ich habe in der Eile vergessen, die Freisprechanlage einzuschalten. Ich fingere nach dem Mobilteil in meiner Jackentasche und nehme das Gespräch an. Es ist ein völlig unwichtiges und überflüssiges Telefonat.

Na bitte, was sag ich?! Da stehen die Flachpfosten schon, durch ein Gebüsch getarnt und warten auf so Schwachmaten wie mich, um sie abzuzocken! Als ob sie nie mal eine kleine Gesetzüberschreitung begehen! Ich versuche noch, das Handy fallen zu lassen. Zu spät. Durch den Blick in die Rückspiegel habe ich sofort gemerkt, dass auch sie meinen ‚Fehltritt‘ bemerkt, ja vermutlich darauf gewartet  hatten. Sie folgten mir, blinkten mich an und forderten mich durch ein Lichtband auf, rechts ranzufahren. Bereitwillig signalisierte ich ihnen, dass ich ihrer freundlichen Aufforderung nachkommen würde, sobald sich eine Gelegenheit bieten würde.

Auf dem Parkstreifen, den ich angesteuert hatte, blieb ich im Fahrzeug sitzen und drehte sofort die Scheibe nach unten. Ein Beamter trat an mein Fahrzeug, stellte sich vor und forderte mich auf, die Fahrzeugpapiere auszuhändigen, die ich zunächst mal suchen musste. Er wunderte sich, als er sah, wo ich sie her kramte. Mal ehrlich, kann ich doch nichts für, wenn er stets ein Täschchen bei sich trägt, ich tue es jedenfalls nicht. Eine weibliche Beamtin inspizierte mein Fahrzeug von außen genauestens, kontrollierte das TÜV-Siegel, begutachtete das Profil aller 4 Räder und fragte nach einem Warndreieck und dem Verbandskasten. Dazu musste ich aussteigen, um es ihr im Kofferraum zu zeigen. Ich musste breit grinsen, als ich die Heckklappe öffnete, denn ich besaß von jedem Teil zwei Exemplare! Sie wollte wissen, warum das so ist und ich fragte im Gegenzug, ob das für sie von Bedeutung sei, was sie Zähne knirschend verneinte.

Der Beamte kam dann endlich auf den Punkt:
„Wir haben gesehen, dass Sie während der Fahrt telefoniert haben. Was sagen Sie dazu?“

„Sie müssen sich irren, ich habe eine Freisprechanlage, schauen Sie her“.

Ich hatte sie, als ich den Streifenwagen bemerkte, natürlich sofort eingeschaltet. Wenn ich das tue, leuchtet in kurzen Abständen ein blaues Signallicht, was mich erkennen lässt, dass meine Mobilphone via Bluetooth mit der Freisprechanlage verbunden sind.

„Wir haben aber gesehen, dass Sie ein Handy am Ohr hielten, während Sie uns passiert haben. Wie erklären Sie sich das?“

„Das kann ich mir nicht erklären und ich behaupte nochmal, dass Sie sich irren.“ Ich faßte einen waghalsigen Plan.

„Dann haben Sie ja sicher nichts dagegen, dass wir einen Blick in Ihr Handy werfen, um festzustellen, ob wir Recht haben?“ 

Er bäumte sich ein wenig auf. Aber das konnte ich auch. Ich atmete tief ein und erlaubte mir die Bemerkung, dass das für mich an ‚Hausfriedensbruch‘ grenzen würde –schmunzelnd natürlich. In der Regel gewinne ich damit, aber diesmal gelang mir das nicht. Ich war mir natürlich meiner Sache sehr sicher und frötzelte weiter:
„Sind Sie überhaupt dazu berechtigt? Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?“

„Wenn Sie uns beweisen wollen, dass Sie nicht telefoniert haben, sollten Sie uns Ihr Handy aushändigen. Wenn Sie es nicht tun, werden wir die Sache ahnden.“

„Wieso“, wollte ich wissen, „der Beklagte ist doch nach dem Gesetz so lange unschuldig, bis ihm eine Schuld nachgewiesen wird, oder?“

Uuups Chris, jetzt halte mal langsam den Ball flach, ermahnte ich mich selbst.

„Also, zeigen Sie uns nun Ihr Handy?“ Seine Stimme wurde strenger.

„Nun gut, bitteschön.“

Ich fingerte erneut in meiner Jackentasche nach dem Mobilteil. Hoffentlich ziehe ich jetzt nicht das falsche heraus. Ich besitze nämlich zwei Stück – ein Diensthandy und ein privates. Aber wer weiß das schon? Sie unterscheiden sich deutlich tastbar von der Oberfläche ihres Gehäuses, so war auch das für mich kein Problem. Ich zog das Diensthandy, ein IPhone heraus und übergab es dem Beamten.

„Bitteschön, soll ich den Freigabecode schnell eingeben?“

„Ja, das wäre sehr hilfreich“, entgegnete der Beamte und begann sofort damit, in dem Handy zu wuseln. Offensichtlich kannte er sich sehr gut damit aus. Hoffentlich klingelt jetzt nicht das andere, dachte ich und bekam langsam Schweißperlen auf die Stirn. Mit dem Diensthandy hatte ich seit über einer Stunde weder telefoniert, noch ge-WhatsAppt oder ge-Vibert. Als er sämtliche Varianten ausspioniert hatte, lächelte er und meinte:
„Nochmal Schwein gehabt, ich kann wirklich nichts finden, was auf die Benutzung des Handys hinweist.“

„Sag ich doch!“ Ich wurde wieder kesser.

Er reichte es mir zurück, warnte mich aber dennoch vor der Benutzung während der Fahrt und wünschte mir eine gute Weiterreise.

Ich stieg zurück in meinen HONDI, kraulte ihn wiederholt unter dem Lenkrad, diesmal noch liebevoller als zuvor, schmunzelte und setzte meine Fahrt fort. Nach kaum 100 Metern klingelte erneut mein privates Smartphone… Aber ich habe ja eine Freisprechanlage – wer wird mir da schon was anhaben können?


© Christiane Rühmann


Video zu meinem kleinen Weihnachtsbuch
Weihnachtliches

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=wvW8-53cHsA



Video zu meinem kleinen Weihnachtsbuch
Weihnachtliches

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=wvW8-53cHsA



Video zu meinem kleinen Weihnachtsbuch
Weihnachtliches

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Video zu meinem kleinen Weihnachtsbuch
Weihnachtliches

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Sanfte Augen
Sie schauen mich an,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Manchmal lächelnd,
manchmal traurig,
manchmal mahnend,
manchmal motivierend,
manchmal weinend,
manchmal still,
manchmal fröhlich.

Ich lerne, sie schätzen,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Ich denke an sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Irgendwann vermisse ich sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Jetzt habe ich sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

© Christiane Rühmann (12.10.2013)


Sanfte Augen
Sie schauen mich an,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Manchmal lächelnd,
manchmal traurig,
manchmal mahnend,
manchmal motivierend,
manchmal weinend,
manchmal still,
manchmal fröhlich.

Ich lerne, sie schätzen,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Ich denke an sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Irgendwann vermisse ich sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Jetzt habe ich sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

© Christiane Rühmann (12.10.2013)


Sanfte Augen
Sie schauen mich an,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Manchmal lächelnd,
manchmal traurig,
manchmal mahnend,
manchmal motivierend,
manchmal weinend,
manchmal still,
manchmal fröhlich.

Ich lerne, sie schätzen,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Ich denke an sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Irgendwann vermisse ich sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Jetzt habe ich sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

© Christiane Rühmann (12.10.2013)


Sanfte Augen
Sie schauen mich an,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Manchmal lächelnd,
manchmal traurig,
manchmal mahnend,
manchmal motivierend,
manchmal weinend,
manchmal still,
manchmal fröhlich.

Ich lerne, sie schätzen,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Ich denke an sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Irgendwann vermisse ich sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

Jetzt habe ich sie,
diese sanften und viel sagenden Augen.

© Christiane Rühmann (12.10.2013)


Großmama
Ich bin Deine Großmama
bin immer und ewig für Dich da,
wenn Dich dumme Träume plagen,
Wirres sich in Deinen Kopf will wagen.
wenn Dich ein Wehwehchen quält,
was sonst niemand für tragisch hält.
Ich halte Dir stets die Stange,
drum Kleine, sei niemals bange,
wenn es auch mal Zeiten gibt,
Du denkst, dass Dich niemand liebt,
Dir Tränen über die Wange rinnen,
MICH wirst Du immer gewinnen.

Ich liebe Deine süße Art,
die sich mich Raffinesse paart,
Dein schmunzelndes Gesicht,
wenn ich sag: „Das darfst Du nicht.“
Oft hast Du mich schon eingewickelt,
in Autoritätskonflikte verwickelt,
mich nur einfach angesehen,
als sei nichts Schreckliches geschehen,
hast Unruh gebracht in mein Leben,
doch für Dich will ich alles geben,
was ich noch geben kann.
Bitte denke stets daran.

Von Dir lass ich mich gern vom Schlaf abhalten,
um Dir Deinen Lebensraum zu gestalten,
lass Spielzeug einfach am Boden liegen,
ohne gleich `zu viel` zu kriegen
und tobe mit Dir über Bett und Tisch,
denn irgendwann erwisch ich Dich,
schließ Dich dann herzlich in die Arme
und das ist – glaub es mir nur,
in jeder Sekunde „Leben pur“.

Bleib, wie Du bist, verbieg Dich nicht,
so, wie Du bist, so lieb ich Dich.


© Christiane Rühmann (für meine Enkelin Mailine Loana)



Großmama
Ich bin Deine Großmama
bin immer und ewig für Dich da,
wenn Dich dumme Träume plagen,
Wirres sich in Deinen Kopf will wagen.
wenn Dich ein Wehwehchen quält,
was sonst niemand für tragisch hält.
Ich halte Dir stets die Stange,
drum Kleine, sei niemals bange,
wenn es auch mal Zeiten gibt,
Du denkst, dass Dich niemand liebt,
Dir Tränen über die Wange rinnen,
MICH wirst Du immer gewinnen.

Ich liebe Deine süße Art,
die sich mich Raffinesse paart,
Dein schmunzelndes Gesicht,
wenn ich sag: „Das darfst Du nicht.“
Oft hast Du mich schon eingewickelt,
in Autoritätskonflikte verwickelt,
mich nur einfach angesehen,
als sei nichts Schreckliches geschehen,
hast Unruh gebracht in mein Leben,
doch für Dich will ich alles geben,
was ich noch geben kann.
Bitte denke stets daran.

Von Dir lass ich mich gern vom Schlaf abhalten,
um Dir Deinen Lebensraum zu gestalten,
lass Spielzeug einfach am Boden liegen,
ohne gleich `zu viel` zu kriegen
und tobe mit Dir über Bett und Tisch,
denn irgendwann erwisch ich Dich,
schließ Dich dann herzlich in die Arme
und das ist – glaub es mir nur,
in jeder Sekunde „Leben pur“.

Bleib, wie Du bist, verbieg Dich nicht,
so, wie Du bist, so lieb ich Dich.


© Christiane Rühmann (für meine Enkelin Mailine Loana)



Großmama
Ich bin Deine Großmama
bin immer und ewig für Dich da,
wenn Dich dumme Träume plagen,
Wirres sich in Deinen Kopf will wagen.
wenn Dich ein Wehwehchen quält,
was sonst niemand für tragisch hält.
Ich halte Dir stets die Stange,
drum Kleine, sei niemals bange,
wenn es auch mal Zeiten gibt,
Du denkst, dass Dich niemand liebt,
Dir Tränen über die Wange rinnen,
MICH wirst Du immer gewinnen.

Ich liebe Deine süße Art,
die sich mich Raffinesse paart,
Dein schmunzelndes Gesicht,
wenn ich sag: „Das darfst Du nicht.“
Oft hast Du mich schon eingewickelt,
in Autoritätskonflikte verwickelt,
mich nur einfach angesehen,
als sei nichts Schreckliches geschehen,
hast Unruh gebracht in mein Leben,
doch für Dich will ich alles geben,
was ich noch geben kann.
Bitte denke stets daran.

Von Dir lass ich mich gern vom Schlaf abhalten,
um Dir Deinen Lebensraum zu gestalten,
lass Spielzeug einfach am Boden liegen,
ohne gleich `zu viel` zu kriegen
und tobe mit Dir über Bett und Tisch,
denn irgendwann erwisch ich Dich,
schließ Dich dann herzlich in die Arme
und das ist – glaub es mir nur,
in jeder Sekunde „Leben pur“.

Bleib, wie Du bist, verbieg Dich nicht,
so, wie Du bist, so lieb ich Dich.


© Christiane Rühmann (für meine Enkelin Mailine Loana)



Großmama
Ich bin Deine Großmama
bin immer und ewig für Dich da,
wenn Dich dumme Träume plagen,
Wirres sich in Deinen Kopf will wagen.
wenn Dich ein Wehwehchen quält,
was sonst niemand für tragisch hält.
Ich halte Dir stets die Stange,
drum Kleine, sei niemals bange,
wenn es auch mal Zeiten gibt,
Du denkst, dass Dich niemand liebt,
Dir Tränen über die Wange rinnen,
MICH wirst Du immer gewinnen.

Ich liebe Deine süße Art,
die sich mich Raffinesse paart,
Dein schmunzelndes Gesicht,
wenn ich sag: „Das darfst Du nicht.“
Oft hast Du mich schon eingewickelt,
in Autoritätskonflikte verwickelt,
mich nur einfach angesehen,
als sei nichts Schreckliches geschehen,
hast Unruh gebracht in mein Leben,
doch für Dich will ich alles geben,
was ich noch geben kann.
Bitte denke stets daran.

Von Dir lass ich mich gern vom Schlaf abhalten,
um Dir Deinen Lebensraum zu gestalten,
lass Spielzeug einfach am Boden liegen,
ohne gleich `zu viel` zu kriegen
und tobe mit Dir über Bett und Tisch,
denn irgendwann erwisch ich Dich,
schließ Dich dann herzlich in die Arme
und das ist – glaub es mir nur,
in jeder Sekunde „Leben pur“.

Bleib, wie Du bist, verbieg Dich nicht,
so, wie Du bist, so lieb ich Dich.


© Christiane Rühmann (für meine Enkelin Mailine Loana)



Dank

Ich danke Dir, Du schöner Tag,
weil ich Dich erleben mag,
mit allen Höhen und auch Tiefen,
die  mir über die Strecke liefen,
die mir bereichern jede Stunde.
Auf geht´s in die nächste Runde.

Wünsche, dass ein jeder Tag,
mir das gleiche beschert,
an dem ich ebenfalls nicht klag
über Ebbe oder Wellen,
sie werden meinen Tag erhellen.

Schönes will ich beibehalten,
meine Tage so gestalten,
dass ich Tag für Tag bemerke,
genau dies gibt mir meine Stärke.

Leben will ich um mich haben,
um mich ständig zu erlaben
an dem Herzschlag dieser Welt.
Das gibt es auch ohne Geld
und hilft Hürden zu überwinden.

Alles andere lässt sich finden.
© Christiane Rühmann


Dank

Ich danke Dir, Du schöner Tag,
weil ich Dich erleben mag,
mit allen Höhen und auch Tiefen,
die  mir über die Strecke liefen,
die mir bereichern jede Stunde.
Auf geht´s in die nächste Runde.

Wünsche, dass ein jeder Tag,
mir das gleiche beschert,
an dem ich ebenfalls nicht klag
über Ebbe oder Wellen,
sie werden meinen Tag erhellen.

Schönes will ich beibehalten,
meine Tage so gestalten,
dass ich Tag für Tag bemerke,
genau dies gibt mir meine Stärke.

Leben will ich um mich haben,
um mich ständig zu erlaben
an dem Herzschlag dieser Welt.
Das gibt es auch ohne Geld
und hilft Hürden zu überwinden.

Alles andere lässt sich finden.
© Christiane Rühmann


Dank

Ich danke Dir, Du schöner Tag,
weil ich Dich erleben mag,
mit allen Höhen und auch Tiefen,
die  mir über die Strecke liefen,
die mir bereichern jede Stunde.
Auf geht´s in die nächste Runde.

Wünsche, dass ein jeder Tag,
mir das gleiche beschert,
an dem ich ebenfalls nicht klag
über Ebbe oder Wellen,
sie werden meinen Tag erhellen.

Schönes will ich beibehalten,
meine Tage so gestalten,
dass ich Tag für Tag bemerke,
genau dies gibt mir meine Stärke.

Leben will ich um mich haben,
um mich ständig zu erlaben
an dem Herzschlag dieser Welt.
Das gibt es auch ohne Geld
und hilft Hürden zu überwinden.

Alles andere lässt sich finden.
© Christiane Rühmann


Dank

Ich danke Dir, Du schöner Tag,
weil ich Dich erleben mag,
mit allen Höhen und auch Tiefen,
die  mir über die Strecke liefen,
die mir bereichern jede Stunde.
Auf geht´s in die nächste Runde.

Wünsche, dass ein jeder Tag,
mir das gleiche beschert,
an dem ich ebenfalls nicht klag
über Ebbe oder Wellen,
sie werden meinen Tag erhellen.

Schönes will ich beibehalten,
meine Tage so gestalten,
dass ich Tag für Tag bemerke,
genau dies gibt mir meine Stärke.

Leben will ich um mich haben,
um mich ständig zu erlaben
an dem Herzschlag dieser Welt.
Das gibt es auch ohne Geld
und hilft Hürden zu überwinden.

Alles andere lässt sich finden.
© Christiane Rühmann


Meine kleine Zuckerschnecke...
Ist es ncht faszinierend zu sehen, wie sie im zarten Alter von 15 Monaten bereits beginnt, zu koordinieren, statt die rechte die linke Hand zu benutzen, zu erkennen, wofür der Schlafsack da ist, alles andere wegzuwerfen....?

Kinder sind ein Wunder... !!!!http://www.youtube.com/watch?v=5nb0Owyal94

Ich liebe es, Oma meiner Zuckerschnecke zu sein...


Meine kleine Zuckerschnecke...
Ist es ncht faszinierend zu sehen, wie sie im zarten Alter von 15 Monaten bereits beginnt, zu koordinieren, statt die rechte die linke Hand zu benutzen, zu erkennen, wofür der Schlafsack da ist, alles andere wegzuwerfen....?

Kinder sind ein Wunder... !!!!http://www.youtube.com/watch?v=5nb0Owyal94

Ich liebe es, Oma meiner Zuckerschnecke zu sein...


Meine kleine Zuckerschnecke...
Ist es ncht faszinierend zu sehen, wie sie im zarten Alter von 15 Monaten bereits beginnt, zu koordinieren, statt die rechte die linke Hand zu benutzen, zu erkennen, wofür der Schlafsack da ist, alles andere wegzuwerfen....?

Kinder sind ein Wunder... !!!!http://www.youtube.com/watch?v=5nb0Owyal94

Ich liebe es, Oma meiner Zuckerschnecke zu sein...


Meine kleine Zuckerschnecke...
Ist es ncht faszinierend zu sehen, wie sie im zarten Alter von 15 Monaten bereits beginnt, zu koordinieren, statt die rechte die linke Hand zu benutzen, zu erkennen, wofür der Schlafsack da ist, alles andere wegzuwerfen....?

Kinder sind ein Wunder... !!!!http://www.youtube.com/watch?v=5nb0Owyal94

Ich liebe es, Oma meiner Zuckerschnecke zu sein...


`Squaw zur fliegenden Hand`

Wir kennen sie alle, die sinnvollen Namen aus Indianergeschichten wie ‚Häuptling tanzender Bär‘ oder ‚Fliegender Adler‘ und weitere.

Ich trage ab heute einen ähnlichen Namen: ‚Squaw zur fliegenden Hand‘!

Wie ich dazu gekommen bin? Ganz einfach:
Mein Vetter aus Florida, der seit zwei Monaten geschäftlich in Deutschland weilt, hatte für 7 Tage beruflich in London zu tun. Heute kehrte er von seiner Reise zurück. Er hatte nach dem ICE von Köln aus ein Taxi zu mir nach Leverkusen-Schlebusch, wo ich mein Büro habe, genommen. Wir hatten besprochen, dass ich ihn nach Büroschluss nach Hause fahren sollte. Ihm war bekannt, dass ich vorher allerdings noch einiges zu erledigen hatte. Ich hatte meinen Wagen zum Bremsen belegen in der Werkstatt angemeldet, keine Wartezeit also, so war ich dort innerhalb einer halben Stunde fertig und hatte nur noch kurz ein Päckchen zur Post zu bringen. Geduldig nahm er meine noch „vorher-Erledigungen“ in Kauf. Im Gegenteil, es machte ihm nichts aus. So hatten wir Gelegenheit, ein wenig Zeit miteinander zu verbringen und konnten uns ein wenig unterhalten.

Allerdings fiel ihm bereits nach Verlassen meines Stellplatzes in Leverkusen auf, dass ich grüßend meine Hand hob, als ich einen mir bekannten `Boddyguard`auf der anderen Straßenseite sah. Dieser warf mir eine Kusshand zu und lachte fröhlich. Kaum hatten wir ihn passiert, kam mir ein Fahrzeug entgegen, dessen Fahrer mich kurz anblinkte und mich freundlich grüßte. Wieder erhob ich meine Hand, diesmal die andere, und winkte zurück. Ich fahre bis zur Werkstatt 8 km auf der Bundesstraße. Auf dieser Strecke wurde ich mindestens achtmal angeblinkt und jedesmal flogen meine Hände – mal die linke, mal die rechte – zum Gegengruß nach oben. Mir fällt das überhaupt nicht mehr auf, im Gegensatz zu meinem Beifahrer, der das sehr wohl registrierte. Bislang hatte er sich noch nicht dazu geäußert, das sollte noch kommen.

In der Werkstatt angekommen, war mir sogar ein Wagen auf den Hof gefolgt, von einem alten Freund, den ich lange nicht gesehen hatte. Er stieg aus, wartete bis ich meinen Wagen verlassen hatte und nahm mich warmherzig in den Arm. Wir plauschten zwei Minuten und tauschten unsere Mobilnummern aus.

Cousin F. hatte auch dieses registriert. Der Mechaniker kam und busselte mich links und rechts, reparierte meinen HONDI und verabschiedete sich genau so liebevoll, wie er mich begrüßt hatte.

Nun noch zur Post, das Päckchen in Auftrag geben. Ein Weg von 1,5 km allenfalls, auf denen ich wiederum etwa fünfmal grüßend meine Hände heben musste. Vor der Shop-in-Shop-Filiale traf ich eine ehemalige Arbeitskollegin. Auch wir herzten uns, um uns jedoch schnell wieder zu verabschieden, weil ich meinen Cousin nach Hause fahren wollte.

Wieder auf der Bundesstraße in die dritte Stadt, in die wir fuhren, geschah nicht wirklich was anderes. Ich grüßte links, winkte rechts, tippte zum Gruß kurz mehrmals auf die Hupe. Jedesmal streckten sich Hände aus Fahrzeugen oder aus irgendwelchen Fenstern, die mich vorüber fahren sahen. Selbst in der City des dritten Ortes ging das so weiter.

Endlich sagte F. etwas dazu:
„Mensch Chris, Du bist ja die `Squaw der fliegenden Hand`. Ja, so werde ich Dich künftig nennen: Fliegende Hand`! So etwas habe ich ja schon lange nicht erlebt. Du bist offensichtlich sehr beliebt und bekannt wie ein bunter Hund!“

Er lachte dabei und schüttelte gleichzeitig sein Haupt.

Als ich ihn vor der Haustür seines `German-Domizils` abgesetzt und mich von ihm mit einer Umarmung verabschiedet hatte, flog zum Schluss als Abschiedsgruß meine Hand zum gefühlten 35.-Mal auf diesen knapp 30 km Fahrstrecke in die Höhe…


© Christiane Rühmann (Squaw zur fliegenden Hand, 11.07.2013)


`Squaw zur fliegenden Hand`

Wir kennen sie alle, die sinnvollen Namen aus Indianergeschichten wie ‚Häuptling tanzender Bär‘ oder ‚Fliegender Adler‘ und weitere.

Ich trage ab heute einen ähnlichen Namen: ‚Squaw zur fliegenden Hand‘!

Wie ich dazu gekommen bin? Ganz einfach:
Mein Vetter aus Florida, der seit zwei Monaten geschäftlich in Deutschland weilt, hatte für 7 Tage beruflich in London zu tun. Heute kehrte er von seiner Reise zurück. Er hatte nach dem ICE von Köln aus ein Taxi zu mir nach Leverkusen-Schlebusch, wo ich mein Büro habe, genommen. Wir hatten besprochen, dass ich ihn nach Büroschluss nach Hause fahren sollte. Ihm war bekannt, dass ich vorher allerdings noch einiges zu erledigen hatte. Ich hatte meinen Wagen zum Bremsen belegen in der Werkstatt angemeldet, keine Wartezeit also, so war ich dort innerhalb einer halben Stunde fertig und hatte nur noch kurz ein Päckchen zur Post zu bringen. Geduldig nahm er meine noch „vorher-Erledigungen“ in Kauf. Im Gegenteil, es machte ihm nichts aus. So hatten wir Gelegenheit, ein wenig Zeit miteinander zu verbringen und konnten uns ein wenig unterhalten.

Allerdings fiel ihm bereits nach Verlassen meines Stellplatzes in Leverkusen auf, dass ich grüßend meine Hand hob, als ich einen mir bekannten `Boddyguard`auf der anderen Straßenseite sah. Dieser warf mir eine Kusshand zu und lachte fröhlich. Kaum hatten wir ihn passiert, kam mir ein Fahrzeug entgegen, dessen Fahrer mich kurz anblinkte und mich freundlich grüßte. Wieder erhob ich meine Hand, diesmal die andere, und winkte zurück. Ich fahre bis zur Werkstatt 8 km auf der Bundesstraße. Auf dieser Strecke wurde ich mindestens achtmal angeblinkt und jedesmal flogen meine Hände – mal die linke, mal die rechte – zum Gegengruß nach oben. Mir fällt das überhaupt nicht mehr auf, im Gegensatz zu meinem Beifahrer, der das sehr wohl registrierte. Bislang hatte er sich noch nicht dazu geäußert, das sollte noch kommen.

In der Werkstatt angekommen, war mir sogar ein Wagen auf den Hof gefolgt, von einem alten Freund, den ich lange nicht gesehen hatte. Er stieg aus, wartete bis ich meinen Wagen verlassen hatte und nahm mich warmherzig in den Arm. Wir plauschten zwei Minuten und tauschten unsere Mobilnummern aus.

Cousin F. hatte auch dieses registriert. Der Mechaniker kam und busselte mich links und rechts, reparierte meinen HONDI und verabschiedete sich genau so liebevoll, wie er mich begrüßt hatte.

Nun noch zur Post, das Päckchen in Auftrag geben. Ein Weg von 1,5 km allenfalls, auf denen ich wiederum etwa fünfmal grüßend meine Hände heben musste. Vor der Shop-in-Shop-Filiale traf ich eine ehemalige Arbeitskollegin. Auch wir herzten uns, um uns jedoch schnell wieder zu verabschieden, weil ich meinen Cousin nach Hause fahren wollte.

Wieder auf der Bundesstraße in die dritte Stadt, in die wir fuhren, geschah nicht wirklich was anderes. Ich grüßte links, winkte rechts, tippte zum Gruß kurz mehrmals auf die Hupe. Jedesmal streckten sich Hände aus Fahrzeugen oder aus irgendwelchen Fenstern, die mich vorüber fahren sahen. Selbst in der City des dritten Ortes ging das so weiter.

Endlich sagte F. etwas dazu:
„Mensch Chris, Du bist ja die `Squaw der fliegenden Hand`. Ja, so werde ich Dich künftig nennen: Fliegende Hand`! So etwas habe ich ja schon lange nicht erlebt. Du bist offensichtlich sehr beliebt und bekannt wie ein bunter Hund!“

Er lachte dabei und schüttelte gleichzeitig sein Haupt.

Als ich ihn vor der Haustür seines `German-Domizils` abgesetzt und mich von ihm mit einer Umarmung verabschiedet hatte, flog zum Schluss als Abschiedsgruß meine Hand zum gefühlten 35.-Mal auf diesen knapp 30 km Fahrstrecke in die Höhe…


© Christiane Rühmann (Squaw zur fliegenden Hand, 11.07.2013)


`Squaw zur fliegenden Hand`

Wir kennen sie alle, die sinnvollen Namen aus Indianergeschichten wie ‚Häuptling tanzender Bär‘ oder ‚Fliegender Adler‘ und weitere.

Ich trage ab heute einen ähnlichen Namen: ‚Squaw zur fliegenden Hand‘!

Wie ich dazu gekommen bin? Ganz einfach:
Mein Vetter aus Florida, der seit zwei Monaten geschäftlich in Deutschland weilt, hatte für 7 Tage beruflich in London zu tun. Heute kehrte er von seiner Reise zurück. Er hatte nach dem ICE von Köln aus ein Taxi zu mir nach Leverkusen-Schlebusch, wo ich mein Büro habe, genommen. Wir hatten besprochen, dass ich ihn nach Büroschluss nach Hause fahren sollte. Ihm war bekannt, dass ich vorher allerdings noch einiges zu erledigen hatte. Ich hatte meinen Wagen zum Bremsen belegen in der Werkstatt angemeldet, keine Wartezeit also, so war ich dort innerhalb einer halben Stunde fertig und hatte nur noch kurz ein Päckchen zur Post zu bringen. Geduldig nahm er meine noch „vorher-Erledigungen“ in Kauf. Im Gegenteil, es machte ihm nichts aus. So hatten wir Gelegenheit, ein wenig Zeit miteinander zu verbringen und konnten uns ein wenig unterhalten.

Allerdings fiel ihm bereits nach Verlassen meines Stellplatzes in Leverkusen auf, dass ich grüßend meine Hand hob, als ich einen mir bekannten `Boddyguard`auf der anderen Straßenseite sah. Dieser warf mir eine Kusshand zu und lachte fröhlich. Kaum hatten wir ihn passiert, kam mir ein Fahrzeug entgegen, dessen Fahrer mich kurz anblinkte und mich freundlich grüßte. Wieder erhob ich meine Hand, diesmal die andere, und winkte zurück. Ich fahre bis zur Werkstatt 8 km auf der Bundesstraße. Auf dieser Strecke wurde ich mindestens achtmal angeblinkt und jedesmal flogen meine Hände – mal die linke, mal die rechte – zum Gegengruß nach oben. Mir fällt das überhaupt nicht mehr auf, im Gegensatz zu meinem Beifahrer, der das sehr wohl registrierte. Bislang hatte er sich noch nicht dazu geäußert, das sollte noch kommen.

In der Werkstatt angekommen, war mir sogar ein Wagen auf den Hof gefolgt, von einem alten Freund, den ich lange nicht gesehen hatte. Er stieg aus, wartete bis ich meinen Wagen verlassen hatte und nahm mich warmherzig in den Arm. Wir plauschten zwei Minuten und tauschten unsere Mobilnummern aus.

Cousin F. hatte auch dieses registriert. Der Mechaniker kam und busselte mich links und rechts, reparierte meinen HONDI und verabschiedete sich genau so liebevoll, wie er mich begrüßt hatte.

Nun noch zur Post, das Päckchen in Auftrag geben. Ein Weg von 1,5 km allenfalls, auf denen ich wiederum etwa fünfmal grüßend meine Hände heben musste. Vor der Shop-in-Shop-Filiale traf ich eine ehemalige Arbeitskollegin. Auch wir herzten uns, um uns jedoch schnell wieder zu verabschieden, weil ich meinen Cousin nach Hause fahren wollte.

Wieder auf der Bundesstraße in die dritte Stadt, in die wir fuhren, geschah nicht wirklich was anderes. Ich grüßte links, winkte rechts, tippte zum Gruß kurz mehrmals auf die Hupe. Jedesmal streckten sich Hände aus Fahrzeugen oder aus irgendwelchen Fenstern, die mich vorüber fahren sahen. Selbst in der City des dritten Ortes ging das so weiter.

Endlich sagte F. etwas dazu:
„Mensch Chris, Du bist ja die `Squaw der fliegenden Hand`. Ja, so werde ich Dich künftig nennen: Fliegende Hand`! So etwas habe ich ja schon lange nicht erlebt. Du bist offensichtlich sehr beliebt und bekannt wie ein bunter Hund!“

Er lachte dabei und schüttelte gleichzeitig sein Haupt.

Als ich ihn vor der Haustür seines `German-Domizils` abgesetzt und mich von ihm mit einer Umarmung verabschiedet hatte, flog zum Schluss als Abschiedsgruß meine Hand zum gefühlten 35.-Mal auf diesen knapp 30 km Fahrstrecke in die Höhe…


© Christiane Rühmann (Squaw zur fliegenden Hand, 11.07.2013)


`Squaw zur fliegenden Hand`

Wir kennen sie alle, die sinnvollen Namen aus Indianergeschichten wie ‚Häuptling tanzender Bär‘ oder ‚Fliegender Adler‘ und weitere.

Ich trage ab heute einen ähnlichen Namen: ‚Squaw zur fliegenden Hand‘!

Wie ich dazu gekommen bin? Ganz einfach:
Mein Vetter aus Florida, der seit zwei Monaten geschäftlich in Deutschland weilt, hatte für 7 Tage beruflich in London zu tun. Heute kehrte er von seiner Reise zurück. Er hatte nach dem ICE von Köln aus ein Taxi zu mir nach Leverkusen-Schlebusch, wo ich mein Büro habe, genommen. Wir hatten besprochen, dass ich ihn nach Büroschluss nach Hause fahren sollte. Ihm war bekannt, dass ich vorher allerdings noch einiges zu erledigen hatte. Ich hatte meinen Wagen zum Bremsen belegen in der Werkstatt angemeldet, keine Wartezeit also, so war ich dort innerhalb einer halben Stunde fertig und hatte nur noch kurz ein Päckchen zur Post zu bringen. Geduldig nahm er meine noch „vorher-Erledigungen“ in Kauf. Im Gegenteil, es machte ihm nichts aus. So hatten wir Gelegenheit, ein wenig Zeit miteinander zu verbringen und konnten uns ein wenig unterhalten.

Allerdings fiel ihm bereits nach Verlassen meines Stellplatzes in Leverkusen auf, dass ich grüßend meine Hand hob, als ich einen mir bekannten `Boddyguard`auf der anderen Straßenseite sah. Dieser warf mir eine Kusshand zu und lachte fröhlich. Kaum hatten wir ihn passiert, kam mir ein Fahrzeug entgegen, dessen Fahrer mich kurz anblinkte und mich freundlich grüßte. Wieder erhob ich meine Hand, diesmal die andere, und winkte zurück. Ich fahre bis zur Werkstatt 8 km auf der Bundesstraße. Auf dieser Strecke wurde ich mindestens achtmal angeblinkt und jedesmal flogen meine Hände – mal die linke, mal die rechte – zum Gegengruß nach oben. Mir fällt das überhaupt nicht mehr auf, im Gegensatz zu meinem Beifahrer, der das sehr wohl registrierte. Bislang hatte er sich noch nicht dazu geäußert, das sollte noch kommen.

In der Werkstatt angekommen, war mir sogar ein Wagen auf den Hof gefolgt, von einem alten Freund, den ich lange nicht gesehen hatte. Er stieg aus, wartete bis ich meinen Wagen verlassen hatte und nahm mich warmherzig in den Arm. Wir plauschten zwei Minuten und tauschten unsere Mobilnummern aus.

Cousin F. hatte auch dieses registriert. Der Mechaniker kam und busselte mich links und rechts, reparierte meinen HONDI und verabschiedete sich genau so liebevoll, wie er mich begrüßt hatte.

Nun noch zur Post, das Päckchen in Auftrag geben. Ein Weg von 1,5 km allenfalls, auf denen ich wiederum etwa fünfmal grüßend meine Hände heben musste. Vor der Shop-in-Shop-Filiale traf ich eine ehemalige Arbeitskollegin. Auch wir herzten uns, um uns jedoch schnell wieder zu verabschieden, weil ich meinen Cousin nach Hause fahren wollte.

Wieder auf der Bundesstraße in die dritte Stadt, in die wir fuhren, geschah nicht wirklich was anderes. Ich grüßte links, winkte rechts, tippte zum Gruß kurz mehrmals auf die Hupe. Jedesmal streckten sich Hände aus Fahrzeugen oder aus irgendwelchen Fenstern, die mich vorüber fahren sahen. Selbst in der City des dritten Ortes ging das so weiter.

Endlich sagte F. etwas dazu:
„Mensch Chris, Du bist ja die `Squaw der fliegenden Hand`. Ja, so werde ich Dich künftig nennen: Fliegende Hand`! So etwas habe ich ja schon lange nicht erlebt. Du bist offensichtlich sehr beliebt und bekannt wie ein bunter Hund!“

Er lachte dabei und schüttelte gleichzeitig sein Haupt.

Als ich ihn vor der Haustür seines `German-Domizils` abgesetzt und mich von ihm mit einer Umarmung verabschiedet hatte, flog zum Schluss als Abschiedsgruß meine Hand zum gefühlten 35.-Mal auf diesen knapp 30 km Fahrstrecke in die Höhe…


© Christiane Rühmann (Squaw zur fliegenden Hand, 11.07.2013)


Gerne

Kann ich Dir helfen?
Ich tue es gerne!
Frag mich nur und Du wirst sehen,
es soll zu Deinem Wohl geschehen.
Hab keine Angst vor einem NEIN.
Wenn möglich, werde ich bei Dir sein.
Frag nur – denn das ist wichtig,
sonst ist eine Freundin nichtig!
Ich steh zu Dir, weil wir Freunde sind.
Dieses merke Dir mein Kind!!

© Christiane Rühmann (29.06.2013)


Gerne

Kann ich Dir helfen?
Ich tue es gerne!
Frag mich nur und Du wirst sehen,
es soll zu Deinem Wohl geschehen.
Hab keine Angst vor einem NEIN.
Wenn möglich, werde ich bei Dir sein.
Frag nur – denn das ist wichtig,
sonst ist eine Freundin nichtig!
Ich steh zu Dir, weil wir Freunde sind.
Dieses merke Dir mein Kind!!

© Christiane Rühmann (29.06.2013)


Gerne

Kann ich Dir helfen?
Ich tue es gerne!
Frag mich nur und Du wirst sehen,
es soll zu Deinem Wohl geschehen.
Hab keine Angst vor einem NEIN.
Wenn möglich, werde ich bei Dir sein.
Frag nur – denn das ist wichtig,
sonst ist eine Freundin nichtig!
Ich steh zu Dir, weil wir Freunde sind.
Dieses merke Dir mein Kind!!

© Christiane Rühmann (29.06.2013)


Gerne

Kann ich Dir helfen?
Ich tue es gerne!
Frag mich nur und Du wirst sehen,
es soll zu Deinem Wohl geschehen.
Hab keine Angst vor einem NEIN.
Wenn möglich, werde ich bei Dir sein.
Frag nur – denn das ist wichtig,
sonst ist eine Freundin nichtig!
Ich steh zu Dir, weil wir Freunde sind.
Dieses merke Dir mein Kind!!

© Christiane Rühmann (29.06.2013)


Hintern

Wenn jemand sich am Hintern kratzt,
hat er wohl die Reinigung verpatzt!
Wird das Jucken immer schlimmer,
hilft eine Dusche wohl nimmer…


© Christiane Rühmann (23.04.2013)


Hintern

Wenn jemand sich am Hintern kratzt,
hat er wohl die Reinigung verpatzt!
Wird das Jucken immer schlimmer,
hilft eine Dusche wohl nimmer…


© Christiane Rühmann (23.04.2013)


Hintern

Wenn jemand sich am Hintern kratzt,
hat er wohl die Reinigung verpatzt!
Wird das Jucken immer schlimmer,
hilft eine Dusche wohl nimmer…


© Christiane Rühmann (23.04.2013)


Hintern

Wenn jemand sich am Hintern kratzt,
hat er wohl die Reinigung verpatzt!
Wird das Jucken immer schlimmer,
hilft eine Dusche wohl nimmer…


© Christiane Rühmann (23.04.2013)


Sporthalle
Sporthalle
Ist das ätzend!!
Hier ist eine Luft, die man schneiden kann!
Eher mehr Männer als Frauen rangeln sich auf den Sportgeräten. Vor Schweiß müffelnd versuchen sie, ihren oftmals eher Kniegelenken von Spatzen gleichenden Muskeln, noch mehr Ausdruck zu geben. Für was? Für wen? Wollen sie damit Eindruck schinden? Bei wem denn?
Ich setze mich hin und beobachte zunächst mal die Lage meiner Schnupperstunde. Krass, was man alles tut, um cool, muskulös oder vielleicht gut trainiert auszusehen.
Warum bin ich denn eigentlich hier?
Ach ja, es fällt mir wieder ein. Ich bin fast Sechzig und mein Elan verleitet mich, ein wenig für mein körperliches Wohlbefinden zu tun. Zumal ich jammernd bemerke, dass sich meine Muskulatur Tag für Tag mehr zurück zieht. Ja, wo will sie denn hin?
Trägershirts, Tops und Dergleichen, stehen mir schon lange nicht mehr so, wie noch vor etwa zwei Jahren. Das habe ich selbst bemerkt, wenn ich versuchte, mich noch ansprechend und jugendlich zu kleiden. Wo ist sie auf einmal geblieben, meine Jugend? Befinde ich mich jetzt in der sogenannten „Midlife-Krise“?
Verärgert betrachte ich das Resultat in meinem Ganzkörperspiegel.
„Das ist das Ende Deiner Karriere“, denke ich. Welcher Karriere? Lach mich weg!
„Hast ja nie eine gehabt“, gebe ich mir selbst zur Antwort. Ich probiere einige Kleidungsstücke aus, die zeitlos sind, und sich noch in meinem Kleiderschrank verbergen. Ich hatte mir vorgenommen, alles, was nicht mehr passen würde, in die Altkleider-Sammlung zu geben, um Platz für Neues zu schaffen.
Merkwürdig: Je mehr ich an- und wieder auszog, umso mehr kamen mir Gedanken, dass mir das ja noch passen würde! Ist doch so!!! Hosen mit Schlag sind wieder ‚in‘ und Rüschenblusen ebenfalls. Zugegeben, durch meine „irritierte Gesundheit“ hatte ich vorübergehend mehr als 15 kg verloren; aber wer sagte mir denn, dass ich das nicht wieder aufholen würde? Immerhin wiege ich jetzt wieder 62 kg bei 1,72 m Größe. Das ist doch perfekt, nicht?
Ich sortierte und sortierte. Zuletzt blieb nur eine kleine Plastiktüte mit ausrangierten Kleidungsstücken übrig, von denen ich mich trennen wollte. Ich fand sogar noch mein Konfirmationskleid, das ich 1968 trug. Die Verlockung war groß. Würde es mir noch passen? Angezogen! Tatsache, es passte noch! Zugegeben, um den Reißverschluss zu schließen, musste ich die Luft anhalten, aber als ich einmal drinnen steckte, ging´s.
Krass! 45 Jahre lagen dazwischen, als ich es zum letzten Mal getragen hatte. – Irgendwie schön! Nun ja, gewisse Umstände haben mich dazu geführt, nicht übermäßig an Gewicht zuzunehmen; aber das war die Zeit nach meinem 48. Lebensjahr. Immerhin bin ich bis dahin meiner Linie einigermaßen treu geblieben, zumindest, was die körperliche Linie betrifft.
Die andere Linie habe ich erst gefunden, als ich Step by Step den Lebenserfahrungen gefolgt, meinen eigenen Erfahrungen sowie den Erkenntnissen aus zahlreichen Seminaren, die ich absolvieren durfte, gefolgt bin. Kraft machte sich dadurch in mir breit.
Hahahaaa, nicht die Kraft, die man in einem Fitnessstudio erarbeiten kann, sondern innerliche Kraft. Innerliche Kraft und Stärke, die mich trotzen ließen und lassen. Wer bitteschön, ist stärker als ICH? Wer bitteschön, bestimmt mein Leben? Das bin doch ICH, oder? Wer sagt mir, dass ich seine Socken oder Unterhosen waschen und bügeln soll? Ob ich das tue, entscheide doch wohl wiedermal ICH!
Genau das hatte ich vergessen in den vergangenen Jahren! Ich hatte MICH vergessen! Es war nicht leicht, mich in den Vordergrund zu stellen, allerdings hätte ich ohne diese Selbsterkenntnis bis heute nicht überlebt.
Egoismus ist sehr gesund. Das finden Männer bereits seit mehreren Jahrhunderten. Sie haben jedoch dabei die Emanzipation wohl total übersehen – so etwa wie eine rote Ampel. Diese „rote Ampel“ wird ihnen heutzutage oft zum Verhältnis. Immer noch sind sie der Meinung, dass eine Frau an den Herd gehört und keine eigenen Rechte hat. Da müssen sie sich nicht wundern, dass sie früher oder später ohne ihren „Hausroboter“ da stehen und ihre Wäsche selbst waschen und bügeln müssen. Macho´s eben….
Das lässt mich jetzt wieder an mich erinnern. Wie war das noch? Warum war ich nochmal hier? Wollte ich mir diese schwitzenden und tätowierten grunzenden Ungeheuer ansehen? Garantiert nicht!!
Zugegeben, einige von ihnen hatten durchaus etwas Anziehendes. Andere wieder irgendwelche schwachsinnige Tattoos, schmierig glänzende Muskeln, total glänzende breite Scheitel (Glatzen), usw.
Ich hatte ursprünglich eine andere Intuition, die ich jedoch jetzt Stück für Stück weiter nach hinten schiebe.
Nein, das muss ich mir nicht antun: Leute in der Midlife-Crise sind nicht mein Ding!
Ich beschloss, zu meinem alternden Körper zu stehen, ihn zu akzeptieren. Immerhin laufe ich mit meinen annähernd 60 Jahren noch manchem oder mancher 30-jährigen auf der Treppe davon, obwohl ich ein Kilogramm Metall für insgesamt über 10.000 € in meinem Körper trage. Was muss ich mir also beweisen und warum bin ich hier her gekommen?
Aah, jetzt weiß ich es wieder! Ich sollte/wollte die Erkenntnis erhalten, dass ich ICH bin und mich so akzeptieren soll, wie ich bin.
Scheiß doch auf die schlappen Unterarme! Das ist altersbedingt und die Muskeln kehren nie mehr zurück! Ich liebe mich so, wie ich bin… Scheiß auf die Menschen, die sich nur abstrampeln, um anderen Menschen zu gefallen. ICH bleibe ICH…. Und so bin ich richtig!

© Christiane Rühmann (23.04.2011)


Sporthalle
Sporthalle
Ist das ätzend!!
Hier ist eine Luft, die man schneiden kann!
Eher mehr Männer als Frauen rangeln sich auf den Sportgeräten. Vor Schweiß müffelnd versuchen sie, ihren oftmals eher Kniegelenken von Spatzen gleichenden Muskeln, noch mehr Ausdruck zu geben. Für was? Für wen? Wollen sie damit Eindruck schinden? Bei wem denn?
Ich setze mich hin und beobachte zunächst mal die Lage meiner Schnupperstunde. Krass, was man alles tut, um cool, muskulös oder vielleicht gut trainiert auszusehen.
Warum bin ich denn eigentlich hier?
Ach ja, es fällt mir wieder ein. Ich bin fast Sechzig und mein Elan verleitet mich, ein wenig für mein körperliches Wohlbefinden zu tun. Zumal ich jammernd bemerke, dass sich meine Muskulatur Tag für Tag mehr zurück zieht. Ja, wo will sie denn hin?
Trägershirts, Tops und Dergleichen, stehen mir schon lange nicht mehr so, wie noch vor etwa zwei Jahren. Das habe ich selbst bemerkt, wenn ich versuchte, mich noch ansprechend und jugendlich zu kleiden. Wo ist sie auf einmal geblieben, meine Jugend? Befinde ich mich jetzt in der sogenannten „Midlife-Krise“?
Verärgert betrachte ich das Resultat in meinem Ganzkörperspiegel.
„Das ist das Ende Deiner Karriere“, denke ich. Welcher Karriere? Lach mich weg!
„Hast ja nie eine gehabt“, gebe ich mir selbst zur Antwort. Ich probiere einige Kleidungsstücke aus, die zeitlos sind, und sich noch in meinem Kleiderschrank verbergen. Ich hatte mir vorgenommen, alles, was nicht mehr passen würde, in die Altkleider-Sammlung zu geben, um Platz für Neues zu schaffen.
Merkwürdig: Je mehr ich an- und wieder auszog, umso mehr kamen mir Gedanken, dass mir das ja noch passen würde! Ist doch so!!! Hosen mit Schlag sind wieder ‚in‘ und Rüschenblusen ebenfalls. Zugegeben, durch meine „irritierte Gesundheit“ hatte ich vorübergehend mehr als 15 kg verloren; aber wer sagte mir denn, dass ich das nicht wieder aufholen würde? Immerhin wiege ich jetzt wieder 62 kg bei 1,72 m Größe. Das ist doch perfekt, nicht?
Ich sortierte und sortierte. Zuletzt blieb nur eine kleine Plastiktüte mit ausrangierten Kleidungsstücken übrig, von denen ich mich trennen wollte. Ich fand sogar noch mein Konfirmationskleid, das ich 1968 trug. Die Verlockung war groß. Würde es mir noch passen? Angezogen! Tatsache, es passte noch! Zugegeben, um den Reißverschluss zu schließen, musste ich die Luft anhalten, aber als ich einmal drinnen steckte, ging´s.
Krass! 45 Jahre lagen dazwischen, als ich es zum letzten Mal getragen hatte. – Irgendwie schön! Nun ja, gewisse Umstände haben mich dazu geführt, nicht übermäßig an Gewicht zuzunehmen; aber das war die Zeit nach meinem 48. Lebensjahr. Immerhin bin ich bis dahin meiner Linie einigermaßen treu geblieben, zumindest, was die körperliche Linie betrifft.
Die andere Linie habe ich erst gefunden, als ich Step by Step den Lebenserfahrungen gefolgt, meinen eigenen Erfahrungen sowie den Erkenntnissen aus zahlreichen Seminaren, die ich absolvieren durfte, gefolgt bin. Kraft machte sich dadurch in mir breit.
Hahahaaa, nicht die Kraft, die man in einem Fitnessstudio erarbeiten kann, sondern innerliche Kraft. Innerliche Kraft und Stärke, die mich trotzen ließen und lassen. Wer bitteschön, ist stärker als ICH? Wer bitteschön, bestimmt mein Leben? Das bin doch ICH, oder? Wer sagt mir, dass ich seine Socken oder Unterhosen waschen und bügeln soll? Ob ich das tue, entscheide doch wohl wiedermal ICH!
Genau das hatte ich vergessen in den vergangenen Jahren! Ich hatte MICH vergessen! Es war nicht leicht, mich in den Vordergrund zu stellen, allerdings hätte ich ohne diese Selbsterkenntnis bis heute nicht überlebt.
Egoismus ist sehr gesund. Das finden Männer bereits seit mehreren Jahrhunderten. Sie haben jedoch dabei die Emanzipation wohl total übersehen – so etwa wie eine rote Ampel. Diese „rote Ampel“ wird ihnen heutzutage oft zum Verhältnis. Immer noch sind sie der Meinung, dass eine Frau an den Herd gehört und keine eigenen Rechte hat. Da müssen sie sich nicht wundern, dass sie früher oder später ohne ihren „Hausroboter“ da stehen und ihre Wäsche selbst waschen und bügeln müssen. Macho´s eben….
Das lässt mich jetzt wieder an mich erinnern. Wie war das noch? Warum war ich nochmal hier? Wollte ich mir diese schwitzenden und tätowierten grunzenden Ungeheuer ansehen? Garantiert nicht!!
Zugegeben, einige von ihnen hatten durchaus etwas Anziehendes. Andere wieder irgendwelche schwachsinnige Tattoos, schmierig glänzende Muskeln, total glänzende breite Scheitel (Glatzen), usw.
Ich hatte ursprünglich eine andere Intuition, die ich jedoch jetzt Stück für Stück weiter nach hinten schiebe.
Nein, das muss ich mir nicht antun: Leute in der Midlife-Crise sind nicht mein Ding!
Ich beschloss, zu meinem alternden Körper zu stehen, ihn zu akzeptieren. Immerhin laufe ich mit meinen annähernd 60 Jahren noch manchem oder mancher 30-jährigen auf der Treppe davon, obwohl ich ein Kilogramm Metall für insgesamt über 10.000 € in meinem Körper trage. Was muss ich mir also beweisen und warum bin ich hier her gekommen?
Aah, jetzt weiß ich es wieder! Ich sollte/wollte die Erkenntnis erhalten, dass ich ICH bin und mich so akzeptieren soll, wie ich bin.
Scheiß doch auf die schlappen Unterarme! Das ist altersbedingt und die Muskeln kehren nie mehr zurück! Ich liebe mich so, wie ich bin… Scheiß auf die Menschen, die sich nur abstrampeln, um anderen Menschen zu gefallen. ICH bleibe ICH…. Und so bin ich richtig!

© Christiane Rühmann (23.04.2011)


Sporthalle
Sporthalle
Ist das ätzend!!
Hier ist eine Luft, die man schneiden kann!
Eher mehr Männer als Frauen rangeln sich auf den Sportgeräten. Vor Schweiß müffelnd versuchen sie, ihren oftmals eher Kniegelenken von Spatzen gleichenden Muskeln, noch mehr Ausdruck zu geben. Für was? Für wen? Wollen sie damit Eindruck schinden? Bei wem denn?
Ich setze mich hin und beobachte zunächst mal die Lage meiner Schnupperstunde. Krass, was man alles tut, um cool, muskulös oder vielleicht gut trainiert auszusehen.
Warum bin ich denn eigentlich hier?
Ach ja, es fällt mir wieder ein. Ich bin fast Sechzig und mein Elan verleitet mich, ein wenig für mein körperliches Wohlbefinden zu tun. Zumal ich jammernd bemerke, dass sich meine Muskulatur Tag für Tag mehr zurück zieht. Ja, wo will sie denn hin?
Trägershirts, Tops und Dergleichen, stehen mir schon lange nicht mehr so, wie noch vor etwa zwei Jahren. Das habe ich selbst bemerkt, wenn ich versuchte, mich noch ansprechend und jugendlich zu kleiden. Wo ist sie auf einmal geblieben, meine Jugend? Befinde ich mich jetzt in der sogenannten „Midlife-Krise“?
Verärgert betrachte ich das Resultat in meinem Ganzkörperspiegel.
„Das ist das Ende Deiner Karriere“, denke ich. Welcher Karriere? Lach mich weg!
„Hast ja nie eine gehabt“, gebe ich mir selbst zur Antwort. Ich probiere einige Kleidungsstücke aus, die zeitlos sind, und sich noch in meinem Kleiderschrank verbergen. Ich hatte mir vorgenommen, alles, was nicht mehr passen würde, in die Altkleider-Sammlung zu geben, um Platz für Neues zu schaffen.
Merkwürdig: Je mehr ich an- und wieder auszog, umso mehr kamen mir Gedanken, dass mir das ja noch passen würde! Ist doch so!!! Hosen mit Schlag sind wieder ‚in‘ und Rüschenblusen ebenfalls. Zugegeben, durch meine „irritierte Gesundheit“ hatte ich vorübergehend mehr als 15 kg verloren; aber wer sagte mir denn, dass ich das nicht wieder aufholen würde? Immerhin wiege ich jetzt wieder 62 kg bei 1,72 m Größe. Das ist doch perfekt, nicht?
Ich sortierte und sortierte. Zuletzt blieb nur eine kleine Plastiktüte mit ausrangierten Kleidungsstücken übrig, von denen ich mich trennen wollte. Ich fand sogar noch mein Konfirmationskleid, das ich 1968 trug. Die Verlockung war groß. Würde es mir noch passen? Angezogen! Tatsache, es passte noch! Zugegeben, um den Reißverschluss zu schließen, musste ich die Luft anhalten, aber als ich einmal drinnen steckte, ging´s.
Krass! 45 Jahre lagen dazwischen, als ich es zum letzten Mal getragen hatte. – Irgendwie schön! Nun ja, gewisse Umstände haben mich dazu geführt, nicht übermäßig an Gewicht zuzunehmen; aber das war die Zeit nach meinem 48. Lebensjahr. Immerhin bin ich bis dahin meiner Linie einigermaßen treu geblieben, zumindest, was die körperliche Linie betrifft.
Die andere Linie habe ich erst gefunden, als ich Step by Step den Lebenserfahrungen gefolgt, meinen eigenen Erfahrungen sowie den Erkenntnissen aus zahlreichen Seminaren, die ich absolvieren durfte, gefolgt bin. Kraft machte sich dadurch in mir breit.
Hahahaaa, nicht die Kraft, die man in einem Fitnessstudio erarbeiten kann, sondern innerliche Kraft. Innerliche Kraft und Stärke, die mich trotzen ließen und lassen. Wer bitteschön, ist stärker als ICH? Wer bitteschön, bestimmt mein Leben? Das bin doch ICH, oder? Wer sagt mir, dass ich seine Socken oder Unterhosen waschen und bügeln soll? Ob ich das tue, entscheide doch wohl wiedermal ICH!
Genau das hatte ich vergessen in den vergangenen Jahren! Ich hatte MICH vergessen! Es war nicht leicht, mich in den Vordergrund zu stellen, allerdings hätte ich ohne diese Selbsterkenntnis bis heute nicht überlebt.
Egoismus ist sehr gesund. Das finden Männer bereits seit mehreren Jahrhunderten. Sie haben jedoch dabei die Emanzipation wohl total übersehen – so etwa wie eine rote Ampel. Diese „rote Ampel“ wird ihnen heutzutage oft zum Verhältnis. Immer noch sind sie der Meinung, dass eine Frau an den Herd gehört und keine eigenen Rechte hat. Da müssen sie sich nicht wundern, dass sie früher oder später ohne ihren „Hausroboter“ da stehen und ihre Wäsche selbst waschen und bügeln müssen. Macho´s eben….
Das lässt mich jetzt wieder an mich erinnern. Wie war das noch? Warum war ich nochmal hier? Wollte ich mir diese schwitzenden und tätowierten grunzenden Ungeheuer ansehen? Garantiert nicht!!
Zugegeben, einige von ihnen hatten durchaus etwas Anziehendes. Andere wieder irgendwelche schwachsinnige Tattoos, schmierig glänzende Muskeln, total glänzende breite Scheitel (Glatzen), usw.
Ich hatte ursprünglich eine andere Intuition, die ich jedoch jetzt Stück für Stück weiter nach hinten schiebe.
Nein, das muss ich mir nicht antun: Leute in der Midlife-Crise sind nicht mein Ding!
Ich beschloss, zu meinem alternden Körper zu stehen, ihn zu akzeptieren. Immerhin laufe ich mit meinen annähernd 60 Jahren noch manchem oder mancher 30-jährigen auf der Treppe davon, obwohl ich ein Kilogramm Metall für insgesamt über 10.000 € in meinem Körper trage. Was muss ich mir also beweisen und warum bin ich hier her gekommen?
Aah, jetzt weiß ich es wieder! Ich sollte/wollte die Erkenntnis erhalten, dass ich ICH bin und mich so akzeptieren soll, wie ich bin.
Scheiß doch auf die schlappen Unterarme! Das ist altersbedingt und die Muskeln kehren nie mehr zurück! Ich liebe mich so, wie ich bin… Scheiß auf die Menschen, die sich nur abstrampeln, um anderen Menschen zu gefallen. ICH bleibe ICH…. Und so bin ich richtig!

© Christiane Rühmann (23.04.2011)


Sporthalle
Sporthalle
Ist das ätzend!!
Hier ist eine Luft, die man schneiden kann!
Eher mehr Männer als Frauen rangeln sich auf den Sportgeräten. Vor Schweiß müffelnd versuchen sie, ihren oftmals eher Kniegelenken von Spatzen gleichenden Muskeln, noch mehr Ausdruck zu geben. Für was? Für wen? Wollen sie damit Eindruck schinden? Bei wem denn?
Ich setze mich hin und beobachte zunächst mal die Lage meiner Schnupperstunde. Krass, was man alles tut, um cool, muskulös oder vielleicht gut trainiert auszusehen.
Warum bin ich denn eigentlich hier?
Ach ja, es fällt mir wieder ein. Ich bin fast Sechzig und mein Elan verleitet mich, ein wenig für mein körperliches Wohlbefinden zu tun. Zumal ich jammernd bemerke, dass sich meine Muskulatur Tag für Tag mehr zurück zieht. Ja, wo will sie denn hin?
Trägershirts, Tops und Dergleichen, stehen mir schon lange nicht mehr so, wie noch vor etwa zwei Jahren. Das habe ich selbst bemerkt, wenn ich versuchte, mich noch ansprechend und jugendlich zu kleiden. Wo ist sie auf einmal geblieben, meine Jugend? Befinde ich mich jetzt in der sogenannten „Midlife-Krise“?
Verärgert betrachte ich das Resultat in meinem Ganzkörperspiegel.
„Das ist das Ende Deiner Karriere“, denke ich. Welcher Karriere? Lach mich weg!
„Hast ja nie eine gehabt“, gebe ich mir selbst zur Antwort. Ich probiere einige Kleidungsstücke aus, die zeitlos sind, und sich noch in meinem Kleiderschrank verbergen. Ich hatte mir vorgenommen, alles, was nicht mehr passen würde, in die Altkleider-Sammlung zu geben, um Platz für Neues zu schaffen.
Merkwürdig: Je mehr ich an- und wieder auszog, umso mehr kamen mir Gedanken, dass mir das ja noch passen würde! Ist doch so!!! Hosen mit Schlag sind wieder ‚in‘ und Rüschenblusen ebenfalls. Zugegeben, durch meine „irritierte Gesundheit“ hatte ich vorübergehend mehr als 15 kg verloren; aber wer sagte mir denn, dass ich das nicht wieder aufholen würde? Immerhin wiege ich jetzt wieder 62 kg bei 1,72 m Größe. Das ist doch perfekt, nicht?
Ich sortierte und sortierte. Zuletzt blieb nur eine kleine Plastiktüte mit ausrangierten Kleidungsstücken übrig, von denen ich mich trennen wollte. Ich fand sogar noch mein Konfirmationskleid, das ich 1968 trug. Die Verlockung war groß. Würde es mir noch passen? Angezogen! Tatsache, es passte noch! Zugegeben, um den Reißverschluss zu schließen, musste ich die Luft anhalten, aber als ich einmal drinnen steckte, ging´s.
Krass! 45 Jahre lagen dazwischen, als ich es zum letzten Mal getragen hatte. – Irgendwie schön! Nun ja, gewisse Umstände haben mich dazu geführt, nicht übermäßig an Gewicht zuzunehmen; aber das war die Zeit nach meinem 48. Lebensjahr. Immerhin bin ich bis dahin meiner Linie einigermaßen treu geblieben, zumindest, was die körperliche Linie betrifft.
Die andere Linie habe ich erst gefunden, als ich Step by Step den Lebenserfahrungen gefolgt, meinen eigenen Erfahrungen sowie den Erkenntnissen aus zahlreichen Seminaren, die ich absolvieren durfte, gefolgt bin. Kraft machte sich dadurch in mir breit.
Hahahaaa, nicht die Kraft, die man in einem Fitnessstudio erarbeiten kann, sondern innerliche Kraft. Innerliche Kraft und Stärke, die mich trotzen ließen und lassen. Wer bitteschön, ist stärker als ICH? Wer bitteschön, bestimmt mein Leben? Das bin doch ICH, oder? Wer sagt mir, dass ich seine Socken oder Unterhosen waschen und bügeln soll? Ob ich das tue, entscheide doch wohl wiedermal ICH!
Genau das hatte ich vergessen in den vergangenen Jahren! Ich hatte MICH vergessen! Es war nicht leicht, mich in den Vordergrund zu stellen, allerdings hätte ich ohne diese Selbsterkenntnis bis heute nicht überlebt.
Egoismus ist sehr gesund. Das finden Männer bereits seit mehreren Jahrhunderten. Sie haben jedoch dabei die Emanzipation wohl total übersehen – so etwa wie eine rote Ampel. Diese „rote Ampel“ wird ihnen heutzutage oft zum Verhältnis. Immer noch sind sie der Meinung, dass eine Frau an den Herd gehört und keine eigenen Rechte hat. Da müssen sie sich nicht wundern, dass sie früher oder später ohne ihren „Hausroboter“ da stehen und ihre Wäsche selbst waschen und bügeln müssen. Macho´s eben….
Das lässt mich jetzt wieder an mich erinnern. Wie war das noch? Warum war ich nochmal hier? Wollte ich mir diese schwitzenden und tätowierten grunzenden Ungeheuer ansehen? Garantiert nicht!!
Zugegeben, einige von ihnen hatten durchaus etwas Anziehendes. Andere wieder irgendwelche schwachsinnige Tattoos, schmierig glänzende Muskeln, total glänzende breite Scheitel (Glatzen), usw.
Ich hatte ursprünglich eine andere Intuition, die ich jedoch jetzt Stück für Stück weiter nach hinten schiebe.
Nein, das muss ich mir nicht antun: Leute in der Midlife-Crise sind nicht mein Ding!
Ich beschloss, zu meinem alternden Körper zu stehen, ihn zu akzeptieren. Immerhin laufe ich mit meinen annähernd 60 Jahren noch manchem oder mancher 30-jährigen auf der Treppe davon, obwohl ich ein Kilogramm Metall für insgesamt über 10.000 € in meinem Körper trage. Was muss ich mir also beweisen und warum bin ich hier her gekommen?
Aah, jetzt weiß ich es wieder! Ich sollte/wollte die Erkenntnis erhalten, dass ich ICH bin und mich so akzeptieren soll, wie ich bin.
Scheiß doch auf die schlappen Unterarme! Das ist altersbedingt und die Muskeln kehren nie mehr zurück! Ich liebe mich so, wie ich bin… Scheiß auf die Menschen, die sich nur abstrampeln, um anderen Menschen zu gefallen. ICH bleibe ICH…. Und so bin ich richtig!

© Christiane Rühmann (23.04.2011)


Angst
Angst
Es gibt viele Situationen, in und vor denen ein Mensch Angst hat.
Ich habe keine Angst – vor Nichts!!!! Außer vor Gewitter – Unwetter!
Ich muss so etwa 1 ½ bis 2 Jahre gewesen sein, allerdings erinnere ich mich nicht mehr daran, als ich in unserer Stube auf dem damaligen sogenannten ‚Töpfchen` gesessen haben soll, als mich bei einem Gewitter ein Kugelblitz von meinem Thron auf die Seite geworfen haben soll.
Das weiß ich aus Erzählungen meiner Eltern, die sich meine spätere ‚Angst‘ vor einem Unwetter und einem Gewitter nur so erklären konnten. Wie gesagt, SIE konnten es sich erklären, ich allerdings nicht.
 Nach langen Jahren wurde meine diesbezügliche Angst in einer Gesprächsrunde zum Thema.
Ich erinnerte mich plötzlich an die versengte Fläche in der Fußleiste, die mein Vater seinerzeit noch selbst angefertigt hatte. Damals konnte man aus finanziellen Gründen nicht einfach etwas austauschen, so wie z. B. diese Fußleiste. Immerhin war mein Vater 83 % Kriegsversehrt und arbeitete wegen seiner Behinderung nur halbe Tage. Trotzdem hatte er es unserer Familie ermöglicht, ein Eigenheim zu haben, welches er aus eigener Kraft und mit geringer Hilfe von seiner belgischen Verwandtschaft, erbaut hatte.  Immerhin wuchs seine Familie, denn ich war das letzte Kind von Fünfen und bin in dem gerade fertig gestellten Haus geboren.
Wir alle genossen eine wunderschöne und unbeschwerte Kindheit. Es gab noch nicht dieses Konsumverhalten von heute. Wir besaßen noch lange Zeit kein Telefon, kein TV.
Ich erinnere mich daran, dass es ein Telefon in der Nachbarschaft gab. Das Haus der „Reichen“ war etwa 300 m entfernt. Ich nenne es das Haus der „Reichen“, weil sie immerhin ein Telefon besaßen.
Damals war es üblich, dass Anrufe, die jemanden erreichen sollten, an einen Nachbarn gelangten, der ein Telefon besaß. Dieser lief dann zum Angerufenen und teilte mit, dass in 5 Minuten ein Folgeanruf kommen würde, der für ihn bestimmt war.  Das finde ich heute lustig – heute, weil es für unsere Nachkommen nicht mehr nachvollziehbar ist, dass es damals weder Handy oder Internet noch Telefon überhaupt gab. Man muss sich mal vor Augen führen, dass das auch funktionierte, wenn unsere Wege und Nebenstraßen verschneit und verweht waren. In unserer Straße kann ich mich noch an Schneewehen von etwa 1,20 bis 1,80 Metern erinnern, über die ich später noch zur Schule gegangen, bzw. gerutscht bin.
Schulranzen waren unsere Schlitten. Dementsprechend sahen sie dann auch aus, wenn der Schnee schon etwas verharscht war. Es gab noch keine Thermo- oder Funktions-Bekleidung. Unser Outfit waren selbst gestrickte Norweger-Pullover. Wenn man etwas Geld übrig hatte, wurden sie von innen gefüttert, ansonsten musste man beim Anziehen darauf achten, dass man sich mit den Fingern nicht in die innen liegenden Maschen verhedderte. Anoraks kannte man kaum oder konnte sie sich nicht leisten. Unter den Strickpullovern trug man Thermowäsche, die es damals bereits schon gab. Allerdings war sie meist Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk, weil sie –im Gegensatz zu heute- sehr teuer war. Darüber trug man  einen Rolli und möglichst noch einen 2 m-Schal, der ebenfalls natürlich selbst gestrickt war. Selbst die Socken waren von Hand gefertigt und sind heute wieder sehr begehrte Objekte. Sie entsprechen nicht der Wegwerfgesellschaft von heute.
Ich erinnere mich an ein weiteres Gewitter. Ich war mit dem Fahrrad zu meiner Freundin unterwegs, die 8 km entfernt wohnte.
Der Himmel verdunkelte sich, während ich mich abstrampelte. Es begann erst leicht und dann heftiger zu regnen, bis ein kräftiges Gewitter aufzog. Blitze zuckten um mich herum, laute Donner machten mir mächtig Angst. Ich lenkte mein Fahrrad –ich war mittlerweile vollkommen durchnässt- geschockt von der Fahrbahn in den Graben. Ich stürzte unsanft und zog mir dabei deftige Blessuren zu.
Als ich dort im Graben lag, schlug ich die Arme um meinen Kopf. Das Rad lag neben mir und nichts auf der Welt hätte mich bewegen können, aufzustehen und weiter zu radeln. Ich erinnere mich, ich war atemlos, wagte nicht, mich zu bewegen. Negative Erinnerungen weiteten sich in mir aus – ich konnte sie nur nicht definieren. Zusammengekauert wartete ich auf das Ende dieser grauenvollen Phase.
Endlich, nach gefühlten 3 Stunden, ließ das Unwetter nach. Ein Autofahrer hatte angehalten, als er mich im Graben liegen sah und sich erkundigt, ob alles in Ordnung sei. Das ist mir noch im Gedächtnis verblieben.
Schmutzig, durchnässt und ängstlich, setzte ich meinen Weg fort, als kein Donner mehr zu vernehmen war. Nur wenige hundert Meter hatten mich von dem zu Hause meiner Freundin getrennt. Für mich schien es jedoch in dem Moment des Gewitters unerreichbar.
Es geht mir heute noch so: Wenn andere Menschen sich ans Fenster oder auf den Balkon stellen, um dem Wettertreiben fasziniert zuzuschauen, werde ich klein und kleiner, so, dass ich unter dem Teppich Roller fahren könnte. Ich beginne zu zittern und zu schwitzen. In dem Fall nützt auch keine starke Schulter etwas, sie könnte ja getroffen werden…
Ich hatte bereits Maßnahmen ergriffen, um meine Angst zu bewältigen, was mir nicht gelungen ist: Die Angst bewältigt MICH…

© Christiane Rühmann


Angst
Angst
Es gibt viele Situationen, in und vor denen ein Mensch Angst hat.
Ich habe keine Angst – vor Nichts!!!! Außer vor Gewitter – Unwetter!
Ich muss so etwa 1 ½ bis 2 Jahre gewesen sein, allerdings erinnere ich mich nicht mehr daran, als ich in unserer Stube auf dem damaligen sogenannten ‚Töpfchen` gesessen haben soll, als mich bei einem Gewitter ein Kugelblitz von meinem Thron auf die Seite geworfen haben soll.
Das weiß ich aus Erzählungen meiner Eltern, die sich meine spätere ‚Angst‘ vor einem Unwetter und einem Gewitter nur so erklären konnten. Wie gesagt, SIE konnten es sich erklären, ich allerdings nicht.
 Nach langen Jahren wurde meine diesbezügliche Angst in einer Gesprächsrunde zum Thema.
Ich erinnerte mich plötzlich an die versengte Fläche in der Fußleiste, die mein Vater seinerzeit noch selbst angefertigt hatte. Damals konnte man aus finanziellen Gründen nicht einfach etwas austauschen, so wie z. B. diese Fußleiste. Immerhin war mein Vater 83 % Kriegsversehrt und arbeitete wegen seiner Behinderung nur halbe Tage. Trotzdem hatte er es unserer Familie ermöglicht, ein Eigenheim zu haben, welches er aus eigener Kraft und mit geringer Hilfe von seiner belgischen Verwandtschaft, erbaut hatte.  Immerhin wuchs seine Familie, denn ich war das letzte Kind von Fünfen und bin in dem gerade fertig gestellten Haus geboren.
Wir alle genossen eine wunderschöne und unbeschwerte Kindheit. Es gab noch nicht dieses Konsumverhalten von heute. Wir besaßen noch lange Zeit kein Telefon, kein TV.
Ich erinnere mich daran, dass es ein Telefon in der Nachbarschaft gab. Das Haus der „Reichen“ war etwa 300 m entfernt. Ich nenne es das Haus der „Reichen“, weil sie immerhin ein Telefon besaßen.
Damals war es üblich, dass Anrufe, die jemanden erreichen sollten, an einen Nachbarn gelangten, der ein Telefon besaß. Dieser lief dann zum Angerufenen und teilte mit, dass in 5 Minuten ein Folgeanruf kommen würde, der für ihn bestimmt war.  Das finde ich heute lustig – heute, weil es für unsere Nachkommen nicht mehr nachvollziehbar ist, dass es damals weder Handy oder Internet noch Telefon überhaupt gab. Man muss sich mal vor Augen führen, dass das auch funktionierte, wenn unsere Wege und Nebenstraßen verschneit und verweht waren. In unserer Straße kann ich mich noch an Schneewehen von etwa 1,20 bis 1,80 Metern erinnern, über die ich später noch zur Schule gegangen, bzw. gerutscht bin.
Schulranzen waren unsere Schlitten. Dementsprechend sahen sie dann auch aus, wenn der Schnee schon etwas verharscht war. Es gab noch keine Thermo- oder Funktions-Bekleidung. Unser Outfit waren selbst gestrickte Norweger-Pullover. Wenn man etwas Geld übrig hatte, wurden sie von innen gefüttert, ansonsten musste man beim Anziehen darauf achten, dass man sich mit den Fingern nicht in die innen liegenden Maschen verhedderte. Anoraks kannte man kaum oder konnte sie sich nicht leisten. Unter den Strickpullovern trug man Thermowäsche, die es damals bereits schon gab. Allerdings war sie meist Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk, weil sie –im Gegensatz zu heute- sehr teuer war. Darüber trug man  einen Rolli und möglichst noch einen 2 m-Schal, der ebenfalls natürlich selbst gestrickt war. Selbst die Socken waren von Hand gefertigt und sind heute wieder sehr begehrte Objekte. Sie entsprechen nicht der Wegwerfgesellschaft von heute.
Ich erinnere mich an ein weiteres Gewitter. Ich war mit dem Fahrrad zu meiner Freundin unterwegs, die 8 km entfernt wohnte.
Der Himmel verdunkelte sich, während ich mich abstrampelte. Es begann erst leicht und dann heftiger zu regnen, bis ein kräftiges Gewitter aufzog. Blitze zuckten um mich herum, laute Donner machten mir mächtig Angst. Ich lenkte mein Fahrrad –ich war mittlerweile vollkommen durchnässt- geschockt von der Fahrbahn in den Graben. Ich stürzte unsanft und zog mir dabei deftige Blessuren zu.
Als ich dort im Graben lag, schlug ich die Arme um meinen Kopf. Das Rad lag neben mir und nichts auf der Welt hätte mich bewegen können, aufzustehen und weiter zu radeln. Ich erinnere mich, ich war atemlos, wagte nicht, mich zu bewegen. Negative Erinnerungen weiteten sich in mir aus – ich konnte sie nur nicht definieren. Zusammengekauert wartete ich auf das Ende dieser grauenvollen Phase.
Endlich, nach gefühlten 3 Stunden, ließ das Unwetter nach. Ein Autofahrer hatte angehalten, als er mich im Graben liegen sah und sich erkundigt, ob alles in Ordnung sei. Das ist mir noch im Gedächtnis verblieben.
Schmutzig, durchnässt und ängstlich, setzte ich meinen Weg fort, als kein Donner mehr zu vernehmen war. Nur wenige hundert Meter hatten mich von dem zu Hause meiner Freundin getrennt. Für mich schien es jedoch in dem Moment des Gewitters unerreichbar.
Es geht mir heute noch so: Wenn andere Menschen sich ans Fenster oder auf den Balkon stellen, um dem Wettertreiben fasziniert zuzuschauen, werde ich klein und kleiner, so, dass ich unter dem Teppich Roller fahren könnte. Ich beginne zu zittern und zu schwitzen. In dem Fall nützt auch keine starke Schulter etwas, sie könnte ja getroffen werden…
Ich hatte bereits Maßnahmen ergriffen, um meine Angst zu bewältigen, was mir nicht gelungen ist: Die Angst bewältigt MICH…

© Christiane Rühmann


Angst
Angst
Es gibt viele Situationen, in und vor denen ein Mensch Angst hat.
Ich habe keine Angst – vor Nichts!!!! Außer vor Gewitter – Unwetter!
Ich muss so etwa 1 ½ bis 2 Jahre gewesen sein, allerdings erinnere ich mich nicht mehr daran, als ich in unserer Stube auf dem damaligen sogenannten ‚Töpfchen` gesessen haben soll, als mich bei einem Gewitter ein Kugelblitz von meinem Thron auf die Seite geworfen haben soll.
Das weiß ich aus Erzählungen meiner Eltern, die sich meine spätere ‚Angst‘ vor einem Unwetter und einem Gewitter nur so erklären konnten. Wie gesagt, SIE konnten es sich erklären, ich allerdings nicht.
 Nach langen Jahren wurde meine diesbezügliche Angst in einer Gesprächsrunde zum Thema.
Ich erinnerte mich plötzlich an die versengte Fläche in der Fußleiste, die mein Vater seinerzeit noch selbst angefertigt hatte. Damals konnte man aus finanziellen Gründen nicht einfach etwas austauschen, so wie z. B. diese Fußleiste. Immerhin war mein Vater 83 % Kriegsversehrt und arbeitete wegen seiner Behinderung nur halbe Tage. Trotzdem hatte er es unserer Familie ermöglicht, ein Eigenheim zu haben, welches er aus eigener Kraft und mit geringer Hilfe von seiner belgischen Verwandtschaft, erbaut hatte.  Immerhin wuchs seine Familie, denn ich war das letzte Kind von Fünfen und bin in dem gerade fertig gestellten Haus geboren.
Wir alle genossen eine wunderschöne und unbeschwerte Kindheit. Es gab noch nicht dieses Konsumverhalten von heute. Wir besaßen noch lange Zeit kein Telefon, kein TV.
Ich erinnere mich daran, dass es ein Telefon in der Nachbarschaft gab. Das Haus der „Reichen“ war etwa 300 m entfernt. Ich nenne es das Haus der „Reichen“, weil sie immerhin ein Telefon besaßen.
Damals war es üblich, dass Anrufe, die jemanden erreichen sollten, an einen Nachbarn gelangten, der ein Telefon besaß. Dieser lief dann zum Angerufenen und teilte mit, dass in 5 Minuten ein Folgeanruf kommen würde, der für ihn bestimmt war.  Das finde ich heute lustig – heute, weil es für unsere Nachkommen nicht mehr nachvollziehbar ist, dass es damals weder Handy oder Internet noch Telefon überhaupt gab. Man muss sich mal vor Augen führen, dass das auch funktionierte, wenn unsere Wege und Nebenstraßen verschneit und verweht waren. In unserer Straße kann ich mich noch an Schneewehen von etwa 1,20 bis 1,80 Metern erinnern, über die ich später noch zur Schule gegangen, bzw. gerutscht bin.
Schulranzen waren unsere Schlitten. Dementsprechend sahen sie dann auch aus, wenn der Schnee schon etwas verharscht war. Es gab noch keine Thermo- oder Funktions-Bekleidung. Unser Outfit waren selbst gestrickte Norweger-Pullover. Wenn man etwas Geld übrig hatte, wurden sie von innen gefüttert, ansonsten musste man beim Anziehen darauf achten, dass man sich mit den Fingern nicht in die innen liegenden Maschen verhedderte. Anoraks kannte man kaum oder konnte sie sich nicht leisten. Unter den Strickpullovern trug man Thermowäsche, die es damals bereits schon gab. Allerdings war sie meist Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk, weil sie –im Gegensatz zu heute- sehr teuer war. Darüber trug man  einen Rolli und möglichst noch einen 2 m-Schal, der ebenfalls natürlich selbst gestrickt war. Selbst die Socken waren von Hand gefertigt und sind heute wieder sehr begehrte Objekte. Sie entsprechen nicht der Wegwerfgesellschaft von heute.
Ich erinnere mich an ein weiteres Gewitter. Ich war mit dem Fahrrad zu meiner Freundin unterwegs, die 8 km entfernt wohnte.
Der Himmel verdunkelte sich, während ich mich abstrampelte. Es begann erst leicht und dann heftiger zu regnen, bis ein kräftiges Gewitter aufzog. Blitze zuckten um mich herum, laute Donner machten mir mächtig Angst. Ich lenkte mein Fahrrad –ich war mittlerweile vollkommen durchnässt- geschockt von der Fahrbahn in den Graben. Ich stürzte unsanft und zog mir dabei deftige Blessuren zu.
Als ich dort im Graben lag, schlug ich die Arme um meinen Kopf. Das Rad lag neben mir und nichts auf der Welt hätte mich bewegen können, aufzustehen und weiter zu radeln. Ich erinnere mich, ich war atemlos, wagte nicht, mich zu bewegen. Negative Erinnerungen weiteten sich in mir aus – ich konnte sie nur nicht definieren. Zusammengekauert wartete ich auf das Ende dieser grauenvollen Phase.
Endlich, nach gefühlten 3 Stunden, ließ das Unwetter nach. Ein Autofahrer hatte angehalten, als er mich im Graben liegen sah und sich erkundigt, ob alles in Ordnung sei. Das ist mir noch im Gedächtnis verblieben.
Schmutzig, durchnässt und ängstlich, setzte ich meinen Weg fort, als kein Donner mehr zu vernehmen war. Nur wenige hundert Meter hatten mich von dem zu Hause meiner Freundin getrennt. Für mich schien es jedoch in dem Moment des Gewitters unerreichbar.
Es geht mir heute noch so: Wenn andere Menschen sich ans Fenster oder auf den Balkon stellen, um dem Wettertreiben fasziniert zuzuschauen, werde ich klein und kleiner, so, dass ich unter dem Teppich Roller fahren könnte. Ich beginne zu zittern und zu schwitzen. In dem Fall nützt auch keine starke Schulter etwas, sie könnte ja getroffen werden…
Ich hatte bereits Maßnahmen ergriffen, um meine Angst zu bewältigen, was mir nicht gelungen ist: Die Angst bewältigt MICH…

© Christiane Rühmann


Angst
Angst
Es gibt viele Situationen, in und vor denen ein Mensch Angst hat.
Ich habe keine Angst – vor Nichts!!!! Außer vor Gewitter – Unwetter!
Ich muss so etwa 1 ½ bis 2 Jahre gewesen sein, allerdings erinnere ich mich nicht mehr daran, als ich in unserer Stube auf dem damaligen sogenannten ‚Töpfchen` gesessen haben soll, als mich bei einem Gewitter ein Kugelblitz von meinem Thron auf die Seite geworfen haben soll.
Das weiß ich aus Erzählungen meiner Eltern, die sich meine spätere ‚Angst‘ vor einem Unwetter und einem Gewitter nur so erklären konnten. Wie gesagt, SIE konnten es sich erklären, ich allerdings nicht.
 Nach langen Jahren wurde meine diesbezügliche Angst in einer Gesprächsrunde zum Thema.
Ich erinnerte mich plötzlich an die versengte Fläche in der Fußleiste, die mein Vater seinerzeit noch selbst angefertigt hatte. Damals konnte man aus finanziellen Gründen nicht einfach etwas austauschen, so wie z. B. diese Fußleiste. Immerhin war mein Vater 83 % Kriegsversehrt und arbeitete wegen seiner Behinderung nur halbe Tage. Trotzdem hatte er es unserer Familie ermöglicht, ein Eigenheim zu haben, welches er aus eigener Kraft und mit geringer Hilfe von seiner belgischen Verwandtschaft, erbaut hatte.  Immerhin wuchs seine Familie, denn ich war das letzte Kind von Fünfen und bin in dem gerade fertig gestellten Haus geboren.
Wir alle genossen eine wunderschöne und unbeschwerte Kindheit. Es gab noch nicht dieses Konsumverhalten von heute. Wir besaßen noch lange Zeit kein Telefon, kein TV.
Ich erinnere mich daran, dass es ein Telefon in der Nachbarschaft gab. Das Haus der „Reichen“ war etwa 300 m entfernt. Ich nenne es das Haus der „Reichen“, weil sie immerhin ein Telefon besaßen.
Damals war es üblich, dass Anrufe, die jemanden erreichen sollten, an einen Nachbarn gelangten, der ein Telefon besaß. Dieser lief dann zum Angerufenen und teilte mit, dass in 5 Minuten ein Folgeanruf kommen würde, der für ihn bestimmt war.  Das finde ich heute lustig – heute, weil es für unsere Nachkommen nicht mehr nachvollziehbar ist, dass es damals weder Handy oder Internet noch Telefon überhaupt gab. Man muss sich mal vor Augen führen, dass das auch funktionierte, wenn unsere Wege und Nebenstraßen verschneit und verweht waren. In unserer Straße kann ich mich noch an Schneewehen von etwa 1,20 bis 1,80 Metern erinnern, über die ich später noch zur Schule gegangen, bzw. gerutscht bin.
Schulranzen waren unsere Schlitten. Dementsprechend sahen sie dann auch aus, wenn der Schnee schon etwas verharscht war. Es gab noch keine Thermo- oder Funktions-Bekleidung. Unser Outfit waren selbst gestrickte Norweger-Pullover. Wenn man etwas Geld übrig hatte, wurden sie von innen gefüttert, ansonsten musste man beim Anziehen darauf achten, dass man sich mit den Fingern nicht in die innen liegenden Maschen verhedderte. Anoraks kannte man kaum oder konnte sie sich nicht leisten. Unter den Strickpullovern trug man Thermowäsche, die es damals bereits schon gab. Allerdings war sie meist Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk, weil sie –im Gegensatz zu heute- sehr teuer war. Darüber trug man  einen Rolli und möglichst noch einen 2 m-Schal, der ebenfalls natürlich selbst gestrickt war. Selbst die Socken waren von Hand gefertigt und sind heute wieder sehr begehrte Objekte. Sie entsprechen nicht der Wegwerfgesellschaft von heute.
Ich erinnere mich an ein weiteres Gewitter. Ich war mit dem Fahrrad zu meiner Freundin unterwegs, die 8 km entfernt wohnte.
Der Himmel verdunkelte sich, während ich mich abstrampelte. Es begann erst leicht und dann heftiger zu regnen, bis ein kräftiges Gewitter aufzog. Blitze zuckten um mich herum, laute Donner machten mir mächtig Angst. Ich lenkte mein Fahrrad –ich war mittlerweile vollkommen durchnässt- geschockt von der Fahrbahn in den Graben. Ich stürzte unsanft und zog mir dabei deftige Blessuren zu.
Als ich dort im Graben lag, schlug ich die Arme um meinen Kopf. Das Rad lag neben mir und nichts auf der Welt hätte mich bewegen können, aufzustehen und weiter zu radeln. Ich erinnere mich, ich war atemlos, wagte nicht, mich zu bewegen. Negative Erinnerungen weiteten sich in mir aus – ich konnte sie nur nicht definieren. Zusammengekauert wartete ich auf das Ende dieser grauenvollen Phase.
Endlich, nach gefühlten 3 Stunden, ließ das Unwetter nach. Ein Autofahrer hatte angehalten, als er mich im Graben liegen sah und sich erkundigt, ob alles in Ordnung sei. Das ist mir noch im Gedächtnis verblieben.
Schmutzig, durchnässt und ängstlich, setzte ich meinen Weg fort, als kein Donner mehr zu vernehmen war. Nur wenige hundert Meter hatten mich von dem zu Hause meiner Freundin getrennt. Für mich schien es jedoch in dem Moment des Gewitters unerreichbar.
Es geht mir heute noch so: Wenn andere Menschen sich ans Fenster oder auf den Balkon stellen, um dem Wettertreiben fasziniert zuzuschauen, werde ich klein und kleiner, so, dass ich unter dem Teppich Roller fahren könnte. Ich beginne zu zittern und zu schwitzen. In dem Fall nützt auch keine starke Schulter etwas, sie könnte ja getroffen werden…
Ich hatte bereits Maßnahmen ergriffen, um meine Angst zu bewältigen, was mir nicht gelungen ist: Die Angst bewältigt MICH…

© Christiane Rühmann


Argumente

Argumentationen sind keine Widersprüche,
sondern Meinungen,
die den Argumenten widersprechen.


© Christiane Rühmann


Argumente

Argumentationen sind keine Widersprüche,
sondern Meinungen,
die den Argumenten widersprechen.


© Christiane Rühmann


Argumente

Argumentationen sind keine Widersprüche,
sondern Meinungen,
die den Argumenten widersprechen.


© Christiane Rühmann


Argumente

Argumentationen sind keine Widersprüche,
sondern Meinungen,
die den Argumenten widersprechen.


© Christiane Rühmann


Kostbarkeit
Liebe ist so zerbrechlich wie Glas,

Vertrauen so dünn wie eine Seifenblase,

Erkenntnis so unsichtbar wie die Seele.


© Christiane Rühmann


Kostbarkeit
Liebe ist so zerbrechlich wie Glas,

Vertrauen so dünn wie eine Seifenblase,

Erkenntnis so unsichtbar wie die Seele.


© Christiane Rühmann


Kostbarkeit
Liebe ist so zerbrechlich wie Glas,

Vertrauen so dünn wie eine Seifenblase,

Erkenntnis so unsichtbar wie die Seele.


© Christiane Rühmann


Kostbarkeit
Liebe ist so zerbrechlich wie Glas,

Vertrauen so dünn wie eine Seifenblase,

Erkenntnis so unsichtbar wie die Seele.


© Christiane Rühmann


Krank
Jeder, der sich als ‚krank‘ betrachtet,
wird und ist  krank.

Jeder Kranke, der sich als ‚gesund‘ betrachtet,
wird es.

Die Macht Deiner Gedanken wird Deiner Einstellung folgen.


© Christiane Rühmann


Krank
Jeder, der sich als ‚krank‘ betrachtet,
wird und ist  krank.

Jeder Kranke, der sich als ‚gesund‘ betrachtet,
wird es.

Die Macht Deiner Gedanken wird Deiner Einstellung folgen.


© Christiane Rühmann


Krank
Jeder, der sich als ‚krank‘ betrachtet,
wird und ist  krank.

Jeder Kranke, der sich als ‚gesund‘ betrachtet,
wird es.

Die Macht Deiner Gedanken wird Deiner Einstellung folgen.


© Christiane Rühmann


Krank
Jeder, der sich als ‚krank‘ betrachtet,
wird und ist  krank.

Jeder Kranke, der sich als ‚gesund‘ betrachtet,
wird es.

Die Macht Deiner Gedanken wird Deiner Einstellung folgen.


© Christiane Rühmann


Ist sie nicht süüüüß, meine Zuckerschnecke?
Mit Papa und Onkel im Stadion muss man sie allerdings noch suchen....lach






Ist sie nicht süüüüß, meine Zuckerschnecke?
Mit Papa und Onkel im Stadion muss man sie allerdings noch suchen....lach






Ist sie nicht süüüüß, meine Zuckerschnecke?
Mit Papa und Onkel im Stadion muss man sie allerdings noch suchen....lach






Ist sie nicht süüüüß, meine Zuckerschnecke?
Mit Papa und Onkel im Stadion muss man sie allerdings noch suchen....lach






Hier bin ich ein festes Bestandteil und werde es auch bleiben....
http://www.xn--mlheimer-lesebhne-22bn.de/

Die Mülheimer Lesebühne (Initiator Manfred Wrobel und Mitinitiatorin Sabine Fenner) haben es mir ermöglicht, mich zu verwirklichen. Durch ihre Mithilfe ist es mir gelungen, mich ein Stück weit 'unsterblich' zu machen und meine beiden Bücher

Facetten des Lebens: http://www.youtube.com/watch?v=MFpHv-RePLw&feature=youtu.be

und

Seelenblick und Lebenslust: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=sE54zMZmPP4

zu veröffentlichen.

Ihnen verdanke ich meinen heutigen Stand und bin stolz darauf, zu der 'Autoren- und Künstlergruppe' der ' 'Mülmeimer Lesebühne' http://www.xn--mlheimer-lesebhne-22bn.de/ zu gehören.

Wollt Ihr Näheres über mich wissen, evtl. über die Mülheimer Lesebühne oder meine Bücher, dann schreibt mich gerne an. Meine email-Adresse lautet: christiane-ruehmann@t-online.de

Eure
Chris


Hier bin ich ein festes Bestandteil und werde es auch bleiben....
http://www.xn--mlheimer-lesebhne-22bn.de/

Die Mülheimer Lesebühne (Initiator Manfred Wrobel und Mitinitiatorin Sabine Fenner) haben es mir ermöglicht, mich zu verwirklichen. Durch ihre Mithilfe ist es mir gelungen, mich ein Stück weit 'unsterblich' zu machen und meine beiden Bücher

Facetten des Lebens: http://www.youtube.com/watch?v=MFpHv-RePLw&feature=youtu.be

und

Seelenblick und Lebenslust: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=sE54zMZmPP4

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Ihnen verdanke ich meinen heutigen Stand und bin stolz darauf, zu der 'Autoren- und Künstlergruppe' der ' 'Mülmeimer Lesebühne' http://www.xn--mlheimer-lesebhne-22bn.de/ zu gehören.

Wollt Ihr Näheres über mich wissen, evtl. über die Mülheimer Lesebühne oder meine Bücher, dann schreibt mich gerne an. Meine email-Adresse lautet: christiane-ruehmann@t-online.de

Eure
Chris


email-Kontakt Christiane Rühmann:
christiane-ruehmann@t-online.de

Bitte auf "deutsch" schreiben, ich kann kein englisch.....

Danke
Chris


Boooahhh, hier solltet Ihr mal reinschauen...
"Offene Bühne Bergisch Land", kurz "OBBL" !!!

Das ist sehr empfehlenswert für Leute, die gerne Spaß haben und mögen, gerne lachen und lieber kulturelle Veranstaltungen lieben als ihre Couch zu Hause.

Lach-Muskelkater am nächsten Tag ist vorprogrammiert....

ICH durfte dabei sein und war erstaunt, dass es so eine interessante Kleinbühne in meiner Nähe gibt. Ich bin stolz darauf, an einem Abend ein kleiner Teil des umfangreichen und vielseitigen Programms gewesen zu sein.

Nix für 'Langeweiler' - eher was für Leute..... na... wie Euch !!!

Klickt mal an_

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151492513206234&set=pb.273543596233.-2207520000.1370549421.&type=3&theate

Ich las zum erstenmal vor einem Publikum von über 200 Menschen. Da stimmte (fast) alles. Es wurde ein Soundcheck gemacht mit jedem Künstler. Für das leibliche Wohl war backstage bestens gesorgt, die Stimmung war großartig und die Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, waren mehr als 'taff'!!!

Ich zeige Euch hier nur ein paar kurze Impressionen dieses wunderschönen und erlebnisreichen Abends.

Eure
Chris


Ach ja, was ich noch sagen wollte:
....... über ein freundliches "like" bei youtube würde ich mich unglaublich freuen.

Wollt Ihr?

Chris


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